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Es gibt kaum eine Gattung, an der die Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede im Schaffen der Neuen Wiener Schule so deutlich ablesbar wären, wie im Streichquartett. Die, im Vergleich zur Orchestermusik, deutliche Beschränkung des Stimmen- und Klangreichtums führt beim Quartett zwangsläufig zu einer Konzentration auf das musikalisch Wesentliche. Und genau das macht die Einspielung der gesammelten Quartette von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern so interessant. Sieht man von Schönbergs erstem Quartett, das noch deutlich neo-romantisch klingt, einmal ab, so überwiegen beim ersten Höreindruck die Gemeinsamkeiten. Die Altmeister der Wiener Moderne vereint das Bestreben, sich von Dramaturgie und Harmonik ihrer Vorgänger abzusetzen. Dabei entstehen neue Verwandtschaften. Allerdings nur entfernt: Anton Webern komponiert lakonisch und spröde, Schönberg selbstsicher und mitteilsam, Alban Berg wirkt am raffiniertesten. Das Lasalle Quartett arbeitet diese musikalischen Eigentümlichkeiten genau heraus. Gerade deshalb ist die Einspielung aus dem Jahr 1971 noch heute aktuell.
--Christian Demand
Rezension
Referenzaufnahme der Kammermusikwerke der Neuen Wiener Schule, wobei Schönbergs Quartette op. 7 und 10 aus dessen "tonaler" Periode stammen. Klangqualität und Interpretation sind kaum zu übertreffen. Das 342 Seiten umfassende Booklet enthält eine äußerst fundierte Dokumentation zu den Werken, die von Walter Levin, dem Primarius des Lasalle-Quartetts ange- recht und unterstützt wurde. Leichtes Rauschen. LP-Kritik: HiFi-Stereophonie
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