Ah, ein neues Fotobuch, werden einige sagen. Schon wieder ein neues Fotobuch die anderen. Doch dieses Buch - wie eigentlich alle aus der Feder des englischen Fotografen und Fotografieprofessors John Hedgecoe - gehört sicherlich zu den interessanten und lesenswerten! Es erläutert sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen die Hohe Kunst der Fotografie auf eine ansprechend dargestellte Weise, die sofort zum Nachahmen bzw. Entwickeln eigener Ideen anregt. Neben der Kunst, ein Werk zu schaffen, das weder Anfängern zu hoch sein dürfte, noch Erfahrene und Engagierte langweilen dürfte, versteht es Hedgecoe vor allem, auf eine interessante und nachvollziehbare Weise die Techniken der Fotografie nahe zu bringen - und dabei eines zu vermeiden, was vielen Autoren dieser Richtung leider Nahe ist: das Können des Lesers mit (selbst auf professionellem Niveau nicht immer gängigen) Techniken und Anweisungen in Frage zu stellen und so die Lust an der Arbeit mehr zu nehmen. In einer Reihe einzelner Projekte, die praktisch alle Gebiete der Fotografier anreißen, bekommt man genügend Wissen vermittelt, um selbst in ein(ig)e Richtung(en) zu arbeiten und eigene Konzepte und Ideen zu entwickeln. Hinzu kommt ein Schreibstil, der nicht nur nachvollziehbar, sondern v.a. auch interessant und lehrreich ist und nicht selten durch praktische Erfahrungen etc. des Autors abgerundet wird. Ein Genuss (ohne zu übertreiben!) war es zumindest für mich, das Buch zu lesen.