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Neurobiologie der Psychotherapie
 
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Neurobiologie der Psychotherapie [Gebundene Ausgabe]

Günter Schiepek
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 522 Seiten
  • Verlag: Schattauer; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3794522397
  • ISBN-13: 978-3794522392
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 16,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.262.091 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was passiert im Gehirn, wenn Psychotherapie wirkt?
- Wie können Umstrukturierungsprozesse des komplexen Systems Gehirn erfasst und dargestellt werden?
Zunehmend richtet sich das wissenschaftliche Interesse auf die neurobiologischen Vorgänge, die menschlichen Lern- und Entwicklungsprozessen zugrunde liegen. Die Persönlichkeitsentwicklung, die Handlungsplanung oder die zwischenmenschliche Kommunikation - also wesentliche Bereiche der "Psyche" - rücken ins Blickfeld. Zugleich ermöglichen die modernen bildgebenden Verfahren, wie MRT, PET oder SPECT, neue Einblicke in das lebende Gehirn.
Die "Neurobiologie der Psychotherapie" vermittelt einen Überblick über den aktuellen Wissensstand und die verfügbaren Methoden. Die Mess- und Forschungsmethodik wird einführend und zugleich innovativ behandelt; die neurobiologischen Grundlagen der Psychotherapie und die wesentlichen psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen Krankheitsbilder werden von führenden Autoren aktuell und umfassend dargestellt.
W esentliche Akzente des Buches liegen auf den Themen
- neuronale Plastizität,
- die Auswirkungen von Emotionen und Stress,
- Psychoneuroimmunologie,
- Veränderung physiologischer Regulationsmuster,
- Identifikation kritischer Übergänge und Instabilitätsphasen in der Psychotherapie.
Dieser Band vermittelt zugleich verständliche Information und die Grundlagen für Innovation und Weiterentwicklung auf einem neuen und zukunftsträchtigen Forschungsfeld. Er liefert damit neue Ansatzpunkte zur Optimierung psychotherapeutischer Vorgehensweisen und fördert ein integratives und interdisziplinäres Verständnis von Psychotherapie, das der Komplexität biopsychosozialer Entwicklungsprozesse des selbstorganisierenden Systems Mensch gerecht wird.

Über den Autor

PD Dr. Günter Schiepek ist Dozent für Psychologische Diagnostik und Klinische Psychologie.Dr. Wolfgang Tschacher ist Dozent im Psychiatrischen Institut der Universität Bern.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Falscher Titel, 2. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Neurobiologie der Psychotherapie (Gebundene Ausgabe)
Mit einer umfassenden "Neurobiologie der Psychotherapie" hat das Buch relativ wenig zu tun. Der rote Faden quer durch die meisten Beiträge ist letztlich die Synergetik-Theorie von Haken. Dies ist sicherlich ein interessanter und spannender Aspekt - aber nur ein winzig kleiner Ausschnitt des vollmundig im Titel gegebenen umfassenden Inhaltsversprechens
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hervorragend ausgestattet, 8. September 2006
Von 
Erich KASTEN (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Neurobiologie der Psychotherapie (Gebundene Ausgabe)
Sigmund Freud war bekanntlich Neurologe und hoffte Zeitlebens, dass die von ihm entwickelte Psychoanalyse irgendwann wieder in der Physiologie aufgehen und in der Gehirnforschung eine solide Basis erhalten könne. Noch 1937 rechtfertigte er seine Theorien mit den Worten: Für das Psychische spielt das Biologische wirklich die Rolle des unterliegenden, gewachsenen Felsens. Es ist fast schade, dass er das von Prof. Günter Schiepek herausgegebene Buch nicht mehr hat lesen können. Der weit über 500 Seiten umfassende Wälzer trägt in einzigartiger Weise die aktuellen Forschungsdaten zusammen, die erklären, warum Psychotherapie wirkt. Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass Lebenserfahrungen unsere Gehirnstrukturen weitaus mehr prägen als dies früher angenommen wurde. Psychische Traumen wie Vernachlässigung, Ablehnung oder sexueller Missbrauch in der Kindheit können dominante Gehirnverknüpfungen erzeugen, die das Denken des Individuums dann über Jahrzehnte beeinflussen und z.B. eine Depression auslösen können. Wenn sich das Gehirn aber durch Umweltereignisse formen lässt, dann muss man durch psychotherapeutische Intervention auch in der Lage sein, diese Strukturen zu verändern, dominante neuronale Netzwerke abzuschwächen und neue Strukturen im Gehirn aufzubauen. Wie geschieht das? Was genau passiert im Gehirn? Spannende und am Puls der Zeit liegende Fragestellungen, denen die Autoren dieses Bandes in 26 Kapiteln detailliert nachgehen.

