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Produktinformation
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Spätestens seit ihren Romanen Beim Leben meiner Schwester und Die Wahrheit meines Vaters gehört die 40-jährige US-amerikanische Autorin Jodi Picoult zu den ganz großen Stimmen einer literarisch gehobenen, aktuellen, aber auch auf Spannung und Unterhaltung ausgerichteten Literatur. 19 Minuten hat daran nichts geändert, im Gegenteil: Wie es Picoult gelingt, die tragischen Verflechtungen von Ereignissen und Personen zu entwickeln, wie sie es schafft, sich ihrem Thema ohne Voyeurismus und Sensationsgier zu nähern -- und wie sie ohne falsche Scheu die Biografie von Täter und Opfern vor ihren Lesern ausbreitet, die die Bluttat nachvollziehen, ohne das Unerklärliche erklärbar zu machen, das ist nichts anderes als meisterhaft.
19 Minuten stand wochenlang auf der US-Bestsellerliste. Das kann man mehr als gut verstehen. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mobbing und seine Auswirkungen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sterling, New Hampshire ' ein kleiner, unbekannter, beschaulicher, gar gemütlicher Ort. Unbekannt und beschaulich jedoch nur bis zum 06. März 2007. An diesem Tag nimmt Peter Houghton seine ganz persönliche Rache. Rache an denen, die ihm seit der Vorschule das Leben zur Hölle gemacht haben, die, die ihn bloßgestellt haben, die ihn geärgert, gehänselt und gepiesackt haben.Peter Houghton ist am Ende seiner Kräfte. Er ist 17 Jahre alt und ging 17 Jahre durch die Hölle. Nun kann er nicht mehr, er will nicht mehr ' der 6. März wird sein Tag und seine Rache. Er betritt die Highschool, nachdem er auf dem Parkplatz ein Auto hochgehen ließ um die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, hackte sich in den Schul-PC und machte sich auf den Weg durch die Schule. In neunzehn Minuten nahm er zehn Menschen das Leben, verletzte zahlreiche weitere und wollte sich anschließend selbst töten, doch soweit sollte es nicht kommen. Patrick Ducharme, ein Polizist, findet ihn und nimmt ihn in Gewahrsam. Lacy Houghton ist auf dem Heimweg von ihrer Arbeit als Hebamme, als sie im Radio erfährt, dass es an der Schule ihres Sohnes eine Schießerei gegeben hat. Sofort fährt sie dorthin, will wissen, was mit ihrem Sohn ist, ob er verletzt ist. Auf ihre Frage nach Peter Houghton erfährt sie, dass er es ist, der schießt. Eine scheinbar heile Welt bricht zusammen ' was hat Lacy falsch gemacht? Richterin Alex Cormier übernimmt den Fall, obwohl ihre Tochter zu den Verletzten gehört und Josie und Peter früher sehr gut miteinander befreundet waren, bis zu dem Tag, als Alex ihre Tochter abholen wollte und sie die zwei im Keller fand, mit Gewehren spielend. Hatte Peter einfach zu freien Zugang zu den Waffen seines Vaters? Josie wurde bei der Tat leicht verletzt, doch bei Befragungen kann sie sich an nichts mehr erinnern. Zu schlimm ist der Verlust ihres Freundes, der eines der Todesopfer ist. Josie versucht langsam, in ein normales Leben zurückzufinden, doch wird ihr dies wirklich gelingen? Wird sie sich an die alte tiefe Freundschaft zu Peter erinnern und letztendlich daran, was wirklich geschehen ist? Jodi Picoult gelingt es wieder einmal brilliant, die Geschichte einer furchtbaren Tat zu erzählen, in der alle Seiten Gehör finden und Peter nicht einfach nur Täter ist, sondern auch Opfer. Sie zeichnet das Psychogramm aus vielen verschiedenen Sichtweisen und zeigt so, dass niemand vorschnell urteilen sollte, dass immer eine Geschichte hinter solchen Taten steckt. Picoult macht die Taten dadurch nicht erklärbarer, aber man versteht als Leser einfach etwas besser, etwas mehr. Es gibt einfach nicht nur schwarz und weiß, sondern viele Farbnuancen dazwischen! Fans von Jodi Picoult werden sich sicherlich auch über das Wiedersehen mit Jordan McAfee und Nina Frost aus älteren ihrer Bücher freuen! 'Neunzehn Minuten' ist wie ein Spiegel vor dem eigenen Gesicht. Anfangs ist für den Leser klar, Peter Houghton verdient schlimmste Strafen, er ist ein verwirrter Mörder. Doch nach und nach wird klar, dass man vorschnell geurteilt hat, Peter wurde zu dem gemacht, was er heute ist. Er hatte natürlich andere Möglichkeiten, doch er hat die grausamste gewählt. Eine durchweg atemlos erzählte Geschichte von einem Teenager, der eigentlich nur eines wollte: Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Autorin hat für dieses Buch lange und ausgiebig recherchiert, was sich in der Dramatik und Einfühlsamkeit wiederspiegelt. Sie sprach mit amerikanischen Opfern von Schulmassakern, Psychologen, Polizei und Richtern. Gewidmet ist das Buch denjenigen Kindern, die nicht hip und trendy sind, die Außenseiter sind und mit ihrer Rolle klarkommen müssen. Ein Buch, das den Leser nachdenklich zurücklässt, das wieder einmal sehr mitreißend geschrieben wurde und das ein aktuelles Thema interessant in einen Roman verknüpft. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Leben (vor und) nach dem Knall,
