summersale2015 Hier klicken mrp_family studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Dyson DC52 gratis Zubehör Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale

Kundenrezensionen

69
4,6 von 5 Sternen
Neumond
Format: MP3-DownloadÄndern
Preis:7,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2014
Der Herbergsvater der Extravaganz schlägt zum 14ten Mal zu. In den über 30 Jahren sind vor allem der NDW Hit “Goldener Reiter” und das 1998 veröffentlichte “Die Flut” zusammen mit Peter Heppner in Erinnerung geblieben. Natürlich hatte und hat Witt weit mehr zu bieten, erinnert sei an die Werkreihe Bayreuth mit dem gesellschaftskritischen Album “Bayreuth3″ zum Abschluß, oder dem durchdringenden, hochmelodischen “Pop” Album. Das aktuelle Album schließt sich, den in sich stimmigen Vorgängeralben an, geht aber auch wieder neue Wege, die nicht zuletzt in Zusammenhang stehen mit Martin Engler (Mono Inc.). Angesichts dieser gelungenen VÖ kann man davon ausgehen, dass Witt eine Rente mit 65 (Glückwunsch nachträglich) zumindest für sich ausschließt.

Waren die letzten Alben eher der NDH (den Vorgänger “Dom” mal ausgenommen) zuzuordnen, liefert die Kollaboration Witt/Engler heuer ein sphärisch-elektronischen Kleinod, mit dezenter Melodramatik, weichen Melodielinien und verspielten Klanggebilde. Wie so oft, gibt es auch auf “Neumond” wieder autobiografische Gebilde, diesmal deutlich zu finden im, dezent avantgardistischen, Titelsong, während es in anderen Stücken eher versteckt und unterschwellig in die Texte einfließt. So singt das Attac Mitglied im klimapolitischen “Die Erde brennt” -”nein, ich verliere meine Träume nicht”. “Bis ans Ende der Zeit” ist ein, in warmer Melancholie gebettetes, ruhig gestaltetes Gemälde, dessen tiefgehender Text sich mit menschlicher Empathie auseinandersetzt. Es fällt auf, dass “Neumond” geprägt ist von einer betörenden Unaufdringlichkeit, weder Pathos noch Kitsch ist erkennbar. Auch die provokative Seite (man erinnere sich an das Video zu “Gloria”) ist eher einer sehr persönlichen Sicht der Dinge gewichen. Die Synths unterlegen die zartmütigen Linien mit tagträumerischer Eleganz. Auch wenn es, wie im stampfenden “es regnet in mir” mal sehr tanzbar und clubtauglich zugeht. Darin inkludiert ein paar überraschende Loops und treibende Sequenzer. Ganz anders geartet kommt “Strandgut” daher. In bester Deutschpop Manier mimt Witt einen Erzähler. Angesichts der erhabenen Klangstruktur der Stimmbänder zwingt Witt die Hörer quasi zum Zuhören. Wer sich diesem Zwang unterwirft wird dann aber auch belohnt, und es ist am Ende nicht nur der eingängige Refrain, der sich im Kopf festklebt.

Die erste Singleauskopplung “Mein Herz” behandelt die Geschichte eines Paares, bei dem ein Partner durch einen Unglücksfall eine körperliche Behinderung erleidet. Ist ihre Liebe stark genug, um damit fertig zu werden – oder zerbricht sie an den widrigen Umständen? Auch musikalisch erzeugt der Song eine emotionale Stimmung.

Neben Martin Engler (“Aufstehen”) holt sich Witt mit Katha Mia auch eine weibliche Gesangsstimme an seine Seite (“Ohne Dich”, “zu Spät”) und dafür, dass man sich im gesetzten Alter noch Wünsche erfüllen kann, steht das Duett mit Lisa Gerrard (Dead can Dance), welches allerdings nur auf der Bonus CD zur limitierten Version zu hören ist.

