Iggy's erstes Album unter dem Label ARISTA. Das erste Soloalbum ohne David Bowies Mitwirkung. Wie man des öfteren liest, hatte Arista nach den Erfolgen von "Lust for Life" und "The Idiot" Geld gewittert, diese Rechnung ging nicht auf. "New Values" wie auch die beiden folgenden Alben der "Arista-years" blieben hinter den Erwartungen zurück.
Verkaufserfolge sprechen nicht immer für Qualität, doch hier liegt ein Album vor, das für mich ganz entschieden zu den schwächeren von Iggy Pop zählt.
Weder kommt hier (chronologisch gesehen) etwas wirklich Neues auf den Hörer zu (wenn man die Vorgängeralben kennt), noch folgt es bewährten Strickmustern. Bei manchem hat man den Eindruck, dass Ideen die seit Stoogeszeiten in der Schublade lagen, in ein zeitgemäßes, ohrenfreundliches und niedliches Kleidchen gesteckt wurden. Vielleicht liegt das ja auch an den Stooges James Williamson und Scott Thurston, die mitgewirkt haben.
Neue Werte? Nicht wirklich.
Zu den besseren Titeln auf der Scheibe zählen für mich "Tell me a story" (trotz des uhhh- und -aaah Chors), "I'm bored", "five foot one" und "Curiosity"(Rock'n rollend-erinnert sehr an Probenmitschnitte der Stooges). Sternchen gibts auch für Iggy's Gesang und die Texte, die bis auf wenige Ausnahmen wert sind,sie mal zu lesen.
Verunglückt die Backgroundvocals (ahhh, uhhhh, dududi)
Absoluter Ausreißer nach unten "African man" - einer der schauerlichsten Titel die Iggy je aufgenommen hat.
Die beiden Bonustracks sind übrigens auch keine Offenbarungen.
Insgesamt gesehen eine misslungene Anbiederung an den Mainstream (was ein Glück *g*)
Kaufempfehlung?
Zum komplettieren einer Sammlung - Klar!
Zum Einsteigen in die Materie - besser nicht. Iggy konnte und kann mehr.