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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein filmisches Kunstwerk - mit leichten Schwächen...,
Von Ghostwriter (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The New World (DVD)
Ich kann die negativen Rezensionen meiner Vorgänger schon etwas nachvollziehen. Dieser Film ist halt was ganz anderes.Wer sich vom Cover täuschen lässt und einen Film á la "Fluch der Karibik" erwartet wird selbstverständlich herb enttäuscht werden. "The New World" ist meiner Meinung nach ein filmisches Kunstwerk und nicht einfach nur ein Unterhaltunsfilm, ein Film, der zum Eintauchen einlädt: Hervorragende Aufnahmen, poetisch angehauchte Monolge (oft mit etwas Pathos, zugegeben), schöne Musik... Darüber hinaus ist das Aufeinandertreffen der Kulturen sehr gut herausgearbeitet und gibt Anlass zum Nachdenken. Ich habe mich z.B. auch hinterher noch stundenlang mit dem Film bzw. dem Thema beschäftigt. Das heutzutage leider sinnlose, "historisch angehauchte Actionfilme" wie "Fluch der Karibik", die möglichst viele Computeranimationen und Effekte bieten, mehr Anklang finden, als wirklich interessante, anspruchsvolle und schön gemachte Filme ist wirklich sehr, sehr traurig... Obwohl "The New World" bei weitem nicht an das Meisterwerk "The Thin Red Line" heranreicht, ist es doch ein wunderschöner Film, der leider viel zu wenig Beachtung findet. Wer "The Thin Red Line" mochte, wird auch mit diesem Film nicht falsch liegen. Mein einziger Kritikpunkt: Der Film gerät trotz allem manchmal etwas"langatmig". Trotz allem ein filmisches Kunstwerk... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Elegeischer Bilderreigen,
Rezension bezieht sich auf: The New World (DVD)
So viele Ein-Stern-Bewertungen für diesen Film, was ist hier bloß passiert? Versuchen wir es rational zu ergründen: ich möchte niemandem vorwerfen, den Film nicht verstanden zu haben, allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass der Großteil der Rezensenten mit falschen Erwartungen an den Film herangetreten ist. Segelschiffe, Indianer und schnittig gekleidete Engländer lassen einen bunten Abenteuerfilm vermuten, was "The New World" allerdings nicht ist; ganz und gar nicht!Zu Zeiten der Aufklärung (also im 18. Jahrhundert) war es vor allem auf dem Theater üblich, Probleme und Konflikte der Gegenwart anhand historischer Begebenheiten aufzuarbeiten; Goethe und Schiller haben dies, in etwas abgewandelter Form, auch gemacht (man denke da vor allem an "Maria Stuart" oder im entferntesten Sinne auch an "Torquato Tasso"), konnten diese literarische Tradition aber auch nicht am Leben erhalten; sie starb zu Gunsten der bedingungslosen Freiheit der künstlerischen Schöpfungskraft und Phantasie, was aber nicht heißen muss, dass es eine schlechte Form der literarischen Arbeit war. Ganz im Gegenteil! Terrence Malick geht bei "The New World" nämlich ganz ähnlich vor: die Story rund um Pocahontas (dieser Name wird übrigens niemals genannt) und Captain John Smith dient dem Regisseur nämlich lediglich als "Grundgerüst" für eine elementare Meditation über Liebe, Glück Verlust und Entfremdung; die mitunter sehr poetischen, von Stimmen aus dem Off vorgetragenen Perspektiven erinnern nicht selten an einen mittelalterlichen Minnesang, in dem das Zueinanderfinden und Auseinandergehen der Protagonisten geschildert wird, von denen einer schließlich (in diesem Fall Pocahontas) Hoffnung in einer neuen Liebe schöpft, die letztlich zum endgültigen Bruch mit dem Verflossenen führt; was den lyrischen Aspekt des Film zusätzlich unterstreicht, sind die Leitsymbole "fließendes Gewässer" und "Bäume/Wälder", die in ihrer Gegensätzlichkeit letztlich beide für einen Aspekt stehen: Unantastbarkeit und intuitives Streben nach einem Ziel, das den Selbsterhalt sichert. Besonders schön weiß Malick dies in der Eröffnungsszene darzustellen: in einem Fluss spiegeln sich Baumkronen, das Bild wird kurz durch vorbeischwimmendes Laub gestört, bis es schließlich wieder ungetrübt erscheint - durch dieses wunderbare Bild nimmt der Regisseur im Grunde schon die Handlung vorweg, ähnlich einer kleinen Exposition, die in einer schnell geschnittenen Abschlussszene (Bäume und Wasser wechseln sich ab) eine negative Entsprechung findet. "The New Wolrd" ist eine wunderbare Elegie, hinter deren Bilderablauf eine konstante Melodie erklingt, welche Figuren, Dialoge und sogar das Licht zu führen scheint. Und wer hätte gedacht, dass in dem Moment, in dem sich die Protagonistin gegen den "fremden" Collin Farrell und für Christian Bale entscheidet, das stumme Ergreifen seines Oberarms derart ergreifend sein kann, dass es zu Tränen rührt? Letztlich sei gesagt, dass der Film niemandem gefallen muss; seien wir doch froh, dass wir immer noch selbst entscheiden können, was wir als gut befinden und was nicht. Allerdings kann es ja nicht schaden, "The New World" noch einmal mit neuem Anspruch zu sehen, auf dass er mehr Menschen so gut gefällt wie mir! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehnsucht nach Ursprünglichkeit,
Rezension bezieht sich auf: The New World (DVD)
Von den vier Filmen, die seit 1973 unter der Regie von Terrence Malick entstanden sind, hat "The New World" die verhaltensten Kritiken hervorgerufen. Eine Teilschuld daran trägt sicher auch das Marketing. Doch auch wenn Filmposter und DVD-Cover anderes verheißen: gerade von diesem Regisseur darf man so einiges erwarten, aber sicher keinen actiongeladenen Kostümstreifen über die Kolonisierung der neuen Welt.Die Starpower von Colin Farell und Christian Bale ist hier also zweitrangig, denn wie alle vorherigen Werke von Malick ist auch "The New World" vor allem eine Meditation über die Entzweiung von Mensch und Natur - verdichtet in der Liebesgeschichte zwischen dem Siedler John Smith und der Indianerprinzessin Pocahontas. Die Aufnahmen der jungfräulichen Natur und ihrer entrückt, fast schon mystisch wirkenden Bewohner sind von berauschender Schönheit: aus diesen Bildern sprechen Zivilisationsmüdigkeit und Sehnsucht nach Ursprünglichkeit. Leider driftet Malick dabei aber auch immer wieder ins Edelkitschige ab. Seine aufrechten, schönen, reinherzigen Indianer etwa lassen an Jean-Jacques Rousseaus "edle Wilde" denken. Und Pocahontas wirbelt im erotischen Rauhlederfummel durch die Wiesen, während das Voice-over Schmalzsprüche wie "Du durchfließt mich wie ein Fluss" zum Besten gibt. Das musste nun wirklich nicht sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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