Kurzbeschreibung
Aus persönlichen Geschichten wird Jugend- und Sozialgeschichte. Die Autorin Gisela Stange widmet sich hierbei dem Wiederaufbau der Demokratie seit Kriegsende in Berlin. Nach den ersten Aufräumungsarbeiten nahm sie ihren Arbeits- und Berufsweg „von der Landarbeiterin auf dem Stadtgut Britz bis zur Pensionierung 1989 als Sozialrätin“ auf. Von nun an hinterfragte sie alles kritisch. Ihre ersten Vorbilder waren die „Macher aus der Weimarer Republik“ Louise Schroeder, Ella Kai und Andere. Sie formten ihre sozialpädagogische Berufseinstellung durch ihr aktives Handeln in der Notsituation. Die damalige politische Ausnahmesituation in der Stadt Berlin drängt sich bald in ihr Berufs- und Alltagsleben. Sie beginnt in der Viktoria- Frauenfachschule, wechselt dann nach den erforderlichen Praktika in die Krankenpflegeausbildung zum Ev. Diakonieverein, erkrankt dabei an TBC. Nach der Gesundung arbeitet sie im Jugendnoteinsatz, als Jugendherbergsleiterin, im Flüchtlingsdienst, in der Heimerziehung, dem Pflegekinderwesen, der Elternbildung und der Familienpolitik beim Senator für Jugend und Sport. In den letzten 14 Berufsjahren baute sie die Verkehrssicherheitserziehung beim Senator für Verkehr und Betriebe auf. Dabei setzte sie sich grundsätzlich für die Menschen, die bei ihr Rat und Hilfe suchten, ein und bot ihnen dabei „Hilfe zur Selbsthilfe“ an. Neben der beruflichen Arbeit stellte Gisela Stange ihr Wissen und Können auch in der ehrenamtlichen Tätigkeit bei den Gewerkschaften, Verbänden, in Ausschüssen und Beiräten zur Verfügung. Sie begann bei der Arbeiterwohlfahrt als „Treppenterrier.“ So lernte sie von der „Pike auf“ bis zu den Landesgremien diese kennen und für die Berliner zu nutzen. Dabei ging sie nicht immer den vorgeschriebenen Weg um etwas zu erreichen. Der Erfolg für Andere blieb dabei oft Maßstab ihres Schaffens. Sie wusste aus Erfahrung, „Erfolg motiviert sich selbst!“ Mit drei Berufsausbildungen berufsbegleitend zum Staatsexamen- als Heimerzieherin, Fürsorgerin u