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Neue deutsche Mädchen
 
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Neue deutsche Mädchen [Taschenbuch]

Jana Hensel , Elisabeth Raether
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: rororo (2. Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499623676
  • ISBN-13: 978-3499623677
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 193.035 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zwei Frauen um die 30 ärgern sich über die Selbstinszenierung des "Emma"-Feminiksmus, der so alt ist wie sie. Und sie beginnen, sich über ihr eigenes Leben Auskunft zu geben. Über ihren Aufbruch von Ost und West in die Großstadt, über ihre Eltern, über Freundschaft, Liebe, Sex und Jobs, über alte und neue Männer. Warum lassen wir uns auf Affären ein, die nach den Spielregeln der Männer funktionieren? Ist eine Ost-Mutter anders als eine West-Mutter? Warum verliebt sich eine selbstbewusste, gut ausgebildete Frau in einen Mann, der doppelt so alt ist wie sie? Und darf er dann fürs Abendessen zahlen? Warum sitzen in den Redaktionen der Nachrichtenmagazine nur Männer, wo doch kein Gesetz einer Frau verbietet mitzumachen? Jana Hensel und Elisabeth Raether erzählen davon - detailliert und offen und ohne sich an Konventionen zu halten, wie feministisch Feministinnen zu sein haben.

Über den Autor

Geboren 1976 in Leipzig, Studium in Leipzig, Marseille, Berlin und Paris. Anschließend (1999) Herausgeberin der Leipziger Literaturzeitschrift "Edit", 2000 der Internatanthologie "Null" (zusammen mit Thomas Hettche). Jana Hensel lebt heute in Berlin.

Elisabeth Raether, geboren 1979 in Heidelberg, arbeitete von 2005 bis 2007 im Lektorat der Rowohlt Verlage. Sie lebt jetzt als Autorin und Lektorin in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von no name
Format:Taschenbuch
"Zwei Frauen um die 30 ärgern sich über die Selbstinszenierung des «Emma»-Feminismus, der so alt ist wie sie. Und sie beginnen, über ihr eigenes Leben Auskunft zu geben."

Wer nach dieser Ankündigung und der Vermarktung des Buches als neuer Feminimus, auf einer Welle schwimmend mit "Hot Topic: Popfeminismus heute", "Wir Alphamädchen: Warum Feminismus das Leben schöner macht" oder auch "Die neue F-Klasse", tatsächlich aktuelle feministische Bestandsaufnahmen und Auseinandersetzungen erwartet, wird bitterlich enttäuscht.
Denn da bietet das Buch nur eine kleine Einleitung, die eine Abneigung gegen "Emma" darstellt. Danach folgen persönliche, subjektive Lebensbeschreibungen und auch ab und zu Betrachtungen über Geschlechterverhältnisse in Ost- und Westdeutschland, Befindlichkeiten der Autorinnen - durchaus nett geschrieben, manchmal ein bisschen kritisch, manchmal nicht.

Das wäre an sich ok, wenn das Buch eben nicht als etwas anderes vermarktet würde, als es ist. Wer essayistische Literatur mag, in der auch die gesellschaftlichen Verhältnisse eine Rolle spielen, kann diese Buch vielleicht richtiggehend lieben, es ist an sich nicht schlecht. Wer es aber als Debattenbeitrag gekauft hat wie ich - nun die/der wird damit nicht glücklich und vor allem nicht klüger werden. Weder wird geklärt, wie neuer Feminismus aussehen könnte, noch, warum sich zwei über 30Jährige zu meiner Irritation noch als "Mädchen", noch dazu unbedingt auch als "deutsche Mädchen" bezeichnen müssen. Lest lieber Sonja Eismann!

Ich finde es eine richtige Frechheit, daß der Verlag / die Werbung es als "Distanzierung zur Emanzipation Alice Schwarzers" bewirbt. Ettikettenschwindel eben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In erster Linie: mutig! 13. April 2008
Von Irina
Format:Gebundene Ausgabe
Bei der Diskussion um dieses Buch wird den Autorinnen zum Vorwurf gemacht, dass es "nur" ihre persönliche Erfahrung sei, die sie beschreiben, und dass es daher keinen allgemeingültigen Charakter habe. In diesem persönlichen Ansatz liegt für mich gerade die Stärke des Buches, denn es erfordert Mut, sich hinzustellen und zu erzählen, wie man die ganz alltägliche Diskriminierung von Frauen in einer Zeitungsredaktion am eigenen Leib erfährt, oder welche Wunden die Unverbindlichkeit bestimmter Männer in einem hinterlässt. Es erfordert großen Mut, so schonungslos und offen über sich selbst zu schreiben. Ich würde wetten, dass keiner, der dem Buch diesen Ansatz zum Vorwurf macht, diesen Mut selbst aufbringen würde. (Ich übrigens auch nicht, nebenbei gesagt).
Es gibt aber noch etwas anderes, was bei der Diskussion um dieses Buch gesagt werden muss. Es ist brillant geschrieben. Ganz fein, reduziert, klug. Ich habe es mit großer Begeisterung gelesen.
Ich bin Anfang dreißig, lebe in einer deutschen Großstadt und sehe mein Lebensgefühl in diesem Buch widergespiegelt. Ich finde es exemplarisch für meine Generation, auch wenn ich nicht Jana Hensel oder Elisabeth Raether bin. Aber davon, bitteschön, muss man dann schon abstrahieren können...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Offen und ehrlich 11. Juli 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Auch für mich als "Grufti", also jenseits der Vierzig, war das Buch eine anregende, nachdenklich stimmende Lektüre. Überzeugend räumen die Autorinnen mit dem Selbstkult von Alice Schwarzer und ihrer Frauenbewegung auf. Fast durchgängig gelingt es ihnen, nicht nur die eigene Geschichte zu erzählen, sondern auch ihre Generation mit ihrer Geschichte und Prägungen zu beschreiben. Dabei denkt E. R. manchmal um eine Ecke zuviel (vor allem beim Thema Männer ...)und J. H. wirkt gelegentlich naiv, aber das alles wird offen und selbstkritisch, nie wehleidig erzählt. Inhaltlich bricht für mich das Buch etwas unvermittelt ab. Ein Blick in die Zukunft fehlt. Und das punkige Cover paßt nicht zum angenehm nachdenklichen Ton des Buches.
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