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New Wave: Ein Kompendium 1999 - 2006
 
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New Wave: Ein Kompendium 1999 - 2006 [Taschenbuch]

Christian Kracht
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423137754
  • ISBN-13: 978-3423137751
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.235 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Kracht
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Bienen auf dem Kuchen”, so das „Fragment einer Erzählung“, sorgen während einer Autofahrt entlang den steilen Schluchten auf dem Dach der Welt für Unruhe im Wageninnern. Dann wieder blitzt der allseits berüchtigte Bonvivant auf, der mitten im innerasiatischen Hochland ein „Le Cafe Chinois“ entdeckt, und eine “Grande Lowfat Triple Latte” sämtliche Unbill vergessen lässt. Einige Kapitel zuvor, im „Tagebuch der Entsagungen“, schufen Heilfasten plus Einlauf in der Überlinger Buchinger-Klinik, einer „Welt ganzheitlichen Wohlbefindens“ (Eigenwerbung), schlackenreinste innere Klarheit. Große Sprünge, große Sprüche, kluge Gedanken, abseitige Welterklärungstheorien. Und immer -- großer Stil. Christian Kracht meldet sich wortreich und schwergewichtig zurück!

Kein Zweifel, der Mann, der einst mit Faserland das Koordinatensystem der Popliteratur überhaupt erst definierte, hat mit den von Uslars und Lottmanns dieser Welt nicht das Geringste mehr gemein. Christian Kracht ist im besten, wenn oft auch nicht immer verständlichsten Sinne, abgehoben. Nichts ist ihm auf seinen weltumspannenden Meditationsfeldern abseitig und esoterisch genug, um nicht miskroskopisch genau betrachtet zu werden. Ob der eingesargte Reaktor von Tschernobyl, die Suche nach dem sagenhaften mongolischen Nationalgericht Boodhkh, einem mit dem Schneidbrenner gegarten Murmeltier, der Mythenforscher Kracht empfängt seine Schwingungen inzwischen aus anderen Galaxien.

Merkwürdigkeiten und Kuriosa allerorten. Seinen „Weg zur Absorptionskältemaschine“ fand -- so die Einsicht des Autors -- der ungarische Physiker Leó Szilárd erst nach eingehendem Studium seines Flatulenzverhaltens in der Badewanne. Ob Kracht selbst das Pulver der Kava-Wurzel, das bei Südseeinsulanern Angst- und Spannungszustände mildern, Euphorie und Gesprächigkeit fördern soll, genossen hat, liegt im Dunkeln. Seine Spurensuche nach der Mythengestalt des John Frum auf den Neuen Hebriden nährt allerdings diesen Verdacht. Literarische Gemmen, schwindelerregende E-Mail-Korrespondenz und buchstäblich absurdes Theater lösen einander ab. Das den rätselhaften Titel „Hubbard“ tragende Theaterstück um zwei arme Teufel, die als Maler zu Geld kommen wollen, könnte gut und gerne von Botho Strauß plus Beckett nach ausgiebigem Kavawurzelgenuss stammen. Christian Kracht gibt Rätsel auf -- aber schöne! --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

