Mein Enkel wünschte sich einen MP3-Player zum Geburtstag. Nach dem Studium der Testzeitschrift suchte ich ein spezielles Gerät bei Amazon. Der Preis war akzeptabel und ein nicht im Lieferumfang enthaltenes Ladegerät wurde gleich mitempfohlen. Opa war zufrieden und bestellte und wußte nicht, dass er mit unterschiedlichen Lieferanten zu tun hatte. Damit entstanden unterschiedliche Lieferzeiten, weshalb der Opa an verschiedenen Tagen zur Packstation mußte. Nach dem Geburtstag und anschließenden Ferien des Enkels wurde berichtet, dass in den Ferien der MP3-Player stumm war. Opa als Dipl.Ing. stellte fest, dass das Ladegerät nicht funktioniert. Danach schrieb der Opa einen ausführlichen Brief an die Firma, bei der er seinen Kaufauftrag abgegeben hatte nämlich Amazon und schickte das defekte Ladegerät gleich mit. Die freudig erwartete Rücklieferung entpuppte sich leider als neu verpacktes Defektgerät mit einem Zettel, der mir mitteilte, ich möge aus der Bestätigungsmail des Verkäufers dessen Adresse zur Rücksendung verwenden. Um nicht unnötig zur Post laufen zu müssen fragte ich bei der Email-Adresse des Lieferanten, übrigens enthält diese das Wort AMAZON, an, ob ich dort an der richtigen Adresse sei für meine Reklamation. Und siehe da, der Opa fand Gehör, d.h. eine Email-Sachbearbeiterin, die auch so vernünftig ist, mich von der Rücksendung des Defektgerätes zu entbinden, denn die aufgelaufenen Portokosten erreichen den Kaufwert des defekten Gerätes.
Da die Firma AMAZON mich zur Bewertung ausdrücklich auffordert, schreibe ich hier meine Meinung: Das Benehmen von Amazon kann ich nur tadeln. Der Lieferant des Ladegerätes sollte von seinem Gerätehersteller eine bessere Fertigungskontrolle verlangen. Seine Behandlung von Reklamationen ist einwandfrei.
Ich habe daraus gelernt, in Zukunft zu prüfen, ob ein Kauf bei Amazon gegenüber dem Ladengeschäft so viel günstiger ist, dass sich die Mühe mit dem Kundendienst lohnt.