Nach 200 Seiten Unterstellungen und Vermutungen kommt der gute Mann endlich zu seinem Argument: Der Kosovo-Krieg wurde von den USA letztlich nur aus macht- und interessenspolitischen Gründen geführt. Realistische IB-Theorie vom Feinsten, bzw. vom Ältesten, da boten auch die 90er durchaus schon interessantere Ansätze um Internationale Politik zu erklären... Wirklich untermauern kann er das Argument aber dann sowieso nicht, so bleibt auch das nur eine Behauptung. Das letzte Kapitel, "Rückblick nach einem Jahr" oder so ähnlich, ist ein Witz, nämlich nicht mehr als eine Kurzzusammenfassung, neues kommt da nicht mehr. So bleibt nur zu sagen: Da hätte Chomsky mal lieber bei seiner Sprachwissenschaft bleiben sollen, wer naiverweise eine sprachwissenschaftliche Untersuchung der Menschenrechtsdiskurse der 90er erwartet (so wie ich...) der wird bitter enttäuscht. Auch aus wissenschaftlicher Perspektive übrigens ein Totalausfall, nicht nur löchrige Argumentationsketten und veraltete Theoriebasis, auch die Belege im Text lassen sehr zu wünschen übrig, meist werden Zitate zwar als solche gekennzeichnet, der Leser erfährt aber nicht von WEM hier zitiert wird bzw. kann sich die Quelle einige Absätze (...oder Seiten...) weiter oben selbst suchen!
Fazit: Das Geld absolut nicht wert!