Nachdem das Ende von AM SAMSTAG KAM DAS SAMS ZURÜCK damals eher auf einen Abschluß der Sams-Reihe hingedeutet hatte, war ich um so gespannter, ob eine Fortsetzung das Niveau der beiden vorausgehenden Klassiker halten würde.
Das ist Paul Maar im Großen und Ganzen ausgezeichnet gelungen: Der Hauptgesichtspunkt liegt dieses Mal auf den bizarr ausgeprägten Sozialschwächen von Herrn Taschenbier, während das Sams, das einstmals chaotische anarchistische Minimonster, völlig unerwartet tiefenpsychologische Talente entwickelt, um seinem Papa aus dieser ausweglos erscheinenden Situation herauszuhelfen.
Allerdings bin ich der Meinung, dass der durchaus sozialkritisch zu verstehende Inhalt des dritten Sams-Teils das einstige Kinderbuch schon fast in die Jugendbuchsparte rückt, womit auch der Kritikpunkt erreicht ist: Die freche Unbeschwertheit der ersten beiden Teile weicht hier einen Humor, der für reifere Schulkinder ein wunderbares Lesevergnügen bietet, für angehende Schüler aber eventuell etwas zu anspruchsvoll ist.