Meine Güte, ich weiß noch, wie ich mich, als die erste Mo Horizons rauskam, angestrengt habe, sie so vielen Menschen wie möglich näher zu bringen. Plattenkritiken geschrieben, die Tracks in meinen DJ-Sets rauf und runter gespielt. Dann das zweite Album, der Song Foto Viva war inzwischen ein heimlicher Hit, den zwar jeder kennt, von dem aber keiner wusste, von wem er ist. Das gleiche Spiel also wieder, und das Ergebnis fiel nicht wesentlich anders aus. Wer jetzt meint, dass ich aufgebe, hat sich getäuscht. Inzwischen ist nämlich Album Nummer drei veröffentlicht. Es heißt And The New Bohemian Freedom und steht den ersten beiden qualitativ in nichts nach, auch wenn sie sich ab und zu doch etwas selbst kopieren. Markantester Unterschied zu den Vorgänger Alben ist eine stilistische Homogenität, die bisher so nicht vorhanden war. Deswegen klingt New Bohemian auch zum ersten Mal durchgehend wie das Werk einer Band. Ihren Focus haben die beiden Laptop-Artisten endgültig auf Afro- und Latinrhythmen scharf gestellt, genau jene Richtung also, die sie schon immer am allerbesten auf der Pfanne hatten. Anhören - jetzt! Heute ist nicht alle Tage, ich nerv wieder, keine Frage.