Als ich Neues Umarmen das erste Mal gelesen habe, steckte ich in einer tiefen Lebenskrise und wußte nicht mehr vor noch zurück. Ulrich Schaffers Gedichte sind mir wie ein guter Freund gewesen, der einen fest umarmt und stützt auf dem Weg in die Freiheit. Besonders sein Gebet, in dem er Gott für die Freiheit zu sündigen dankt, hat mein gesamtes von Normen eingeengtes Lebenskonzept auf den Kopf gestellt. Schaffers Gedanken rühren an tiefe Lebensängste, aber wenn man sie ernsthaft liest, stellt sich Reisefieber in der Magengrube ein. Nous sommes embarques stand am Ende von Wim Wenders wunderbarem Film Der Himmel über Berlin an selbigem geschrieben. Dasselbe kann mit Neues Umarmen im eigenen Lebensfilm passieren. Die sehr persönliche, dichte Sprache läßt unwillkürlich Bilder im Kopf entstehen.