“Ohne Dich” ist ein von verspielter Elektronik getragener Song. Die Keys geben sich sehr harmonisch, während die untergründige Rhythmik mit fast verschwiegener Dramatik den Song ausbalanciert. Der Gesang passt sich dem gestiegenen Tempo an und wirkt leicht gehetzt, um sich im Refrain von betörender Eleganz treiben zu lassen. Im Gesamtkontext wirkt das Gefüge fast schon lieblich. Konträr dazu wartet der Titelsong mit schrägen Soundvaganzen auf, um hernach im romantisch eruptiven “Zu Spät” wieder einen neuen Klangkosmos zu öffnen. Flächige Synths treffen auf minimalistische Kreationen, welche den Song wie eine führende Hand begleiten. “Dein Lied” besitzt auch mal knarzige Sounds und erklingt in den Strophen sehr schräg, während der Chorus wieder von dichter Atmosphäre geprägt ist und sich verträumt durch den Gipfel der Erzählung schlängelt. Auch das wunderschöne “Frühlingskind” ist kein Song zum Nebenbeihören, auch wenn es funktioniert. Die Texte sind einfach zu tief und in ihrer Aussage zu nachdenklich, als dass man das Album fröhlich frohlockend und tanzend konsumieren kann. Der ruhige instrumentale Ausklang könnte dann noch mal das Kopfkino bedienen und ganz nebenbei erklingt es wie die Verschmelzung von Vangelis und Wagner.

Fazit: Joachim Witt gelingt es zum wiederholten Mal, den Hörer und seine Fans zu überraschen. Egal ob bei ruhigeren Stücken wie “Strandgut”, dem melancholischen “bis ans Ende der Zeit” oder bei treibenden Energien (“Die Erde brennt”, es regnet in mir”), über dem satten Bass und den teils sphärischen Soundstrukturen liegt immer Witts markant tiefe Kehlkopfstimme. Textlich gibt sich Witt fast schon Altersweise und erzählt Geschichten, die sich um den sozialen Aspekt der Menschlichkeit drehen. Er agiert dabei gewohnt kritisch, ohne diesmal jedoch all zu polemisch zu schwadronieren. Die hymnenhafte Elektronik und die perfekte Inszenierung inklusiver kristallklarer Sounds, die sich auch mal liebreizend betten, liefert den perfekten Laufsteg für Witts Erzählungen. (andreas)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Mai 2014
Nicht einmal zwei Jahre nach seinem etwas unspektakulären Elektro-Comeback "DOM" kommt Joachim Witt im April 2014 mit neuem Material um die Ecke. Doch nicht nur das. Auch Label und Personal haben sich geändert. Oblivion veröffentlicht das Ganze, Michelle Leonhard ist nur noch am Rande vertreten und als Produzent und Co-Songwriter fungiert jetzt Mono Inc.-Kreativkopf Martin Engler. Der liefert hochmoderne Soundteppiche für die wie gewohnt sehr melancholischen Texte des mittlerweile 65-Jährigen Witt. Auffällig: Die Arrangements fallen wieder deutlich opulenter aus als zuletzt, der strikte Gitarrenverzicht des Vorgängers ist aufgehoben. Und dennoch klingt das alles nicht wirklich nach alten "Bayreuth"-Tagen, sondern eigenständig und irgendwie neu, obwohl die bekannten Merkmale natürlich rauszuhören sind.

"Aufstehen" beginnt beispielsweise mit einem traurigen Chor, der die Brücke zum theatralischen "DOM" schlägt und entwickelt sich dann zur pulsierenden Elektro-Hymne. Die Sounds sind großflächig und frei von jeglicher Angst zu kitschig zu werden. Wer ein Album des Hamburgers kauft, muss ohnehin mit überbordenden Emotionen rechnen. Extrem gelungener Auftakt im mittleren Tempo. Hier wird der düstere Schimmelreiter noch nicht von der Leine gelassen, stattdessen setzt man auf einen sich nach und nach steigernden Gefühlsrausch.

"Die Erde brennt" ist hingegen eine astreine Dance-Nummer für die Charts. Fette Synthesizer, wie sie auch Scooter nicht fremd sein dürften (was nicht als Beleidigung aufgefasst werden sollte) und ein Gitarrengetriebener Refrain. Das ist Joachim Witt in Vollendung. Ungezügelt, leidenschaftlich und voller Verzweiflung. Eigentlich die perfekte erste Single. Vielleicht ist der Plattenfirma die Schlager-Affinität dann doch etwas zu hoch gewesen. Sei's drum. Ein bärenstarkes Lebenszeichen des einstigen NDW-Stars.

Das deutlich langsamere "Bis ans Ende der Zeit" sorgt für nicht ganz so viel Aufsehen. Traurige Ballade, der aber das gewisse Etwas fehlt. Plätschert ein wenig vor sich hin.

