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Hundertprozentig glaubwürdig will die Aussage des hochgradig exzentrischen Managers der Band Malcolm McLaren trotzdem nicht erscheinen, dass die ganze Sache eigentlich nur ein anarchischer Spaß war. Auch will man Sänger Johnny Rotten (eigentlich John Lydon) nicht ganz abnehmen, dass er den ganzen Rummel um die Band nicht so richtig wahrgenommen haben will oder dass er beim Erscheinen seines höchst provokanten "God Save The Queen" ("God save the queen/her fascist regime") nicht darüber im Klaren gewesen sein soll, dass die Queen gerade ihr Kronjubiläum feierte. Unfair ist auch die Tatsache, dass Sid Vicious, der Glen Matlock am Bass ersetzte, praktisch zur unbedeutenden Nebenfigur degradiert wird, zumal er sich nicht wehren kann -- er starb 1979 an einer Überdosis Heroin.
Den Machern der ausgezeichneten Dokumentation kann man diese Schieflage jedoch nicht anlasten, eher schon dem verschleierten Blick der Befragten auf ihre Vergangenheit. Zusammen mit den historischen Filmaufnahmen ergibt sich dennoch ein hervorragender Einblick in die Hintergründe dieser Band, die Rock-'n'-Roll-Geschichte schrieb, obwohl sie kurz nach dem Erscheinen dieses Albums schon wieder auseinander brach. Heutzutage gibt es durchaus provokantere Bands als die Sex Pistols. Deren furiose Wirkung lässt sich daher nur verstehen, wenn man sich ihre Zeit vor Augen führt. Und dies gelingt hier sehr gut, denn die Erzählweise des Dokumentarfilms schafft es, trotz der höchst subjektiven Aussagen der Einzelnen, ein neutrales Bild zu präsentieren.
So sollte es auch jedem Zuschauer anschließend klar sein, dass es vollkommen belanglos ist, ob die Band-Mitglieder ihre Instrumente beherrschten oder nicht (was sie mit einer Ausnahme auch taten, trotzdem half Chris Spedding kräftig nach). Was zählt, ist die Tatsache, dass die Sex Pistols der in den 70er-Jahren etwas behäbig gewordenen Rock-Musikszene einen gewaltigen Tritt in den Hintern verpassten und den rebellischen Geist des Rock 'n' Rolls zurück in die Charts brachten -- wenn auch nur für kurze Zeit, wie die Musik der folgenden 80er-Jahre zeigen sollte. Ihr Einfluss auf die gesamte alternative Musikszene ist jedoch bis heute spürbar. --Albrecht Volk
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Kleiner Wehmutstropfen, die Video Sequenzen könnten länger sein, und über Sid hätte man sicher noch etwas mehr zeigen bzw. sagen können.
Trotzdem mega Kultig!!
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