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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Visionen statt Rezepte,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Neue Arbeit, neue Kultur: Ein Manifest (Gebundene Ausgabe)
Wie man an den vorangegangenen Rezensionen sehen kann, sind Visionen in Deutschland nicht immer gefragt - auch, wenn sie wichtiger sind denn je. Wer ein Rezeptbuch mit einer Anleitung in 7 Schritten aus der Krise erwartet, ist mit diesem Buch natürlich schlecht beraten. Auch über die Sprache kann man natürlich geteilter Meinung sein - mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen und vor allem, es rüttelt auf und macht Mut. Bergmann macht deutlich, wie unzureichend alle Versuche bleiben müssen, durch Wachstum und Sozialabbau unsere Wirtschaftspolitik wieder auf den Vordermann zu bringen.Seine Vision der Neuen Arbeit ist vielleicht noch Zukuntsmusik und wird in dieser Form sicher nicht 1:1 verwirklicht werden. aber darum geht es ihm auch gar nicht. Was ihm auf unnachahmliche Weise gelingt, ist es, uns aus unserer lähmenden Letargie zu wecken und in eine neue Richtung schauen zu lassen. Dieses Buch eröffnet eine völlig neue und wirklich spannende Perspektive - nicht nur gesellschaftlich, sondern auch persönlich. Für mich jedenfalls war die Lektüre ein Vergnügen und ein echter Augenöffner. Ein Geist der Freiheit weht durch die Seiten dieses Buches - wer nicht so gerne bevormundet, sondern lieber inspiriert wird, findet an diesem Buch Ansätze, die sein Leben verändern können. Und was will man mehr? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Etwas, was wir wirklich, wirklich lesen wollen,
Rezension bezieht sich auf: Neue Arbeit, neue Kultur: Ein Manifest (Gebundene Ausgabe)
Neue Arbeit, Neue KulturEtwas, was wir wirklich, wirklich lesen wollen Fridhjof Bermann ist Philosophie Professor und Begründer von Zentren der Neuen Arbeit. Zuerst analysiert er in seinem 433 starkem Buch das aktuelle Lohn- und Arbeitssystem, nach dem heute viele Länder arbeiten. Er beschreibt die Pathologie des Lohnarbeitssystems und kritisiert die oftmals behauptete These, „Arbeitslosigkeit sei eben die Krankheit des Lohnarbeitsystems und eine niedrige Arbeitslosigkeit entspreche quasi der normalen Körpertemperatur". Dabei geht er in die eigentlichen Motive der Arbeit ein, warum wir sie gerne oder eben sehr ungern verrichten. Auch die Frage, warum und ob überhaupt Arbeitsplätze knapp sind, beantwortet Bermann in seinem Buch. In seinem Kernkapitel „Arbeit, die wir wirklich, wirklich wollen" beschreibt Bergman konkreten Handlungsspielraum für jeden Menschen. Anhand von vielen Praxisbeispielen erläutert er die konkrete Umsetzung bereits gelebter „Neuer Arbeit". Er beschreibt wie Menschen neue Unternehmen gründen, sich interdisziplinär zusammenschließen, qualifizieren und neue Technologien auch für sich nutzen. Kernanliegen ist aber dabei immer, dass die Menschen wirklich das tun, was sie wirklich tun wollen. Aber nicht nur Arbeit mit hohem technischen Anspruch werden praktiziert, sondern auch ganz konkrete Projekte von Menschen, die im Elend leben. So z.B. verschiedene Sozialprojekte in Randgruppenbereichen. Ein Sachbuch, welches in keinem Bücherschrank fehlen darf und sich wie ein spannender Roman liest. Schenkt den Menschen dieses Buch, ob in oder ohne Arbeit. Es ist nicht nur billiger, sondern auch effektiver und löst unsere Probleme wirklich! Ein gelungener Griff aus dem Hause Arbor. [b.z.] Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
lesenswert, fröhlich, zuversichtlich,
Rezension bezieht sich auf: Neue Arbeit, neue Kultur: Ein Manifest (Gebundene Ausgabe)
