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5.0 von 5 Sternen
Lieblingskurzgeschichten, 13. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Neun Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Salinger ist einfach ein klasse Schriftsteller, dessen Können sich eben nicht nur im Roman "Fänger im Roggen" ausdrückt. Allein schon für die beiden Geschichten "Der lachende Mann" und "Die blaue Periode des Herrn de Daumier-Smith" lohnt es sich, das Buch zu lesen. In "Der lachende Mann" schildert ein Ich-Erzähler retrospektiv seine Erlebnisse als Neunjähriger, als er dem Kinderclub "Comanchen" in New York angehörte. Zusammen mit dem Ich-Erzähler reist der Leser in die Vergangenheit und erlebt mit ihm die Gefühle, die sich aus seiner Beziehung zum Kindergruppenleiter John Gedsudski, einem Studenten ergeben. Überaus beeindruckend wechseln sich in der Story die Geschichte vom 'Lachenden Mann', einer fantastischen erfundenen Figur des Kindergruppenleiters John, ab mit den Ereignissen, die sich aus Johns Verliebtheit für eine junge Frau mit Namen Mary Hudson ergeben. Alles konsequent nacherzählt aus dem Blickwinkel eines Neunjährigen. Das ist große Erzählkunst für meine Begriffe.
Ähnlich begeisternd ist die Geschichte "Die blaue Periode ...": Ebenfalls gewährt uns ein Ich-Erzähler einen Einblick in eine Zeit seines Lebens, in der er seinen Unterhalt als Dozent an einer privaten Kunstakademie verdient. Sein Job ist es, Gemälde der Privatschüler per Brief zu korrigieren. Neben all den grottenschlechten Bildern erhält unser Protagonist plötzlich großartige Gemälde einer Frau zur Korrektur zugesandt. Aus diesem Ereignis entwickelt sich die Geschichte.
Nicht jede der neun Erzählungen mag jedem gefallen, doch Perlen sind unbedingt dabei.
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