Günter Schiepek hat als Herausgeber eine Fülle renommierter Wissenschaftler dazu animieren können, einen Beitrag für dieses Buch zu verfassen. Mitgewirkt haben: C. Basar-Eroglu, H. Becker, A. Bergmann, N. Birbaumer, U. Büll, B. Cotuk, S. Droste, H. Eckert, T. Elbert, H.M. Emrich, R. Erkwoh, C. Eulitz, P. Falkai, G. Flatten, H. Flor, E. Fujiwara, T. Gödecke-Koch, S. Saberstock, H. Haken, H. Hecht, S. Heim, E. Hoff, P. Hoff, G. Hüther, S. Kaiser, A. Keil, Z.J. Kowalik, S. Krieschel, T. Krings, H.J. Kundert, M. Lambertz, P. Langhorst, W. Lutzenberger, H.-J. Markowitsch, W.H.R. Miltner, V. Müller, C. Mundt, W. Paetzold, V. Perlitz, E.R. Petzold, A. Picht, H. Preißl, C. Prüter, B. Rockstroh, G. Roth, E. Rüther, A. Schienle, H. Schmid-Schönbein, U. Schneider, C. Schubert, K. Setani, M. Spitzer, C. Spreckelsen, M.A. Stadler, R. Stark, D. Strüber, T. Trump, R.H. Trippe, D. vaitl, R. Vandenhouten, K. Vogeley, S. Weihrauch, M. Weisbrod und T. Weiß.

173 Abbildungen, die meisten davon farbig und 15 Tabellen geben dem Band Lehrbuchcharakter und machen schon das oberflächliche Herumblätttern in den Seiten geradezu zum Genuss. In den einzelnen Kapiteln werden folgende Themen behandelt. 1. Neurobiologie der Psychotherapie - Ansatzpunkte für das Verständnis und die methodische Erfassung komplexer biopsychischer Veränderungsprozesse; 2. Wie das Gehirn die Seele macht; 3. Neuronale Netzwerke und Psychotherapie; 4. Komplexität und Hirndynamik; 5. Synergetik der Gehirnfunktionen; 6. Grundlagen der funktionellen Magnetresonanztomographie; 7. Biologisches und funktionelles Brainimaging mit der Emissionscomputertomographie (PET, SPECT); 8. Möglichkeiten des Neuroimaging in psychotherapeutischen Ansätzen; 9. Emotionen in der Psychotherapie: Beiträge des Neuroimaging; 10. Das mnestische Blockadesyndrom - hirnphysiologische Korrelate von Angst und Stress; 11. Wie verlernt das Gehirn den Schmerz? Verletzungsbezogene und therapeutisch induzierte neuroplastische Veränderungen des Gehirns bei Schmerz und psychosomatischen Störungen; 12. Die nutzungsabhängige Reorganisation neuronaler Verschaltungsmuster im Verlauf psychotherapeutischer und psychopharmakologischer Behandlungen; 13. Datenbasiertes Real-time-Monitoring als Grundlage einer gezielten Erfassung von Gehirnzuständen im psychotherapeutischen Prozess; 14. Interventionseffekte auf phonologische Verarbeitung und kortikale Organisation bei Kindern mit spezifischer Sprachbeeinträchtigung; 15. Das Paradigma antriebsabhängiger Ordnungsübergänge - eine Verbindung von Tradition und aktueller Forschung in der Physiologie; 16. Transiente Kopplungen von Hirnstammneuronen mit Atmung, Herzkreislaufsystem und EEG: ihre Bedeutung für Ordnungsübergänge in der Psychotherapie; 17. Selbstorganisation kutaner Perfusionsrhythmik bei therapeutisch induzierter psychovegetativer Entspannung; 18. Multistabile Phänomene in der Neurokognitionsforschung; 19. Societies of brain: nichtlineare Ordnungsübergänge in der psychotherapeutischen Interaktion; 20. Angsmotivierte Aufmerksamkeitsanomalie: psychobiologische Grundlagen und neuronale Aspekte ihrer therapeutischen Modifikation; 21. Posttraumatische Belastungsreaktionen aus neurobiologischer und synergetischer Perspektive; 22. Theory of mind und Selbstperspektive - neuronale Korrelate und Veränderungen bei der Schizophrenie; 23. Wahn - eine neurobiologische Bestandsaufnahme; 24. Störungen der exekutiven Kontrolfunktionen bei depresiven Patienten - Implikationen bei Psychotherapie; 25. Biologische Korrelate zur Erklärung von Persönlichkeitsstörungen und 26. Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie: Veränderungen der dynamischen Komplexität von Immunprozessen. Ein 14seitiges Stichwortverzeichnis schließt den Band ab.

Die einzelnen Beiträge, jeweils aus dem Blickwinkel einer anderen Fachdisziplin verfasst, ergänzen sich dabei auf hervorragende Weise, bis sich im Kopf des Lesers, Stück für Stück ein großes Puzzlebild zusammensetzt. Letztlich formt auch die Lektüre eines guten Buches das eigene Gehirn.

"Dieses Buch", so schrieb Klaus Grawe in seinem Geleitwort sehr treffend, "ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Verständnis zwischen Neurobiologie und Psychotherapie." Ein Satz, dem eigentlich nicht viel hinzuzufügen ist, denn dieses Buch ist wirklich herausragend.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gute Aufsatzsammlung zum Thema, 24. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Neurobiologie der Psychotherapie (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte es schwer das Buch wieder aus der Hand zu legen. Hätte es am liebsten in einem Zug durchgelesen. Hochinteressantes Thema und topaktuell (immer noch).
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