Frithjof Bergmann erzählt in diesem Buch die Erlebnisse der letzten 20 Jahre bei der Schaffung einer Kultur, die den Menschen die Kraft gibt eine Arbeit zu finden, die sie wirklich wirklich wollen. Lesenswert ist das Buch schon allein wegen seiner zahlreichen Geschichten. Die Beispiele belegen, dass es an der Zeit ist, Arbeit grundlegend neu zu denken. Das heißt im Kern, Alternativen zu dem vergehenden Lohnarbeitssystem des Industriezeitalters auszufüllen. Was die vielen Gedanken des Buches so brauchbar macht, ist die Tatsache, dass Bergmann über die sonst oft gehörte Verneinung des bestehenden Systems hinausgeht. Das Buch regt zum weiterdenken an und gibt eine Perspektive zu handeln. Hier werden die Errungenschaften der letzten Epoche in eine neue Kultur mitgenommen. Also: Keine Revolution. Keine Abschaffung der Geschichte. Hier wird neu gebaut! Einfach so unter Benutzung des Vorhandenen. Alles was nicht den notwendigen Geist innehat, oder in eine andere Richtung fährt, wird mit einem Lächeln liegen gelassen (so genannte Politiker als Beispiel). Den Mut dazu vermag das Buch zu geben.Neue Arbeit? Aber was? Haben wir die "Armut der Begierde" überwunden, das heißt wissen wir was wir wirklich wirklich tun wollen? Allein um die Frage des 3. Kapitels ernsthaft zu stellen, bedarf es einer Menge Frohsinn und Vitalität. Die Frage ist zentral. Bergmann erzählt über seine Erfahrungen in Flint, der Automobilstadt in Michigan. Die Antworten führen zu den zahlreichen Formen neuer Arbeit. Die Bemühungen zielen darauf ab, einen Horizont an neuen Möglichkeiten zu finden, neue Formen und Arten der Arbeit. Ich glaube, in dieser Betrachtungsweise ist ein wesentlicher Teil zu kurz gekommen. Es ist die Einstellung zum Arbeiten, das Bewusstsein das mir die Arbeit schenkt. Ich habe das Gefühl, das der spirituelle oder schöpferische Aspekt der Arbeit hier ausgeklammert wurde. Dazu finde ich passend zu lesen "The Reinvention of Work" von Matthew Fox. So kommt man seinen eigenen Antworten auf "Arbeit, die wir wirklich wirklich wollen" näher. Ein wichtiger Bestandteil der Neuen Arbeit wird "High-Tech-Eigen-Produktion" genannt. Der Autor gibt eine Vorstellung, was die enorme Produktivität und die genialen technischen Möglichkeiten schon heute und erst recht in Zukunft bedeuten werden. Maschinen produzieren nahezu ohne menschliche Arbeit alle wirklich notwendigen materiellen Dinge im Leben eines Menschen. Mit dem "Personal Fabricator" zeigt Bergman zum Beispiel auf, welche neue Arbeit da auf uns zukommt. Die Art und Weise zu produzieren verändert sich nicht graduell. Keine neue Technologie zur Produktion von Gütern für die Massen. Mit den neusten technischen Errungenschaften wird sich die Produktion von Gütern dem Wesen nach verändern. Neue Arbeit ist dann die Erzeugung von allerlei Dingen durch die Masse. Damit ist die Brücke errichtet: Von einer auf die Kolonialisierung der Menschen-Seelen bestimmten Logik der Produktion und des Konsums (die Verwertung, das zu Geld machen, dem Geld wegen), hin zu einer Ökonomie der Neuen Arbeit, die weit über das moderne Verständnis von "wirtschaften" und Arbeit hinausgeht. Arbeit wird zu Beginn dieses Jahrhunderts, wie schon am Anfang des letzten Jahrhunderts, zum wichtigsten Thema. War es früher ein ökonomisches Problem der Arbeiterschicht, so wird es heute viel mehr zur kulturellen Dimension aller industrialisierten Regionen. Jedermann sieht, dass die herkömmlichen Arbeitsgelegenheiten einfach weiter ziehen oder wegrationalisiert werden. Zurück bleiben die Menschen. Das trifft alle, in jeder sozialen Schicht. Und ganz am Rande ist dieses Buch ein Muss zu lesen, für alle, die sich nicht von den jüngsten Heilsversprechen über so genannte Selbständigkeit und Ich-Unternehmertum verblenden lassen, für jene die ihr Glück in post-modernen Selbstfindungsprojekten suchen oder gar ihren Lebensunterhalt als eigenverantwortlich handelndes Artefakt in Unternehmen verdienen müssen. Die Wahrheit ist: Es gibt sie, die machbaren Alternativen. Dieses Buch beschreibt einige Möglichkeiten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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