Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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190 von 207 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein streitbares Thema, 23. Februar 2010
Ich gehöre wohl kaum zur Zielgruppe (männlich, um die 30) und doch finde ich die Twilight-Saga durchaus ansprechend.
Im Grunde genommen bin ich zufällig darauf gestoßen, als ich auf der Suche nach einer nicht allzu gehobenen englischsprachigen Lektüre war (nachdem ich mich durch ein Oscar Wilde Buch gekämpft habe). Twilight schien da gerade zu passen - keine allzu anstrengende Story, die aber durchaus interessante Stellen haben könnte; Leicht geschrieben - weil ja eigentlich für Jugendliche; nicht zu kurz und nicht zu lang. Die Überraschung war groß, als mir auffiel, wie sehr es mir tatsächlich gefällt.
Irgendwann war es soweit, dass ich tatsächlich sehen wollte, wie die Verfilmung geworden ist und stellte fest, dass Vergleiche zwischen den Büchern und Filmen sinnlos sind. Man sollte beide Medien eigenständig betrachten, dann kann man beide auch mögen.
Es ist einfach nicht möglich den gesamten Inhalt der Bücher in jeweils um die 120 Filmminuten zu packen - eine längere Laufzeit wäre aber schwer vermittelbar bei einem Film der nicht den Anspruch hat ein epochales Meisterwerk zu sein. Insofern kann - und will - es sich dabei nicht um eine originalgetreue Literaturverfilmung handeln, sondern um einen Film auf Basis einer Novelle.
Dass dabei z.B. viele Dialoge (die für mich ganz besonders zum Reiz der Bücher beitragen) schlichtweg im Film nicht auftauchen kann man schade finden - aber eben nur, wenn man nicht bereit ist die Suche nach Parallelen zu den Büchern aufzugeben.
Genauso kann man nämlich anfangen nach Abweichungen in der Synchronisation zu suchen - die meiner Meinung nach leider viel von der Atmosphäre des Originals nicht einfangen kann. Fairerweise gebe ich aber zu, dass sie versucht das beste daraus zu machen und eine eigene, an die deutsche Sprache angepasste Stimmung zu erzeugen.
So sollte es im Endeffekt jedem selbst überlassen sein, ob er Film oder Buch, englisch oder deutsch lieber hat - objektive Vergleiche sind schlichtwegs nicht möglich.
Ich persönlich finde in allem etwas, das mir gefällt. Die Bücher (ich kenne nur die englischen) finde ich erfrischend leichtfüssig. Insbesondere die Dialoge, die eben nicht aufgezwungen und konstruiert, sondern passend und realitätsnah erscheinen - so wie man sie auch von durchschnittlichen Teenagern hören könnte. Ausserdem lässt sich in der Schriftform die jeweilige Stimmung ausführlich beschreiben, was zum einen die jeweilige Situation lebendig erscheinen lässt und gleichzeitig noch genug Spielraum für eigene Gedanken zulässt.
Die Filme wiederum haben den Vorteil audiovisuell zu inspirieren. Die Soundtracks finde ich ebenso passend und angenehm, wie die Landschafts-/Aussenaufnahmen. Die Effekte sind - was ich positiv finde - nicht zu aufdringlich und im Vergleich zu vielen anderen Produktionen geradezu sparsam gesät. Und schliesslich finde ich es gut, dass die Charaktere (nicht nur die Nebenrollen) mit frischen und unverbrauchten Schauspielern besetzt wurden, die - meiner Meinung nach - ihre Arbeit auch ziemlich gut machen.
Insbesondere Kristen Stewart, deren Talent hier sicherlich nicht voll ausgereizt werden kann, aber schon ganz gut zu erkennen ist.
Sie war eigentlich auch einer der Hauptgründe, für mich den/die Film(e) überhaupt sehen zu wollen, da sie mir in einer ihrer früheren Rollen sehr gefallen hat. In Into The Wild - Sean Penn's grandioser 150-minütiger Verfilmung des gleichnamigen Buches - hatte sie zwar nur einen kurzen aber prägnanten und sehr überzeugenden Auftritt.
Ich freue mich schon darauf den dritten Teil zu lesen - und im Sommer dann auch anzusehen.
Wie auch immer man der Twilight-Saga gegenüber eingestellt ist, muss man zumindest folgendes zugeben: Filme und Bücher, die Jugendliche dazu bringen auch mal zu lesen und ihre Vorstellungskraft ein wenig zu nutzen können nicht grundsätzlich schlecht sein.
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231 von 264 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Was wollt Ihr denn alle?, 8. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: New Moon - Biss zur Mittagsstunde (2 Disc Fan Edition inkl. Bonusmaterial) (DVD)
Ja, ich habe alle vier Bücher gelesen - aus reiner Neugier - und fand sie gut.
Ja, ich habe die beiden Verfilmungen gesehen - und fand auch diese gut.
Jetzt zu meinen persönlichen Kommentaren: WAS erwartet Ihr denn eigentlich? Das die Bücher keine Weltliteratur sind, das war mir vorher klar und auch die Verfilmungen werden sicher nicht an die Spitze heranreichen!
Diese Filme sollen UNTERHALTEN und Geld einspielen. Wenn man die gekonnt in Gang gesetzte Hysterie mal vom rein finanziellen Standpunkt aus betrachtet - dann ist ja wohl der Wunsch der Produzenten in Erfüllung gegangen. Dieser Film spielt Geld ein. Punkt. Wenn ich dann noch meinen eigenen Anspruch so weit hinten an stellen kann, dass ich mal für zwei Stunden einfach nur meiner Phantasie freien Lauf lasse - dann werde ich gut unterhalten. Punkt.
