Spätestens zum ZNS-Testat des Präp-Kurses - hier an der Uni Frankfurt - wird der Trepel zum uneingeschränkten Lehrbuch der Wahl. Die Nachfrage nach dem Buch im WinterSemester 98/99, wo auch ich meinen Präp-Kurs absolviert habe, war schon nach kurzer Zeit so groß, daß es bald in ganz Frankfurt keine Buchhandlung mehr gab, in der man ihn hätte erwerben können. Teilweise existierte ein richtiger Schwarzmarkt für dieses Buch. Ich für meinen Teil habe das Problem damit gelöst, daß ich nach Gießen gefahren bin, um ihn mir dort zu kaufen... Und, hat sich der ganze Wirbel um das Buch gelohnt? Voll und ganz! Der Trepel ist eins der wenigen LehrBücher der Vorklinik, die sich "angenehm" lesen lassen. Das Buch ist gut aufgebaut und klar gegliedert. Alle Begriffe werden verständlich erläutert. Die reiche Bebilderung, Positionierung und Bildbeschreibung finde ich ebenfalls sehr gelungen. Am meisten hat mir allerdings gefallen, daß der Leser nicht aus Platzgründen in nahezu jedem Satz mit neuen anatomischen Strukturen und Details konfrontiert wird, wie es leider bei vielen anderen Lehrbüchern der Fall ist. Häufig greift der Autor bereits behandelte Sachverhalte wieder auf und bindet sie in das neue Thema mit ein. So gibt er dem Lernenden Gelegenheit die dargestellte Information zu verarbeiten und im Gedächtnis zu verankern. In diesem Sinne sind auch die Zusammenfassungen am Ende eines jeden Themas zu erwähnen, die einem bei der Wiederholung des bereits Gelernten sehr hilfreich sind. Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß der Autor ein eigenes Kapitel mit Fallbeispielen und Wiederholungsfragen eingefügt hat, das dem Lernenden einerseits Gelegenheit gibt seinem Wissen den letzten Schliff zu geben und andererseits interessante Einblicke in das Feld der klinischen Medizin gewährt.
Fazit: ein hervorragendes Lehrbuch der Neuroanatomie! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)