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Neustart im Kopf: Wie sich unser Gehirn selbst repariert Gebundene Ausgabe – 13. Februar 2014


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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Norman Doidge, M.D., forscht als Psychiater und Psychoanalytiker am Columbia University Center for Psychoanalytic Training and Research in New York und an der University of Toronto. Seine Veröffentlichungen als Autor und Essayist sind mehrfach ausgezeichnet worden.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort zur Neuauflage

Das Vorwort zur Neuauflage eines Buches gibt dem Autor die Gelegenheit auf Entwicklungen seit der Erstveröffentlichung einzugehen: Wurde das Buch entsprechend den Absichten des Autors von der Leserschaft gut angenommen, stehen Selbstkorrekturen an, und wie sind die darin ausgedrückten Gedanken weiterzuentwickeln?

Nun, da seit Erscheinen der Originalausgabe von Neustart im Kopf sieben Jahre vergangen sind, ist der zentrale Begriff des Buches "Neuroplastizität" vielerorts geläufig geworden. Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur und Funktion in Reaktion auf geistige Erfahrungen zu verändern.

Mir ging es zunächst darum, neue Wege zu finden, um Menschen mit neurologischen und psychiatrischen Leiden zu helfen. Zu diesem Zweck sammelte ich Beispiele klinischer Neuroplastizität: Heilungen oder ungewöhnliche Besserungen in Situationen, die hoffnungslos erschienen. Vom Standpunkt der Wissenschaftsgeschichte aus betrachtet, handelte es sich bei diesen Beispielen um Anomalien, denn sie schienen dem konventionellen Paradigma zu widersprechen, wonach die "Schaltkreise" des Gehirns in der Kindheit gebildet und festgelegt würden. Nicht lange aber, nachdem ich mit dem Sammeln solcher Anomalien begann, erkannte ich, dass das allgemeine Verständnis des Gehirns im Kern unrichtig war. Das Gehirn ist nicht nur in der Lage, sich neu zu "verdrahten", dies ist sogar seine normale Funktionsweise. So erlebte ich, was Wissenschaftshistoriker als "Krise" eines Paradigmas bezeichnen. Schließlich kam ich an einen Punkt, an dem ich genügend Beispiele grundlegender neuroplastischer Verwandlungen angehäuft hatte, um daraus zu schließen, dass im Lichte dieser Entdeckungen mit dem alten Paradigma ganz zu brechen sei. Ich kam zum Schluss, dass dieses neue Paradigma die wichtigste Veränderung unseres Verständnisses des Gehirns seit gut vierhundert Jahren bedeutete, führte es doch zur Preisgabe des seit Descartes vorherrschenden Bildes vom Gehirn als Maschine.

Freilich verspürte auch die Mehrzahl derjenigen Wissenschaftler und Ärzte, die ich als "Neuroplastiker" bezeichne, diese Krise. Ihre hochkomplexe, ins Detail gehende Arbeit war derart umstritten, und fand sozusagen außerhalb der regulären Arbeitszeit statt, dass sie sich anfangs oft scheuten, zur Erklärung ihrer Ergebnisse das Wort "Neuroplastizität" zu verwenden, weil es weithin als Hirngespinst galt. Infolgedessen fand ihre Arbeit am Thema oft in relativer Abgeschiedenheit statt, im jeweils eigenen geistigen Silo, ohne die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zu meinem Glück hatte ich die Möglichkeit, gleichsam über diesen voneinander getrennten neuroplastischen Silos zu schweben, zwischen ihnen hin- und herzuspringen, Verbindungen zwischen den dort entwickelten Projekten herzustellen und somit auch weitere Folgerungen daraus zu ziehen. Darunter waren auch Erkenntnisse, zu welchen den Neuroplastikern selbst, die alle Hände voll mit ihren neuen Techniken zu tun hatten, schlicht die Zeit fehlte. Das vorliegende Buch zeigt diese Erkenntnisse, die für die medizinische Praxis ebenso wie für unser Verständnis von Liebe, Beziehungen, Sexualität, Bildung und, wie ich im Anhang zeige, der Kultur von großer Bedeutung ist. Die Neurowissenschaft hat viele Einzelstudien hervorgebracht sowie eine Flut ernst zu nehmender wissenschaftlicher Erkenntnisse. Was allerdings oftmals fehlt, sind Denker, die in der Lage sind, sich diese Erkenntnis anzueignen, sie zu ordnen und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Zu diesem Unterfangen wollte ich mit dem vorliegenden Buch zumindest einen Anfang machen, mit Blick auf die Veränderbarkeit des Gehirns.

