Wer Frederic Vester kennt, fragt sich manchmal, ob der Mann auch noch über etwas anderes schreibt, als das vernetzte Denken. Zumindest ist das sein Grundmotiv in allen seinen Büchern. Meines Erachtens nach sind die Bücher von ihm etwas zu populärwissenschaftlich geraten (bis auf einige Ausnahmen, wie z.B. "Denken, lernen, vergessen") und Vester wiederholt sich sehr oft. Nichtsdestotrotz ist seine Aussage eine richtige und das Buch "Neuland des Denkens" vereint alles in einer Gesamtdarstellung. Es ist sozusagen das Hauptwerk von Vester. Schritt für Schritt behandelt er in diesem Buch alle Aspekte seiner "vernetzten Denken"-Philosophie zu den Hauptthemen : Organisation, die belebte Materie, Nahrung und Lebensraum, Energie und Stoff und Bewußtsein. Alle Kapitel sind noch weiter unterteilt und so erhält man einen Überblick über alle Gebiete, die bisher von ihm nur einzeln betrachtet wurden. Der Aufbau des Buches ist wie immer sehr gut gelungen, er beginnt mit einer sehr interessanten Darstellung der Eigenschaften von Systemen. Wer sich für diese Themen interessiert, und interessieren sollte sich eigentlich jeder, dem sei dieses Buch dringend empfohlen. Als Gesamtdarstellung dieser Philosophie ist es in diesem Stil wohl einzigartig. Wer noch nichts von Vester oder seinen Theorien gehört hat, dem sei dieses Buch als guter Einstieg in die Materie empfohlen. Durch sein gewaltiges Autoren- und Quellenverzeichnis bietet es zahlreiche Verweise auf weiterführende Literatur. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)