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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungener Auftakt,
Rezension bezieht sich auf: Nevare Band 1. Die Schamanenbrücke (Gebundene Ausgabe)
Für mich ist das Buch ein gelungener Auftakt einer Trilogie. Wer die "Chroniken vom Weitseher" kennt, der kann in etwa erahnen, dass dem "Helden" ein langer Weg bevorsteht. Die vorliegende Geschichte handelt vom Werdegang eines heranwachsenden Jungen, dessen Lebensweg durch gesellschaftliche Konventionen vordefiniert ist. Schwerpunkt des Buches ist das erste Ausbildungsjahr an einer Militärakademie (Kavallerieakademie). Durch seine Erziehung militärisch und körperlich gut vorbereitet wird der Protagonist völlig unbedarft mit den politischen Machtverhältnissen konfrontiert und stellt schnell fest, dass die von seinem Vater hochgehaltenen Ideale nicht mit der Wirklichkeit konform gehen (Wenngleich sich gerade dieses Thema nach einiger Zeit etwas abgreift).Der Protagonist ist ein Produkt seiner Welt, gefangen durch gesellschaftliche Zwänge und in seiner Handlungsfreiheit durch seine Erziehung gefesselt. Als Mitläufer versucht er den Anforderungen gerecht zu werden, die vermeintlich an ihn gestellt werden. Dabei agiert er genau so feige oder überheblich wie es jeder Mensch in einer Gruppe gleichgesinnter machen würde. Von Versagensängsten getrieben entsprechen seine Handlungen hauptsächlich den Mustern, die seiner Interpretation der gesellschaftlichen Erwartung gleichkommen. Falsch verstandene Kameradschaft hindern den Protagonisten immer wieder daran, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ehrgefühl kollidiert mit Pflichtgefühl, Gerechtigkeitssinn kollidiert mit Aufrichtigkeit. Beschrieben wird alles andere als ein Held - nichts desto trotz sind die Handlungen nachvollziehbar. Insgesamt ist das Buch eine bunt gezeichnete Studie eines jungen Menschen, der - durch die Gesellschaft geformt - genau so reagiert, wie eben unter den Rahmenbedingungen erwartet werden kann. Die Autorin hat eine Welt geschaffen, in welcher der Leser sich nicht fremd fühlt. Eine schön beschriebene und durchdachte Gesellschaftsform besticht und lässt genügend Raum für Spekulationen. Das Besondere an der gezeichneten Gesellschaft ist die vom Klerus vorgegebene Erbfolge und die damit einhergehende Berufswahl. Fazit: Wer den Ritter ohne Fehl und Tadel sucht ist falsch beraten. Wer die Entwicklung eines jungen Mannes verfolgen möchte - mit allen seinen Unzulänglichkeiten - , der hat hier ein Buch gefunden, das den Erwartungen entspricht. Ich empfand dieses Buch als kurzweilig, gut geschrieben und durchaus ansprechend. Den Kauf habe ich nicht bereut und freue mich schon auf die folgenden Bände. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Außergewöhnliche Fantasy,
Rezension bezieht sich auf: Nevare Band 1. Die Schamanenbrücke (Gebundene Ausgabe)
Da wirkt das Buch erst mal wie ein ziemlich konventioneller Ausbildungsroman, aber dann kommt ja noch - typisch Robin Hobb - eine ganz besondere und ziemlich mysteriöse Magie hinzu, und schon sind wir in den sehr fantastischen Welten der Frau, die ursprünglich als Megan Lindholm bekannt war. Dennoch bleibt dieser erste Nevare-Roman relativ lange ein bisschen träge, kommt erst nach gut 250 Seiten richtig in Fahrt - aber dann eben auch wirklich richtig. Auf der einen Seite geht es um Intrigen, um eine rigide Standesgesellschaft, um Politik, andererseits um einen magischen Angriff durch ein fremdes Volk, das sich eigentlich ja auch nur wehrt. Und dann natürlich auch noch um das Erwachsenwerden von Nevare, der so behütet aufgewachsen ist, dass man mit ihm die Welt entdeckt, speziell, als er aus der Provinz ins ganz andere Alt-Thares kommt. Neben Nevare gibt es noch einige weitere spannende Charaktere - seine impulsive und übersinnlich begabte Base Epiny, sein Freund Spink, der aus gänzlich verarmter Familie kommt, Kamerad Gord, der ziemlich voluminös und körperlich den Anstrengungen der Kadettenausbildung kaum gewachsen ist, dafür aber intellektuell jedem überlegen. Alle Charaktere sind hier und da widersprüchlich, haben sehr viel Tiefe.Im Vergleich mit der Weitseher-Saga wirkt zumindest dieser erste Nevare-Roman regelrecht linear, im Vergleich zur üblichen Fantasy gibt es hier wiederum Wendungen und Überraschungen, die man wahrlich nicht erwarten kann. Da werden Klischees gebrochen, der Held darf Sachen richtig und falsch machen Robin Hobb schreibt außergewöhnliche Fantasy, Fantasy, die man lesen muss. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Robin Hobb mal ganz anders,
Von Ranunkel (Franken) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nevare Band 1. Die Schamanenbrücke (Gebundene Ausgabe)
Nun, nachdem ich alle Bände des Nevare-Zyklus gelesen habe, wage ich mich an die Rezensionen. Ich wollte erst einmal wissen, wohin es Nevare treibt, bevor ich mir ein Urteil erlaube.Robin Hobb gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Ich habe alles von ihr gelesen, auch als sie unter dem Namen Megan Lindholm veröffentlichte. Und wenn ich es genau betrachte, hat sie in jedem ihrer Zyklen ein neues Thema für sich gefunden, das von anderen Autoren nicht, oder nicht so behandelt wurde. So ist es auch mit Nevare. Er ist der treue Sohn seines Vaters, als zweiter Sohn für die Soldatenkarriere vorgesehen. Bis, ja bis er mit der Magie in Berührung kommt. Die Magie schleicht sich in sein Leben und ergreift mal mehr, mal weniger von ihm Besitz. Der Leser wird Zeuge einer Entwicklung, die er manchmal überhaupt nicht versteht. Nevares Verhalten ist oft nicht nachvollziehbar und hat mich mehr als einmal erbost. Aber genau das ist Robin Hobbs Stärke. Sie versteht es wie keine andere, ihre Charaktere zu etwas Außergewöhnlichem zu machen. In Band 1 ist Nevare Burvelle alles andere als eine sympathische Erscheinung. Ich mag ihn nicht besonders, dennoch fasziniert mich die Welt, in der er lebt. Auch die anderen Protagonisten in dieser stark hierarchisch geordneten Gesellschaft sind gut beschrieben. Ich schließe mich den meisten anderen Rezensenten an: Es passiert nicht gerade viel im ersten Band. Aber das, was geschieht, wird mit einer Eindringlichkeit geschildert, dass ich manchmal Gänsehaut bekam. Fünf Sterne für eine grandiose schriftstellerische Leistung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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