Manche Leser erwarten geradezu, dass ein wissenschaftliches Buch nahezu undurchdringbar sein müsse, und auf jeden Fall mit mathematischen Formeln durchsetzt. Woraus es auf jeden Fall nicht bestehen sollte, sind Geschichten. Tatsächlich kamen einige Leser (fast immer handelte es sich bei Ihnen um Journalisten) zu dem Fehlschluss, dass dieses Buch, handelt es doch einerseits von einem naturwissenschaftlichen Thema und ist es andererseits für verständlich befunden worden, wohl der Kategorie "populäre Naturwissenschaft" und damit dem Journalismus zuzuordnen sei, eine Vereinfachung zur Unterhaltung des Laienpublikums. Tatsächlich aber lag es in meiner Absicht, Wissenschaftler und Ärzte ebenso wie eine breitere Leserschaft anzusprechen. Wenn dieses Buch für sich Verständlichkeit beanspruchen darf, dann liegt das an der Eigenart des Genres, dem es in Wahrheit angehört.

Wenn eine Wissenschaft sich einmal etabliert hat, dann schreiben die darin arbeitenden Wissenschaftler für gewöhnlich keine Bücher, sondern Artikel. Diese Fachartikel schreiben sie an- und füreinander, oft in Begriffen und in einem Duktus, die nur Eingeweihten verständlich sind. Sie tun dies, weil sich dadurch erübrigt, im Rahmen eines fortgeschrittenen Paradigmas jeden Begriff, jede Gleichung und jedes Verfahren aufs Neue erklären zu müssen. Das bleibt den Lehrbüchern vorbehalten.

Doch wie der große Wissenschaftshistoriker Thomas Kuhn feststellte, ist der kurze Zeitraum zwischen dem Zusammenbruch eines alten Paradigmas und der Festigung eines neuen oftmals der richtige für ein Buch - und obendrein ein verständliches. Da das alte Paradigma nicht mehr gilt, ist auch der Autor dieses Buches nicht mehr an dessen esoterischen Sprachgebrauch oder Jargon gebunden. Es ist vielmehr seine Aufgabe, den umfassenden Problemzusammenhang und die Ansätze zu einem neuen Paradigma in allgemein verständlicher Sprache für alle potenziellen Interessenten zu schildern. Anders als der in einem hergebrachten Paradigma arbeitenden Wissenschaftler obliegt es ihm, seine neuen Begriffe zu definieren. Selbst wenn solche Bücher es zu einer gewissen Popularität bringen, so sind sie doch nicht als "populäre Naturwissenschaft" einzustufen, worunter ich die vereinfachte Beschreibung einer eingeführten Disziplin verstehe.

Dass ich beschloss, dieses Buch in Form von Geschichten zu schreiben, sollte dem Leser ermöglichen, das zu sehen, was ich auch sah. Meine ganze Erfahrung, im Leben wie bei der Erforschung des Gehirns, führt mich zu dem Schluss, dass die meisten Menschen durch Geschichten, in denen sie zu Zeugen des Geschehens werden, viel besser lernen als durch abstrahierende Darstellungen. Ich wollte meinen Lesern zutrauen, mit einem Minimum an Hilfestellung die einzelnen Punkte zu verknüpfen, die Verbindungslinien zwischen den Geschichten zu ziehen und zu erkennen, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Damit sollte begreiflich gemacht werden, dass das Buch ein neues Paradigma zum Verständnis des Gehirns schildert.