kulturnews.de

Der Kracht. Als Nazi hatten wir ihn missverstanden, als verzogenes Millionärskind, als Wichtigtuer, der als Journalist gescheitert ist und nur noch über sich selbst schreibt, Popliteratur-Schrott. Wir hatten ja keine Ahnung. "New Wave" ist eigentlich Resteverwertung, Reisereportagen aus Djibouti, Kairo, einer Schönheitsklinik am Bodensee. Dazwischen Korrespondenzen, Erzählungen, ein Filmtreatment zu Krachts Erfolgsroman "Faserland", ein Treatment zum Treatment. Unfertig, zerstückelt, aber doch mit einem genauen Blick für Details, für das, was wirklich wichtig ist. Eine skurriles Mongolei-Märchen namens "Wie der Boodhkh in die Welt kam" endet mit einer harmlosen Auflösung, ein Witz, bis dann der beiläufig nachgeschobene Satz "Und dann kamen die Schatten" die Harmonie zum Horror werden lässt. Jede Ungenauigkeit, jedes Fragment in "New Wave" ist bewusst gesetzt, als Journalismus würde das nicht funktionieren. Als Pop auch nicht, da zeigt sich, wie weit Kracht mittlerweile entfernt ist von Leuten wie Joachim Lottmann und Moritz von Uslar, in deren Gesellschaft wir ihn bisher immer vermutet hatten. Keine Ahnung hatten wir. Hohe Literatur, mindestens. (fis) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Christian Kracht ist der große Prophet der Innerlichkeit in der Popliteratur. Introspektiver und dichter ist kein Autor in seinen Texten je gewesen. Und das hier ist vielleicht nicht sein Meisterwerk, aber ein durchaus nützliches, dickes (317 Seiten!) Buch für alle, die sich fragen, was jetzt noch kommt. Teilweise fast meditativ oder mantra-ähnlich lesen sich die einzelnen Stücke und "Reportagen". Allein 3 der hier versammelten Texte würde ich unter die Top 100 der poetisch dichtesten Geschichten der deutschsprachigen Literatur überhaupt rechnen. Trotz des Rohrkrepierers "Hubbard" (dem Theaterstück) und der etwas schwächeren Geschichte aus Kairo "Das ägyptische Furnier" bleiben 17 inspirierte Stücke auf dem Höhepunkt des Schaffens eines wirklichen Ausnahmekünstlers. Aber obacht: Man muss es mögen. Diese zutiefst schweizerischen Wurzeln entspringende Mischung aus Selbstmitleid, flüchtigen Assoziationsketten und schwarz-bitterem Humor ist sicher nicht jedem zugänglich. Wer keine Sensoren dafür hat, wird sich zu Tode langweilen oder Aggressionen kriegen, wie immer bei Kracht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Living in the Eighties 3. Dezember 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Klar, daß alle immer denken, die Musik aus ihrer Jugend sei die Beste undsoweiter und danach kam nichts mehr Gutes nach. Das haben unsere Eltern genauso gemacht. Aber diesmal ist es einfach anders. Wer heute nochmal die Musik namens New Wave hört, wird nicht nur erkennen, daß alles, was heute ganz gut oder besser als der Rest ist (Franz Ferdinand oder We Are Scientists vielleicht) einfach die Energie und auch die musikalische Richtigkeit genau dieser Zeit zu verdanken haben, namentlich Joy Division etwa oder auch Adam Ant. Nein, sie sind auch tausendmal besser als die Nachahmer. Wie fundamental der Rückbezug unserer Gegenwart auf diese Zeit ist, kann man auch an Sofia Coppolas neuestem BioPic Marie Antoinette sehen, deren gesamter Soundtrack fast ausschließlich aus den Eighties kommt (including toller Abspann aus Cures Faith-Phase) oder: eben an Christian Krachts neuem Buch New Wave. Es ist, soviel will ich verraten, in meinen Augen das Beste, was man zur Zeit lesen kann. New American Literature á la Benjamin Kunkel ist was für richtig langweilige Lit-Spießer. Das kann Kracht viel besser. Die lakonische Sprache, das Heraufbeschwören der Lösung eines Rätsels, das sich so nie gestellt hat, und das auch noch auf Umwegen, der monotone Alltag unter grauem Himmel, all das kann keiner so gut wie er. Und als kleine Überschneidung zu Sofia Coppola haben er und sein Mitautor Eckhart Nickel beim Drehbuch für Faserland, das als Film eine Art Lynch-SciFi-Verschnitt wird, auch noch Musik von Gang of Four dabei. Zufall? Ich glaubs mal eher nicht. Wie heißt es noch bei Grauzone? "Kälte kriecht durch die Wände und bedeckt unsere verletzten Hände." Das könnte genau so bei Kracht stehen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ah, endlich. Ich lehne mich entspannt zurueck in einen Buerostuhl, und der braune Amazon-Karton gibt unter meiner Fingern nach: Neue Welle, Nouvelle Vague, Bossa Nova  NEW WAVE des großen Besuchsschriftsteller Christian Kracht ist endlich da.

