Ich kam zu diesem Buch, weil ich vom ersten Filzbuch dieser Autorin so negativ überrascht war, dass ich bei diesem Folgebuch davon ausging, sie hätte dazugelernt. Umso mehr war ich ehrlich entsetzt über diese Wiederholung von dilettantischer Handarbeit. Damit haben weder der Verlag noch die Autorin dem Kunsthandwerk Filzen einen Gefallen getan. Auch den Leser/innen nicht, die sich vermutlich neue Ideen und zumindest sehenswerte Filzarbeiten von diesem Buch versprechen.
Was ist so schlecht an diesem Buch? Die gezeigten Filzarbeiten sind leider von derart unglaublich miserabler Qualität. Da werden z. B. Filzschuhe gezeigt, die so lumpig gearbeitet sind, dass sie nie und nimmer den nächsten Winter erleben. Es folgt ein schlechtes Beispiel dem nächsten. Filzgemüse, das bei jedem Kindergartenbasar als Ladenhüter liegenbliebe, Kinderhausschuhe aus Fertigfilz, die so formlos sind, dass sie keinem Kind der Welt an den Füßen halten, denen eine Sohle fehlt und sie deshalb äußerst rutschgefährlich sind.
Erträglich sind teilweise die gezeigten Arbeiten aus Fertigfilz, aber nichts in diesem Buch wäre neu im Sinne von innovativ, was der Titel "Neue Filzideen" verspricht. Das wirklich schlechteste Beispiel ist ein Handschuh als Topflappen, der ganz und gar unansehlich gearbeitet ist. Der Filz ist bei keiner Arbeit richtig zu Ende gefilzt sondern verbleibt in dem Stadium, das man "Anfilzen" nennt. Der Autorin ist zu raten, einen Filzkurs zu besuchen oder gute Filzbücher zu lesen (z. B. von Angelika Wolk-Gerche, Monika Fergg, Monika Traub oder DAS Filzbuch von Gunilla Paetau Sjöberg) den Lesern sei empfohlen, dieses Buch weiträumig zu umgehen.