Das Neujahrskonzert 2012 der Wiener Philharmoniker wurde aus dem berühmten goldenen Saal des Wiener Musikvereins in über 70 Länder im Hörfunk und im Fernsehen übertragen.
Das diesjährige Konzert war ein außergewöhnliches Ereignis, was zum einem dem Dirigat von Mariss Jansons zu verdanken war, der seinen außergewöhnlichen Rang unter den lebenden großen Dirigenten demonstrierte. Die Wiener Presse spricht von einer musikalischen Sternstunde und einem der besten Neujahrskonzerte aller Zeiten, die Mariss Jansons und die prächtig aufgelegten Wiener Philharmoniker dem Publikum im Saal und draußen vor den Bildschirmen präsentierten. Zur außergewöhnlichen Qualität dieses Konzerts trugen sicherlich auch das besondere Programm bei, das zum ersten Mal Walzer von Tschaikowsky einschloss, sowie die herzerwärmende Teilnahme der Wiener Sängerknaben, die erstmals seit 1998 wieder mit dabei waren und das Publikum u. a. mit der berühmten Tritsch-Tratsch Polka verzauberten. Dirigent und Orchester, die mit diesem Konzert eine 20 jährige Zusammenarbeit feierten, schienen sich gegenseitig zu beflügeln und boten die altbekannten Stücke wie z.B. den Donauwalzer mit der beschwingten Ernsthaftigkeit großer symphonischer Meisterwerke dar. Ein Millionenpublikum wurde Zeuge eines der besten Konzerte der letzten Jahrzehnte.
Nachzuerleben ist dieses außergewöhnliche Konzert in hervorragender Tonqualität auf der CD. Die limitierte Erstauflage der Doppel-CD enthält im Booklet einen kundigen Essay zur Geschichte der Neujahrskonzerte.
In herausragender Bild- und Tonqualität ist das gesamte Konzert auf DVD und in HD-Bildqualität auf Blu-ray ab 20.Januar erhältlich. Die Videofassung enthält das volle Konzert mit den liebevoll gemachten Videoeinblendungen aus der TV – Übertragung, u.a. den eingeblendeten Ballett-Szenen.
Für alle, die nicht beim Konzert dabei sein konnten, lassen CD, DVD und Blu-ray eines der schönsten und hochwertigsten Klassik-Konzerte der letzten Jahre erleben.
„Jansons Zugriff auf die k.u.k Unterhaltungsmusik [ist] alles andere als zimperlich. Schnellpolkas haben bei ihm die schnittige Eleganz französischer Can-Cans, die Schlagzeuger dürfen auf ihren Pauken und kleinen Trommeln so manchen Korken knallen lassen, das Rumpelige in Carl Michael Ziehrers „Wiener Bürger“-Walzer versucht er gar nicht erst zu glätten. Ein famoses, energiegeladenes, rhythmisch scharf konturiertes Musizieren ist das, mit Inseln des Innehaltens – vor allem bei den Passagen aus Tschaikowskys „Dornröschen“ – und Momenten schwelgerischen aber nie süßlichen Melodiegenusses.“
(Tagesspiegel, 12.01.2012)
„Musikalische Sternstunde. Besser kann das Jahr nicht beginnen. […] Das Neujahrskonzert 2012 war das beste der vergangenen Jahre. Sogar eines der besten der vergangenen Jahrzehnte. Was Mariss Jansons, […] mit den fabelhaften Musikern der Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal des Musikvereins leistete, ist auf eine Ebene mit den legendären Neujahrskonzerten von Karajan und Kleiber zu stellen. […] Was macht nun dieses Konzert zur Sternstunde? Zunächst einmal das raffiniert ausgewählte und klug aufgebaute Programm. Mit dem „Vaterländischen Marsch“ von Johann Strauß Sohn und Joseph Strauß zu beginnen, ist ein verblüffender Schachzug…. […] Dazwischen gab es exzellente und weniger bekannte Walzer („Wiener Bürger“ von Ziehrer oder „Freuet euch des Lebens“ von Johann Strauß), Populäres wie die „Pizzicato-Polka, Sphärisches wie den „Delirien-Walzer“ von Joseph Strauß […] Erstmals seit 1998 waren die Sängerknaben wieder dabei (und sangen bezaubernd). Und überhaupt zum ersten Mal erklang Tschaikowsky bei diesem Anlass – mit zwei Ausschnitten aus „Dornröschen“, die Jansons und die Philharmoniker so klangvollendet gestalteten, dass man sich das ganze Ballett gewünscht hätte. Womit wir bei der