Für die Zeit nach dem FREUND, und für all jene auch, die vielleicht sich nie ganz erholt haben von 1979 hat unser Held seine Festplatte durchforstet und die Suchergebnisse in einen von Martin Fengel und Tom Ising ganz wunderbar gestalteten Umschlag binden lassen. Das mit der Festplatte ist ganz wörtlich zu nehmen, denn es finden sich zwischen (es klingt albern, aber wir müssen die Dinge bei Namen nennen:) Neo-Klassikern der Reiseliteratur wie Wie der Boodkh in die Welt kam und warum, Smiths-Zitaten, Gesprächen, und einer Schlüsselloch-Hommage an das Gesamtkunstwerk Axel Springer(s) auch außerordentliche email-Korrepondenzen des Autors.

Christian Kracht rekonstruiert uns seine, nein, leider, nur: eine Welt von 1999 bis 2006, die  und das ist das Verblüffende, liebe Berichterstatter im Hier und Heute  auch noch in vielen Jahren etwas in ihren Lesern und Leserinnen auslösen wird. Ich glaube nicht, dass es Christian Krachts vornehmliches Ziel ist, in 20 Jahren noch lesbar zu sein. Eher will er auch dem in 150 Jahren zurückkehrenden Philip K. Dick etwas zu sagen haben, deshalb finden sich auch die mindestens ambitioniert zu nennenden Treatments und Skripte zu einem nie gedrehten Film ('Faserland', verfasst mit dem Dr. Eckart Nickel; Alle beginnen, christlich zu summen und das Wort Neckarauen zu chanten) und einem vielleicht doch nicht aufgeführten Theaterstück ('Hubbard', verfasst mit Akademie-Präsident Rafael Horzon).

Natürlich ist es völlig unmöglich, dieses Kompendium in weniger als 500 Worten zu summieren geschweige denn ausreichend zu lobpreisen. Zu vielfältig, zu hinterhältig, zu erratisch Freund Krachts Geist, zu reich seine Sprache, als dass man hier mit Rezensenten-Taschenspielertricks und Wortspielen (dass es kracht) dagegenhalten wollen sollte.

Am Ende nur, am Ende, da lacht Christian Kracht bestimmt, und der Leser ist wieder viel zu ergriffen von der Schönheit, die der Autor geschaffen hat.
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Wunderbare Reiseliteratur!
Ich habe das Buch auf den Flügen bzw. während der Wartezeiten auf dem Weg von Frankfurt nach Brisbane gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Johannes Isak veröffentlicht
Die Geschichte mit dem Murmeltier
Da hat der Verleger bestimmt gesagt, "Gib mal alles her, was Du so an Geschichten in der Schublade hast. Und im Papierkorb. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Dezember 2009 von Markus Wloka
Zum teil ganz nett...
Es sind einige ganz geile Geschichten im typischen Kracht Stil drin. Der größte Teil ist aber Unfug, wohl um das Buch voll zu kriegen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2009 von Christian Bader
Durchgezogene Distanz
Dies ist ein letztes Jahr erschienenes Buch von Kracht, der eigenltich wegen seiner Romane bekannt ist; "Faserland" ist ja sogar Schullektüre. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2008 von monoton
Durchwachsen, aber eben doch Kracht, deshalb vier Punkte!
Ich bin zugegebenermaßen ein großer Fan von Christian Kracht, mag seinen Humor und seine ganze Art, vor allem aber seinen Dandystil. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2008 von Klaus Baudelaire
Leider kein Roman aber gut geschrieben
Ich habe das Buch gelesen, da Freunde es mir empfohlen hatten. Klang eigentlich sehr interessant. Ich hatte mir das Buch wesentlich spannender vorgestellt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. März 2008 von Thomas Pratschke
Ein Buch nicht wie die Schweiz.
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Aus dem Papierkorb - für den Papierkorb
Ein Sammelsurium von unwesentlichen "Reiseartikeln" (in denen nie jemand etwas sieht, erfährt, erlebt, nur leimschnüffelnde Jungs am Straßenrand sitzen), sonstigem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2006 von Michael Sailer
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Veröffentlicht am 23. Oktober 2006 von Odiug Rellek
Lunch with Lynch
Die letzte Ausgabe des Freundes war, wie ich erfreut feststellte, dem wunderbaren Regisseur David Lynch gewidmet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2006 von M. Lang
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