Ist aus diesem Paradigma aber nun eine neue Disziplin "Neuroplastizität" hervorgegangen, mit ihren eigenen Fachzeitschriften, Fakultäten und Studiengängen? Manchmal, in Augenblicken der Schwäche, wünsche ich mir das, und im Grunde hätte ich nichts dagegen. Insgesamt aber glaube ich, dass die Idee eines plastischen Gehirns zu umfassend ist, um als Unterkategorie behandelt zu werden. Das hängt mit meinem Verständnis der Neurowissenschaft zusammen, und mit der Rolle, die Neuroplastizität darin zu spielen hat. In der Öffentlichkeit findet man heute oftmals die Vorstellung, es handele sich bei der Neurowissenschaft um einen eigenständigen Forschungsbereich, dessen Institute fertige Neurowissenschaftler hervorbringen (und davon gibt es immerhin einige, seitdem der Begriff "sexy" geworden ist). Tatsächlich aber ist "die" Neurowissenschaft weniger ein eigenständiger Forschungsbereich als ein Ansatz zur Lösung von Fragen, die von einer Vielzahl unterschiedlicher Bereiche aufgeworfen werden. Die bedeutendsten Neurowissenschaftler kommen aus verschiedenen Disziplinen. Eric Kandel, der als erster einen Nobelpreis für neuroplastische Forschung erhielt, war ursprünglich Psychiater, der sich später Kenntnisse in Neurobiologie und Molekularbiologie erwarb....


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mux TOP 500 REZENSENT am 11. April 2014
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ich hab mir die zweite Auflage bestellt, da ich die erste Auflage nur geliehen hatte, das Buch aber einfach super ist. Man lernt das Wunder, das man da zwischen seinen Ohren trägt etwas besser kennen und staunt nur, zu welchen Erkenntnissen man inzwischen gekommen ist. Obwohl es ein vielbeachtetes Fachbuch ist und nicht (alleine) zur Unterhaltung geschrieben wurde, ist es sehr schön zu lesen, verständlich und unterhaltsam.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Management-Journal am 26. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Psychiater und Psychoanalytiker Norman Doidge hat mit "Neustart im Kopf" ein vielbeachtetes Buch über die recht junge Forschungsrichtung der Neuroplastizität geschrieben. Ein Grundlagenbuch über die "Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur und Funktion in Reaktion auf geistige Erfahrungen zu verändern." Doidge verzichtet dabei weitgehend auf neurologische Fachtermini und medizinische Vorkenntnisse. Es geht ihm um eine populärwissenschaftliche Abhandlung neuer, teils spektakulärer Forschungsergebnisse, die Therapeuten und Ärzte ganz sicher mit Begeisterung lesen, aber auch an psychologischen Themen interessierte Laien gerichtet ist.

Lernen und Umlernen

Anhand von Fallstudien erklärt der Autor, dass sich im Laufe des menschlichen Lebens "die Zahl der Synapsenverbindungen mit anderen Gehirnzellen vermehren", und vor allem "Lernprozesse zu einer neuroplastischen Stärkung der Synapsenverbindungen führen." Umgekehrt leistet das menschliche Hirn auch Schwerstarbeit, wenn Menschen Gewohnheiten ablegen und Handlungsmuster regelrecht verlernen. Der Autor gibt dafür zahlreiche Belege. Jedes Kapitel leitet er mit einem Fallbeispiel aus der psychotherapeutischen Praxis ein. Spannenden Reports von Schlaganfallpatienten, die weitaus bessere Genesungsergebnisse erzielen als die traditionelle Medizin ihnen gewöhnlich zutrauen würde. Auch Zwänge, Sucht, sexuelle Anomalien kommen zur Sprache - ihre Ursachen und neue Behandlungsmethoden, die auf die enormen, plastischen Kräfte des Gehirns setzen.

Management-Journal - Fazit: "Neustart im Kopf" ist ein spannender Rundgang durch die aktuelle neuro-psychologische Forschung. Pflichtlektüre für Psychologen und Ärzte und allemal auch aufwühlend und aufschlussreich für Nicht-Fachleute.

Oliver Ibelshäuser, Management-Journal
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von drcnussbaumer am 30. November 2014
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Norman Doidge hat mir an vielen Beispielen neue Einsichten und Erklärungen zur Funktionsweise unseres Gehirns geliefert. Einige Beispiele sind in der Tat aufgrund des Umfanges etwas ermüdend. Andererseits zeigen diese vielen Beispiele in einprägsamer Weise warum die Menschen so sind wie sie sind. Man erwischt sich selber dabei, bestimmte Themen von einer ganz bestimmten Seite zu betrachten und versteht nicht, warum ein anderer Mensch ganz andere Ansichten hat. Diese Menschen haben eben völlig andere Erfahrungen und bewegen sich in Welten, die uns fremd sind. Dieses Buch macht Hoffnung und schürt Bedenken zugleich. Durch die Plastizität unseres Gehirn sind wir auch massiv den Medien ausgesetzt, deren Einfluss auf unser Denken nicht zu unterschätzen ist.
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