Die Single "Mein Herz", komplett aus der Feder von Martin Engler, überzeugt allerdings restlos. Wuchtiger, emotionaler Refrain und ein spannendes Video. Joachim Witt gibt den hadernden Ehemann, der seine behinderte Partnerin, gespielt von Nadja-Marie Saeger, beinahe nicht vom Selbstmord abhalten kann. Weit entfernt von großen Budgets à la "Die Flut" oder "Eisenherz" ist das Video ein hübscher kleiner Autorenfilm geworden, der abseits des Mainstream sicher viele Freunde finden wird.

"Es regnet in mir" stampft ungezügelt los und reißt sofort mit. Anspruchsvolle Dancemusik, geht das überhaupt? Hier ist der Beweis. Besteht zweifellos auf jeder Tanzfläche der Republik und hat textlich dennoch eine gewisse Tiefe. Stark!

Das gebremstere "Strandgut" entführt ins Innerste des Künstlers, der "hinterm Deich weint", weil er so unsicher ist wie es wohl weitergehen mag. Sehr ernsthaftes, erwachsenes Portrait mit letztlich versöhnlichem Charakter. Charismatisch und bewegend.

Die druckvollen Synthesizer-Salven von "Ohne dich" lassen die Boxen fast zerbersten. Enthusiastische, raumgreifende Tanznummer, die den "Bayreuth"-Witt ins neue Jahrzehnt transferiert und doch traditionelle Elemente beibehält. Der einzige Titel, beim dem Nadja-Marie Saeger im Background zu hören ist. Das fesselndste Stück der Platte und gleichsam ihr Höhepunkt, denn im Anschluss nimmt das Niveau etwas ab.

"Neumond" ist ein von selbstzweifeln zerfressenes Gedicht mit musikalischer Untermalung. Regt zum nachdenken an, ohne dass es musikalisch umhaut.

Das gilt auch für die durchschnittlichen "Spät" und "Frühlingskind". Die Beats knallen und die Texte sind hochwertig, aber irgendwas fehlt.

Das etwas hölzern hämmernde "Dein Lied" umgarnt einen dafür mit seinem hochmelodischen Refrain und auch die "Aufstehen"-Instrumentalvariation "Fahnenmeer" gefällt. Es wird noch einmal opulent und bombastisch, wie in einem Filmsoundtrack. Epischer, fast majestätischer Ausklang eines erstaunlich starken Albums.

Leider trübt die Bonus-CD die Freude etwas. "Hoping" (mit Lisa Gerrard von Dead can dance), "Der Herbst" und "96 Tage" klingen höchstens wie ambitionierte B-Seiten. Hier gibt es vermehrt verträumte Klavier- und Streicherpassagen in sehr organischem Klangbild. Etwas anderer Charakter als das Hauptalbum, aber bedauerlicherweise deutlich langweiliger. Klingt wie das Werk eines talentierten Anfängers, bei dem es halt nicht ganz gereicht hat für die erste Garde. Immerhin sind die Remixe gelungen, vor allem der energische "Rimshot-Mix" von "Aufstehen". Und auch die rührende "Mein Herz"-Unplugged-Version hat ihre Daseinsberechtigung.

Abgesehen von der missglückten zweiten CD zeigt "Neumond" einen alternden Popstar am Puls der Zeit, der immer noch viel zu sagen hat. Die Kompositionen sind zwar deutlich weniger sperrig als in den letzten Jahren geworden und klingen des öfteren stark nach Wolfsheim. Das tut ihrer Überzeugungskraft jedoch keinen Abbruch. Schön, dass Joachim Witt außerdem wieder etwas mehr auf Gitarren setzt. Das verleiht den Songs noch mehr Durchschlagskraft und unterstreicht die sehr emotionalen Texte. Der unbequeme Kulturschaffende von einst verzichtet diesmal erfreulicherweise auf zu politische Statements und entsagt der Avantgarde fast vollständig. Einen Skandalsong wie "Gloria" gibt es hier nicht. Die Verbindung mit Hit-Refrain-Maschine Martin Engler bereichert die Lieder zudem enorm. Und mit der hochwertigen Deluxe-Edition inklusive aufwendigem Booklet bekommt der Hörer einmal mehr ein stimmiges Gesamtkunstwerk.