Von chrisp (Hannover, manchmal auch Neuenhagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Eines Tages, Peter, wird womöglich jeder deinen Namen kennen." (S. 79)So hatte es Lacy Houghton sicher nicht gemeint, als sie ihrem Sohn im ersten Schuljahr versicherte, das aus ihm mal ein besserer Mensch werde, als aus jenen Idioten, die ihm immer wieder zusetzen und Peter das Leben, schon in jungen Jahren zur Hölle machten. Es ist ein scheinbar ganz normaler Märztag an der Sterling Highschool in New Hampshire. Bis der 17jährige Peter Houghton, während der dritten Unterrichtsstunde, eine Rohrbombe zündet und auf knapp 30 Menschen das Feuer eröffnet. Nun steht die Ermittlung und Verarbeitung der Ereignisse im Mittelpunkt. Was hat den Schüler, der als Außenseiter bekannt war, dazu getrieben, sein eigenes und das Leben vieler anderer Schüler, Lehrer und Familien auf diese Weise zu verändern? Da die eigentliche Tat schon nach wenigen Seiten vorüber ist, könnte man vermuten, das, außer der Gerichtsverhandlung, nicht mehr besonders viel zu erfahren sei. Dem ist aber nicht so. Jodi Picoult gelingt das Kunststück, die Niedergeschlagenheit und Verwirrung nach der Tat, im Wechsel mit den Ereignissen vor der Tat zu beschreiben und so überzeugende Profile Peter's, seiner früheren Freundin Josie, wie auch der anderen zahlreichen Figuren und ihren Beziehungen untereinander zu entwickeln. Diese Mischung aus den vielen nachvollziehbaren Schicksalen, Wünschen und Gedanken der Charaktere, sowie die verständliche Sprache Picoult's, deren Geschichten ich bisher noch nicht kannte, hinterlässt, zumindest bei mir, einen bleibenden Eindruck. Auch drängten sich mir Überlegungen an meine eigene Schulzeit auf, ob es dort auch Mobbingopfer gab und ob man selbst in einem geringem Maße aktiv beteiligt oder, vielleicht ganz unbemerkt, sogar selbst davon betroffen war. Der einzige Kritikpunkt, den ich bei dieser fiktiven aber authentischen Geschichte anbringen kann, ist der, das das Ende mit dem hohen Niveau der ersten ca. 450 Seiten nicht mithalten kann, was dieser mutigen und trauriger Weise, immer wieder aktuellen Inszenierung jedoch kaum schadet. Woher die Autorin ihre Informationen für diese eindrucksvolle Täterstudie erhielt, erfährt der Leser am Ende in der Danksagung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warum wird einer zum Amokläufer?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Neunzehn Minuten: Roman (Taschenbuch)
19 MINUTEN hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. In einer amerikanischen Kleinstadt geht alles seinen gemächlichen, gewohnten Gang - ganz normal. Bis 19 Minuten die Stadt und ihre Menschen verändern... Ein 17Jähriger wird zum Amokläufer an seiner Schule und richtet ein Blutbad an. Und man erkennt beim Lesen, daß es keine einfache Gleichung gibt, bei der man diverse Faktoren addiert (Mobbing an der Schule + Brillenträger + liebevoll-gleichgültige Eltern) und heraus kommt ein Mörder. Es ist komplexer, verwickelter. Jodi Picoult schafft es, zu zeigen, daß die Frage, wer hier eigentlich Täter und wer Opfer ist, genauso schwierig zu beantworten ist - auch wenn alle es sich am liebsten leicht machen würden und mit dem Finger auf den Amokläufer zeigen.Der Roman wechselt immer wieder die perspektiven: Vergangenheit und Gegenwart. Die Sicht des Täters und die der Opfer. Die Sicht der Eltern (von Täter und Opfern). Die bange Frage, "hätte ich es ahnen müssen, hätte ich es verhindern können" zieht sich als Leitfaden durch den Roman. Dies ist nicht nur ein Roman über einen Amoklauf, es ist einer über die Schwierigkeit, Eltern zu sein, über den Anspruch, alles richtig machen zu wollen, über Erwartungen, die es zu erfüllen gilt, über Enttäuschungen, die man so gut es geht maskiert. Sehr beeindruckend! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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