Also ich muss bzw. kann mich eigentlich nur in den Club der Laudatoren hier anschließen, die die Platte gelobt haben. Im Prinzip kann man auch hier die Kritik zu der Platte angenehm kurz halten und sagen: Wer auf True Metal ohne „Klischees und Gedöns" steht, kann bei dieser Cd blind zugreifen.
Ein paar Erläuterungen. Wie auch bei seiner Band Firewind hat Gus G. mit seinem letzten Werk den Metal Fans schon ein ganz schönes Brett vor die Nase gezimmert. Wo wir aber auch grade schon dabei sind muss ich auch schon einen kleinen Minus Punkt erläutern. Die Gitarren nämlich und damit folglich auch der ganze Sound klingen doch sehr ähnlich. Ich meine irgendwo ist es schon klar, dass es eigentlich so klingen muss, aber trotzdem da fehlt mir wieder etwas die mangelnde Eigenständigkeit.
Wo wir grade schon beim „Meckern" sind. Der nächste Punkt der mich auch leicht stört ist die Tatsache, dass „Mysitc Prophecy" manchmal doch sehr nach „Primal Fear" oder auch etwas nach Messiah's Kiss klingt. Gut, aber welche „neue" Band klingt nicht irgendwie wie die „alten". Was völlig neues gibt es eh nicht. Wobei man aber der Truppe auch zugute halten muss, das mir der Sänger mit seiner rauen Stimme, besser gefällt als Ralf Scheepers von Primal Fear. Einfach deshalb, weil mir das teil hohe Geträller von Scheepers manchmal richtig auf den Zeiger geht. Man könnte überspitzt auch sagen: „Mystic Prophecy" sind „Primal Fear" nur mit besserem Sänger.
Jetzt aber endlich, nach dem ganzen gemaule, zur Cd. Die ist wie oben schon erwähnt eine Mischung aus „Primal Fear", „Firewind" oder auch „Priest". Und welcher Metaller kann da schon nein sagen. Es gibt viele Fette & geile Riffs, ein druckvolles Doubelbass und einen fast perfekten Gesang dafür. Und so ist die Platte auch alles im allem eine runde Sache. Für True Metal Fans sogar eigentlich schon ein Muss, denn wie gesagt, Schnörkel machen die Jungs keine. Darum gibt es auch keine Keyboards und auch keinen Synthesizer.
Fazit: Wer auf den klassischen Metal steht, wird bei dieser Platte bestens bedient. Sieht man mal von den paar kleinen oben auch erwähnten Macken ab, bekommt man für sein Geld eine wirklich sehr gute Metalscheibe geboten, die locker auch den „alten Bands" das Wasser reichen kann!