"Neumond" ist ein straightes, faszinierendes und nachhaltiges Dance-Album geworden, das einen angenehm intellektuellen Kontrapunkt zu den teilweise lieblosen Mainstream-Produktionen unserer Zeit darstellt, auch wenn es sich ihrer kennzeichnenden Sounds bedient. Platz acht in den Charts unterstreicht das. Die Menschen wollen substanzielle Musik mit Tiefgang. Keiner könnte sie dabei besser bedienen als Joachim Witt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2014
Vielen dank dafür das ich vor begeisterung fast aus den Latschen kippe,das Album ist mehr als gelungen.wo der Vorgänger mich nur bedingt begeistern konnte,überzeugt mich Neumond umso mehr,ein kracher jagt den nächsten.Lieder die nach dem ersten durchgang sich schon so in meinem Gehörgang festsetzen,gibt es selten.Ein Album voller Ohrwürmer.sehr schöne Melodien die vor Sehnsucht nur so strotzen.ja ,das Album nimmt dich mit auf eine reise und setzt dich nach dem letzten song wieder behutsam daheim ab.Wenn songs wie "Strandgut "oder "Frühlingskind"einem nicht die tränen in die Augen treiben,weiss ich auch nicht.Lieder die hoffnung vermitteln und wie eine droge durch den körper fließen....einfach nur schön...danke herr Witt für diesen leckerbissen....
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. April 2014
Das trifft es für das Album wohl am ehesten.

Ich musste überlegen ob ich 3 oder 4 Sterne vergebe. Aber letztlich ist es gut produzierte tiefgründige Musik.

Meine Kritik: Man hört raus mit wem Joachim Witt auf Tour war. Mono Inc. Wenn man sich von Mono Inc. das Album "Nimmermehr" anhört und dann "Neumond", kommt man schon manchmal zum Zweifeln, wer hier eigentlich singt. Hört sich sehr ähnlich an (bei den deutschsprachigen Songs). Gerade bei "Es Regnet in Mir"-"Ohne Dich".

Ich sage nicht, dass es mir nicht gefällt. Die Songs finde ich Klasse, Aber leider sind sich die Lieder von der Synthie-Melodie im Refrain auch teilweise sehr ähnlich an, sodass ,wenn man die Musik nur im Hintergrund laufen lässt, man nicht weiß "wo bin ich jetzt?"

Trotzallem, wer gute Synthie-Pop Musik mag, ist hier gut aufgehoben.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2014
Joachim Witt, der revolutionäre Sänger und Komponist, der nicht nur fehlerfrei deutsch sprechen und singen kann ( ohne DISCH, MISCH, EY...usw...), sondern erstklassige Musik abliefert, meldet sich ganz plötzlich mit einem neuen Album zurück. So ganz ohne aggroghettomackeryallayalla-Attitüde! Und das, obwohl es inzwischen ja nicht gängstabattlemässig genug sein kann!

Aber wieso nur 3 Sterne? Nun, meine Meinung ist eindeutig: nach DOM ein eindeutiger Abstieg.

Klar, die Platte ist gut. Schöne Lieder, nette Texte, es gibt sogar die typischen Wittschen Ohrwürmer. Aber der Gesamteindruck lässt dieses Album eher bei der sonntäglichen Schlagerparade vermuten als im Keller einer Grufti-Bar oder als Begleitmusik für den Systemumsturz.

Die Lieder klingen sanft, klar, rein. Es fehlt hier einfach der "Biss".
CD 2 ist leider diesmal auch absolut überflüssig. Bis auf DER HERBST ist der Rest absoluter Klangmüll.

Meine Favoriten:

AUFSTEHEN
DIE ERDE BRENNT
BIS ANS ENDE DER ZEIT

Bitte nicht falsch verstehen, der Rest ist auch "gut". Aber Hand aufs Herz: sowas wie OHNE DICH könnte Frau Berg auch in der Sendung von Frau Nebel singen, und man würde den Unterschied nicht bemerken.....

3 Sterne also:-)
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2014
Zuerst muss eins gesagt werden: KAUFEMPFEHLUNG 100%
Ein tolles Album, das Joachim Witt da abgeliefert hat!
Es einfach als Electropop abzutun wäre sicher falsch!! Ja, es ist Electropop – aber vom aller Feinsten! Die Songs sind so perfekt und gut abgemischt und abgestimmt, dass die Bezeichnung Electropop fast schon beleidigend wäre. Tolle Instrumentalisierung tolle Beats!
Ein Ohrwurm folgt auf den Nächsten.
Mein Herz, Die Erde Brennt, Frühlingskind, das unheimlich schöne Strandgut oder das treibende Es Regnet In Mir sind absolute Kracher des Albums – tanzbar und eingängig.
Die manchmal schon fast schlagerhaften Songs sind durchaus Fernsehgarten tauglich und dürften auch ein älteres Publikum erfreuen. Das ist gar nicht negativ gemeint sondern zeigt vielmehr, dass Joachim Witt auch heute noch in der Lage ist die breite Masse zu bedienen.
Sicher ist NEUMOND sein bis lang kommerziellstes Album und damit auch sicher das Beste der letzten Jahre. Der Vorgänger DOM konnte mich schon überzeugen, aber NEUMOND ist ein Meilenstein!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2014
Keine Ahnung, warum Joachim Witt so eine radikale Wandlung Richtung leblose Homerecordingkultur eingeschlagen hat. Die Songs hätten, vernünftig produziert, annährend an das hervorragende Vorgängerwek "Dom" anschließen können. Aber sie wirken einfach unfertig, steril und billig. Eben wie Demos, die erst noch Songs werden sollen.

