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Neuromancer. Roman Taschenbuch – 1. Januar 1994


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 366 Seiten
  • Verlag: Heyne (1. Januar 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453056655
  • ISBN-13: 978-3453056657
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,6 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 215.432 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT on 31. Dezember 2004
Format: Taschenbuch
Es herrscht Endzeit-Stimmung. Etwa im Jahr 2020 ist der Großteil der Bevölkerung verarmt, schlägt sich mit Kleinkriminalität durch. Massiver Drogenkonsum ist Alltag. Doch die Technik ist voran geschritten: Virtuelle Realitäten, Drogen-Halluzinationen, Hologramme, Viren und Dämonen vermischen sich zu einer verwirrenden Welt, der Cyberwelt. Hacker wie Case sind die Stars der Stunde, sie surfen um die Welt, knacken jeden Code, und sie haben ihr Gehirn bereits direkt mit ihrem Computer verbunden. Als Case seinen Arbeitgeber betrügt, wird er per Toxid-Cocktail ausgeschaltet. Mühsam arbeitet er sich in der kaputten Unterwelt wieder hoch, um schließlich ein großes Ding zu drehen.

"Neuromancer" aus dem Jahr 1984 entstand in der Stimmung der erwachenden Internet-Euphorie. Die Stimmung ist durchgehend düster, das Leben ziellos. Man ist vernetzt, doch jeder schluckt sich high und kämpft für sich allein um das nackte Überleben - der Cyberpunk. Dieses Chaos zeigt sich auch im Schreibstil und den einsilbigen Dialogen, die mir ehrlich gesagt nicht so zugesagt haben - aber das ist sicher Geschmackssache.

Gibson hat mit seiner (Anti-)Utopie 1984 Maßstäbe gesetzt und viele Preise gewonnen. Die Entwicklung der IT hat er etwas unterschätzt (es blüht ein Schwarzmarkt-Handel mit heißen 3-MB-RAMs), andererseits hinkt die Forschung bei der Medizin und Gentechnik noch hinterher, etwa die Organtransplantation mal so eben am Nachmittag oder die Computer-Hirn-Koppelung. Lassen wir uns überraschen. Es ist keine schöne Welt, die Gibson beschreibt, aber wir sind auf dem Weg dorthin.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rote Socke on 25. Oktober 2007
Format: Taschenbuch
Gute Romane sollten etwas zu sagen haben. Sie sollten Haltung zeigen. Wenn sie das direkt tun, ist das auch okay, es gibt schließlich nicht unbedingt zu viele Heldensagen, die das System an sich in Frage stellen. Wenn sie ihre Kritik am Bestehenden allerdings indirekt ausdrücken, ist es umso besser. Großartig kann das politische, parabelhafte Science-Fiction. Wir alle kennen "1986", "Schöne neue Welt" und "Fahrenheit 451" als Beispiele. "Neuromancer" sollte auch endlich diesen Klassiker-Status bekommen. Warum?

Der Roman versetzt uns in eine Zukunft, die einerseits urban und hypertechnisiert, andererseits aber ein Rückfall in die Barbarei ist. Regierungen gibt es nicht mehr, es gilt nur das Recht des Stärkeren auf allen Ebenen. Das große Geschehen bestimmen ein paar wenige Weltkonzerne, die alles in der Hand haben. Auf der Mikroebene kämpfen Cybersöldner und Tagediebe in verregneten Straßenschluchten und Hochhaushinterzimmern um ihr Überleben. Sie sind einerseits in der Wirklichkeit und andererseits in der "Matrix", dem plastisch gewordenen Internet, in das man sich direkt mit dem Gehirn einloggt und die Datenwege und Knoten sozusagen in grafischer Form sieht. Nähert man sich dem Server einer Großbank, schwebt man etwa auf ein großes Dreieck zu.

Diese Welt ist kalt, ungemütlich, verwirrend. Das Buch ist nicht einfach geschrieben und der Plot selbst hat zwar ein überraschendes Ende und eine solide Struktur, aber er ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass Gibson eine Welt zeigt, die gar keine echte Utopie ist, sondern nur das Ende der heutigen roten Fäden, wenn man sie konsequent zu Ende spinnt und es mit Privatisierung, Konzernherrschaft und Technisierung der Welt so weiter geht.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Megakrümelmonster12 on 26. September 2002
Format: Taschenbuch
18 Jahre nachdem das Buch geschrieben wurde, wurden nun alle Ideen in diversen Filmen und Spielen "verbraten", und das Genre Cyberpunk ist tot wie ein Flatliner. Trotzdem hat das Buch immer noch Qualitäten- und das ist das gewisse Feeling, das durch die Handlung durchschimmert. Es ist vielleicht die Mischung aus menschlicher Kälte und der Wärme, die ausgerechnet Maschinen geben können - und die Menschen, die ihr Menschsein teilweise an Maschinen abgegeben haben und zu etwas anderem geworden sind. Wer sich Gedanken macht, zu was die Gattung Mensch im 21.ten Jahrhundert wird, der muss Neuromancer gelesen haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde on 19. März 2001
Format: Taschenbuch
Neuromancer ist konzentrierter Cyberpunk. Jedem, der auch nur im geringsten etwas für Science Fiction ála "Blade Runner" übrig hat, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Shadowrunner müssen sowieso zugreifen. Anfangs mag es etwas schwer fallen, sich an den Schreibstil von Gibson zu gewöhnen, aber nach den ersten Paar Seiten ist man vollends in die Geschichte eingetaucht. Rauhe, realistisch scheinende Charaktere und Antihelden schlagen sich in einer endzeitlichen Zukunft durch... Sehr fesselnd!Unbedingt lesen!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde on 28. Mai 2000
Format: Taschenbuch
Dieses buch ist faszinierend und ich bin froh darüber das ich es damals nur durch zufall in meine hände bekam.Bevor ich dieses buch laß,konnte ich mit dem begriff "cyberpunk"nicht sehr viel anstellen,doch "neuromancer" öffnete mir die augen.Ich muß zugeben,dass ich bei den ersten 100seiten des buches eigentlich noch gar nicht wußte,worum es nun eigentlich geht..es war sehr verwirrend und "durcheinander" geschrieben und wenn man nicht aufpasste,laß man 3-4seiten und merkte das man schon längst bei einer völlig anderen handlung angelangt ist.Man liest und liest und kann einfach kein ganzes finden,wie es bei den meißten büchern der fall ist..die chaotische schreibweise fesselt geradezu den leser an das werk.Es ist einer dieser bücher,bei denen man nach der letzten seite tief durchatmet,auf das cover starrt und am liebsten gleich nochmal anfangen möchte zu lesen. Gibson beschreibt schon in den frühen 80'ern die zukunft des globalen datenaustausches und die vereinigung von mensch und maschine. Ich muß sagen das "neuromancer" der mit abstand beste teil der trilogie ist."Biochips" kann sich nicht mit seinem vorgänger messen und "Mona Lisa Overdrive" schon gar nicht.Was in "neuromancer" noch eine einheitliche story ist,wird bei "biochips" und "mona lisa overdrive" in verschiedene kleinabschnitte unterteilt,was mir persöhnlich nicht so gefällt,da man nach einem spannenden abschnitt,noch 3andere storrys lesen muß bevor man wieder dort angekommen ist,wo man aufgehört hat,was manchmal sehr nervend sein kann. Ich finde "neuromancer" einfach genial!Ein muß für alle Science Fiction Fans und alle die es noch werden wollen! "neuromancer" gleicht "pulp fiction" chaotisch, krass,spannend,einfach BEST!
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