Interpretation wären: Jansons agierte höchst lustvoll, entspannter als bei seinem Debüt 2006, kostete den wienerischen Hang zur Verzögerung, alle Fermaten voll aus, erfüllte den Raum sogar bei Werken mit vordergründiger Ironie (z. B. Lumbyes „Eisenbahn Dampf Galopp“) mit prächtigen Klanggemälden, setzte teilweise auf atemberaubende Tempi, bestach mit höchster Dynamik und stets großer Differenzierung. Bei aller Leichtigkeit und vermeintlichen Verspieltheit: Jansons reiht all diese Stücke in die Kategorie symphonischer Meisterwerke ein. Er dirigiert eine Polka und einen Walzer so ernsthaft wie eine Oper, tiefgründig, feingeistig, kraftvoll, stilsicher. Mit seiner Interpretation des „Donauwalzers“, den flirrenden Geigen, den mystischen Hornrufen, dem Wechsel der Tempi, den Accelerandi und Ritardandi, setzte er einen Meilenstein.“
(Kurier 01.01.12)
„Kenner [kamen] aus dem Staunen nicht heraus. Klänge des Radetzky-Marschs und des Donauwalzers, die sollten doch dem notorischen Zugabenteil des Wiener Medienereignisses vorbehalten bleiben. Jetzt waren sie zu vernehmen, raffiniert verbrämt und neu geschichtet… […]Die Philharmoniker nutzen für Jansons ihr ganzes, eminentes Klangpotenzial, um die illustrativen Effekte der genialen Partituren […]farbenprächtig zu illuminieren. […]die Musiker [haben] jede Ovation – auch die „stehenden“, die man Mariss Jansons zum Abschluss darbrachte – verdient: Allein die Ausdruckskraft, die sie in raffinierte Pièçen wie Joseph Hellmesbergers „Danse diabolique“ legen, ist bejubelnswert. Und dass man zwecks medialer Aktivierung des Kindchenschemas auch die Sängerknaben wieder einmal ins Haus gebeten hat, wollen wir den Zuschauer-Millionen gönnen…“
(Die Presse, 02.01.2012)
„Dirigent Mariss Jansons erwies sich als so präziser wie impulsiver Gestalter, der die Wiener Philharmoniker in Bestform brachte […] Hier herrschte herrschte vom ersten bis zum letzten Ton eine aus Konzentration erwachsende Kompaktheit vor; jedwede Note, jede Passage transportierte bemerkenswerte Dringlichkeit. […] Zu erspüren war Jansons' akribische Handschrift, der sich so elegant wie impulsiv ins Zeug legte. […] Jansons schafft es jederzeit, selbstverständliche Eleganz zu erzeugen […] Kommt jedoch bei den Miniaturen musikalische Substanz […] hinzu, wird das wahre Ausmaß an Gestaltungs-Intelligenz und -Intensität offenbar: Hans Christian Lumbyes Kopenhagener-Eisenbahn-Dampf-Galopp erwies sich da als geeignete Vorlage, wie auch Eduard Strauß' furios umgesetzte Carmen-Quadrille. Und bei Tschaikowskys Walzer aus Dornröschen glühte der Streichersound förmlich.“
(Der Standard, 01.01.2012)
„Aber nicht das Programm allein ließ das Publikum im Saal von seinen Sesseln aufspringen, sondern die ungemein perfekte Interpretation, die selbst in kleinsten Figuren die große technische Präzision des Orchesters zeigte und bei jeder Phrase das richtige Gespür für die Musik überhaupt und natürlich ganz speziell für diese erkennen ließ. Jansons blieb dabei der behutsame Koordinator, der aufmerksame Zuhörer, der diese instrumentalen Meisterleistungen feinfühlig und gekonnt zu einem brillanten Ganzen formte.“
(Oberösterreichische Nachrichten, 02.01.2012)
„…ein orchestral vorbildlich durchgearbeiteter Reigen durch die Wiener Strauss-Welt“
(WAZ, 19.01.2012)
„Mariss Jansons [hat] am Pult der Wiener Philharmoniker 2012 manches neu und alles richtig gemacht […]. … ausgewählt hat der bekennende Strauß-Verehrer ein musikalisch erstklassiges Programm mit einfallsreichen Bezügen zu Kultur und Politik. […] Und selbst das, was wie die Luft zum Atmen zum ritualisierten Standardprogramm gehört, klang unerhört frisch, zügig, schmissig, lustvoll und bis ins kleinste Detail sauber gearbeitet. Hut ab - so werden auch aus Polka- und Walzer-Muffeln begeisterte Überzeugungshörer.“
(BR Klassik, 21.01.12)