Witt gibt dabei auch sein Alleinstellungsmerkmal auf, Weltschmerz und Pathos in deutscher Sprache mit ausgeklügelten Arrangements zu einem theatralischen Hochwertigkeitspop zu verschmelzen, der sich um Trends nicht schert. Diesmal wirkt das Resultat bitterlich banal und substanzlos. Und in dem Kontext funktionieren dann auch die Texte nicht mehr, die ja auch sonst immer ein bißchen am Grenzgebiet zum Kitsch kratzen. In dieser wabernden Elektroniksuppe haben sie keinen Halt und gehen unter.

Witt bleibt einer meiner Helden. Das hier ist auch nicht sein erstes schwer genießbares Album. Und schwache Platten gehören zu einer langen und ergiebigen Karriere dazu. Aber ich hoffe inständig, er merkt schnell, dass er sich hier auf dem Holzweg befindet. Etwas ärgerlich ist das aber schon, weil das Teil deutlich besser hätte werden können.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Neue Alben von Joachim Witt sind immer eine kleine Überraschungskiste, man weiß nie so wirklich was einen erwartet. Entweder gibt es wirkliche gelungene Musik oder Mucke welche in übertriebenem Pathos versäuft!

Neumond ist das neue Album von Joachim Witt, die Songs der Langrille hat er zusammen mit dem Mono Inc. Frontmann Martin Engler geschrieben und aufgenommen. Die Zusammenarbeit der beiden Musiker hat gefruchtet. Neumond ist ein Album geworden welches überzeugt. Die melodischen Soundteppiche, wie wir sie teilweise auch von Mono Inc. kennen, passen ganz ausgezeichnet zur dunklen Stimme Witts. Natürlich klingt der Pathos Witts auch hier an fast jeder Stelle durch, allerdings wirkt dies in Songs wie “Strandgut“ und besonders “Aufstehen“ sehr natürlich und keineswegs aufgesetzt.

Die Texte der Songs sind bemerkenswert. Witt hält sich hier nicht mit Plattitüden auf, welche uns in letzter Zeit so oft per deutscher Rockmusik geliefert worden sind. Ein schönes Beispiel dafür ist “Bis ans Ende der Zeit“. Hier wird über den Verlust eines geliebten Menschen gesungen. Traurig, einfühlsam, gelungen.

Witt Fans werden das Album lieben!
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Februar 2015
Ich hatte lange nichts mehr von Joachim Witt gehört. Um so mehr freue ich mich, dass er uns teilhaben lässt an seinem Lebensweg und man aus seinen Texten auch immer wieder eigene Erfahrungen vertiefen kann.
Für mich ist Joachim Witt einer der besten deutschen Künstler...besonders auch, weil er DEUTSCHE Texte sind. Unsere Sprache empfinde ich als wichtig und wohl dem, der sie benutzen kann und anderen damit Freude, Musik und Erkenntnisse bringen kann. Danke Joachim... Wir freuen uns schon aufs nächste Album...
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Oktober 2014
Nun, Pop hin oder her. Ich meine, ähnliche Vorwürfe hat man auch beim Grafen von Unheilig vernehmen müssen. Bloß weil der Sound jetzt im Gehörgang des einen oder anderen ein wenig main-streamiger daher kommt, ist er doch deswegen nicht schlechter, oder? Ich meine, daß diese Richtung auch schon beim Album "Dom" eingeschlagen wurde. Und jetzt eben konsequent weiter verfolgt.

Ich finde den Sound zeitgemäß und es gibt deswegen von mir auch 5 Sterne ... Ende Gelände ;-)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
DOM
DOM von Joachim Witt
EUR 6,99

Auf Ewig - Meisterwerke
Auf Ewig - Meisterwerke von Joachim Witt
EUR 9,49

Das Beste
Das Beste von Joachim Witt
EUR 9,99