Dieser Reiseführer ist sehr bunt, und auf den ersten Blick scheint er sehr viel Information zu enthalten. Aber für die Planung einer Reise nach NOLA ist sein Gebrauchswert doch beschränkt. Es fängt schon bei den Reisezeiten an: Da gibt es einen Kalender, was in welchem Monat in NOLA los ist. Aber interessiert man sich beispielsweise für die Weihnachtszeit (gilt immerhin als beste Reisezeit), findet man dort nur wenige dürre Worte und kaum praktische Tips.
Für den Besucher, der zwei oder drei Tage in NOLA verbringt, ist der Führer unpraktisch gegliedert: Nämlich nach Quartieren, in denen zwar jedes zweite Haus ausführlichst beschrieben wird, während ein Überblick, welche Hauptsehenswürdigkeiten die Stadt bietet, fehlt.
Extrem umfangreich scheinen auch die Listen der Hotels und Restaurants zu sein, aber wirklich hilfreich sind sie nicht. Beispiel Hotel Monteleone, das der Reiseführer zu Recht als eines der attraktivsten Hotels einstuft und gleichzeitig in die höchste Preiskategorie einordnet. Kein Wort davon, dass das Monteleone sehr häufig extrem günstige Internetangebote (99 Dollar für das Doppelzimmer) unterbreitet.
Es ist schon erstaunlich, wie es beispielsweise ein nur halb so dicker Frommers Guide es schafft, Informationen mit weitaus höherem Nutzewert zu bieten.
Mein Fazit: Der VIS a VIS enthält reichlich bunte Bilder in geradezu verwirrender Vielfalt, sein Gebrauchswert ist aber vergleichsweise bescheiden. Fairerweise muss ich sagen, dass er aber auch nicht teuer ist. Aber wer Englisch lesen kann, ist wohl besser mit einem anderen Führer aufgehoben (zumal diese bereits in post-Katrina-Editionen erschienen sind).