Wenn ich dann auch noch zugeben kann, dass man ein Buch niemals Wort für Wort verfilmen kann (und es gibt erstaunlich viele Verfilmungen, die mir sehr viel weniger gefallen haben... Potter sei Dank !) - dann werde ich gut unterhalten. Punkt.
Das Marketingkonzept der Filme geht auf - tausende von (meist) weiblichen Teenagern tragen ihr Geld an die Kinokassen um sich diesen Film (nicht nur einmal) anzuschauen - auf jeden Fall besser, als sich am nächsten Kiosk ne Flasche Wodka von dem Geld zu kaufen.
Und abschließend noch an alle Männer, die von Ihren Freundinnen/Frauen entweder "gezwungen" werden, oder "aus Liebe und Verständnis" mit in diesen Film gehen: LASST ES! Eure Liebe soll sich einen netten Mädelsabend im Kino machen - und ihr geht entweder in den nebenan laufenden Actionfilm oder macht es euch mit einer DVD daheim gemütlich. Wenn Schatzi dann nach Hause kommt, hat sie sich wahrscheinlich ganz gut amüsiert und es wird keinen Zoff geben, weil Du während der Vorstellung schnarchend neben ihr gesessen hast.
Ja, ich bin ein Mann, mittleren Alters, verheiratet, ........mir hat der Film gut gefallen und ich werde mir auch die DVD holen. Marketingkonzept voll aufgegangen - ich gebe Geld aus um mich unterhalten zu lassen.
Zum Glück hat jeder eine andere Meinung darüber, wie er sich unterhalten lassen will... dies ist meine ;O)
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196 von 242 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Wolf ist aus dem Sack...Zwei Stunden Liebeskummer, 26. November 2009
Rezension bezieht sich auf: New Moon - Biss zur Mittagsstunde (2 Disc Fan Edition inkl. Bonusmaterial) (DVD)
Seien wir ehrlich: Wer sich einen Film der Biss- Reihe anschaut, sollte keine tiefgründigen Dialoge oder Bahnbrechenden Actionszenen erwarten.
New Moon ist ein Liebesfilm für Teenager, mit leichten Fantasyelementen.
Der Erfolg bestätigt seine "all age"- Fähigkeit und lässt Kritiker verzweifeln. Natürlich gibt es bedeutungsvollere Filme, Produkte, die nicht so durchschaubar sind. Aber sollte ein Film sich seines Erfolges wegen rechtfertigen?
Nein, denn in seiner Funktion als Teenieromanze erfüllt er seinen Zweck.
In einer der ersten Einstellungen sieht man Bella im Bett liegen. Eine Ausgabe von Romeo und Julia liegt neben ihr. Ein gutes Bild, denn es drückt aus, was die Biss- Reihe von anderen Filmen unterscheidet. Die Liebe zwischen Teenagern wird hier ernst genommen und atmet den Geist alt-ehrwürdiger Liebesdramen. Die Figuren hauchen sich Dialoge entgegen, als ging es um Liebe oder Tod. Vielleicht ist es das, was so viele begeistert. Aber ebensoviele verschreckt.
Der zweite Teil der Reihe hebt sich stilistisch vom ersten Film ab. Er wirkt etwas konventioneller. Dabei hält er sich eng an die Vorlage.
Chris Weitz macht viele Dinge gut, aber auch manche nicht.
Kritikpunkt Tempo:
Der Film beginnt gut. Er lässt Bella und Edward Zeit ihre Liebe zu zeigen. Zeit die der erste Film den beiden nie gegeben hat. Nachdem Edward Bella verlässt, zieht der Regisseur richtigerweise das Tempo an. Langatmige Trauer und die vielen belanglosen Dialoge aus dem Buch zwischen Jakob und Bella bleiben weg.
Dann aber verzettelt sich der Regisseur. Zunächst wird es etwas langatmig, dann wiederum wird Volterra zu schnell abgehakt und Weitz begeht einen dramaturgischen Fehler, in dem er die aktuelle Spannungslinie unterbricht und Edward Bella gestehen darf, dass er sie belogen hat. Vollkommen deplaziert und dramaturgisch falsch. Über das seltsam geschnittene und überhastete Ende des Filmes legen wir dann lieber den Mantel des Schweigens. Das Ende selbst zieht den Film auf ein Groschenheftniveau, das er nicht verdient.
Anders (oder mehr noch) als im Buch beginnt man Jakob Edward vorzuziehen. Am Ende wirken Edward und Bella eher unsympathisch durch ihr Verhalten.
Es tut dem Film nicht gut, dass Edward die ganze Zeit spricht, als liege er in den letzten Zügen. Mag an der Synchronisation liegen.
Sehr gelungen ist die Besetzung von Aro. Mit ihm hat die Reihe endlich einen Vampir, der ansatzweise unheimlich sein kann.
Charlie Burke ist mal wieder der heimliche Held des Filmes.
Die Animationen sind unauffällig, d.h. sie sind gelungen.
New Moon bietet über zwei Stunden braven, unanstößigen Herzschmerz für alle, die sich nicht zu schade sind, sich drauf einzulassen und die gerne mal über ein paar unfreiwillig peinliche Momente hinweg schauen können.
Dann wird der Film gut unterhalten und emotional berühren. Und nichts anderes will er.
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