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Netze: Roman
 
 
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Netze: Roman [Gebundene Ausgabe]

Nuruddin Farah , Reinhild Böhnke , Gunter Böhnke
1.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 483 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (16. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518421034
  • ISBN-13: 978-3518421031
  • Originaltitel: Knots, 2007
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 631.152 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Nuruddin Farah
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Nuruddin Farah geht hart ins Gericht mit Männerwelt und Traditionen seiner einstigen Heimat Somalia. ... Ein knallhartes Buch. ... Die flirrende Atmosphäre des Buches ist meisterlich.«

(Franz Birkenhauer sf-magazin.de )

»Nuruddin Farah zeichnet einprägsame Bilder von dem vom Bürgerkrieg zerrissenen somalischen Alltag, von den Verheerungen des Krieges und der Verrohung der Gesellschaft, von Anarchie und Korruption. ... Einmal mehr in Nuruddin Farahs Romanen sind die Frauen die Hoffnungsträger der Gesellschaft.«

(Ursula Hummel )

»Ihre Kraft beziehen die Bücher Farahs aus ihrem Stoff, wer sonst schreibt aus und über diesen Ort, wer kennt die Menschen, ihren Alltag, ihre Nöte? Wie seine Vorgänger, so ist auch dieser Roman einer der Visionen, denn afrikanische Autoren, so der Autor, schrieben nicht für die Gegenwart, sondern für die Zukunft.«

(Sabine Berking Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»... Allein das Cover dieses Buches ist preiswürdig. ... Mit seiner leicht lesbaren Sprache, die aus präzisen Beschreibungen und wohlüberlegten Worten besteht, kitzelt der somalische Schriftsteller jenes fremde Land geradezu wach für seine Leser.»

(Christian Döring academicworld.net )

»Eine wohlhabende, selbstbewusste Frau kehrt aus Kanada in das zerstörte Land ihrer Kindheit zurück, nach Somalia, das die Beute von drogensüchtigen Warlords und bigotten Islamisten geworden ist. Nuruddin Farah führt uns mit seiner Heldin durch die Hölle auf Erden, aber er erzählt doch von Rettung: Die Frauen, die vom Morden und vom Beten genug haben, sind es, die das Land, ihre frömmlerischen Söhne und gewalttätigen Männer retten werden.«

(Karl-Markus Gauß )

»Nuruddin Farah bietet einen sehr guten Einblick in das Leben in diesem zerstörten, von der Anarchie der Warlords geprägten Land, in dem alles nur noch durch Eigeninitiative (eigene Netze) zu erreichen ist.«

(LoNam, das afrikanische Magazin )

Kurzbeschreibung

Cambara, eine willensstarke Frau, beschließt, aus ihrer Wahlheimat Toronto in ihr Geburtsland Somalia zurückzukehren. Ihr geliebter Sohn ist durch die Unachtsamkeit ihres Mannes ums Leben gekommen, doch die Reise ist nicht nur eine Flucht: Cambara will das alte Anwesen ihrer Familie den Händen eines Warlords entreißen. Das Mogadischu, in das sie kommt, ist schwer gezeichnet vom Bürgerkrieg: Jugendliche mit automatischen Waffen patrouillieren die Straßen, Clan-Rivalitäten, Langeweile und das allgegenwärtige Kaat haben die einstmals lebendige Stadt im Griff, islamistische Gruppen nutzen die Lähmung, um Einfluß zu gewinnen. Doch nach und nach gelingt es Cambara, Verbündete zu gewinnen – Heldinnen der Vernunft in einer Welt der Zerstörung. Netze ist ein bestürzendes und zugleich hoffnungsvolles Buch mit einer unvergeßlichen Hauptfigur, deren persönliche Reise in die Vergangenheit ein Zeichen für eine bessere Zukunft setzt. Ein Roman über die Realitäten hinter dem Schlagwort vom »Zerfallenen Staat«.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Netze des Schwachsinns 21. März 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ich stimme der vernichtenden ersten Kritik an dem Buch voll zu. Eine frustrierte Kanadierin mit somalischen Wurzeln kehrt nach Mogadischu zurück. Sie möchte das Haus ihrer Eltern wieder gewinnen und dort ein Theaterstück aufführen, um etwas Gutes für Somalia zu tun. Man erfährt, dass es auch in Mogadischu gute Menschen gibt (Frauennetzwerke), die alles einsetzen, um die Wünsche der frustrierten Kanadierin zu erfüllen.

Dieses Buch ist das schlechteste, was ich seit langem gelesen habe: Eine irrsinnige Geschichte mit unzähligen handwerklichen Verirrungen und dazu eine schlechte Übersetzung. Wie kann ein Verlag so etwas drucken? Wie ist es möglich, dass in seriösen Zeitungen positive Rezensionen geschrieben werden? Offensichtlich stehen Redakteure und Journalisten zeitlich so unter Druck, dass sie die Bücher nicht mehr lesen, sondern sich auf die Werbezettel der Verlage verlassen.
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Ermüdende Literatur 25. Mai 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist nicht zu begreifen, dass dieses Buch in den Feuilleton-Kritiken der Zeitungen und Magazine so hoch gelobt wird. Müde zieht sich die Geschichte, weil jeglicher Spannungsbogen fehlt. Da geht eine gutbürgerliche Exilsomalierin aus Kananda in das Land ihrer Kindheit zurück, sie will den Familienbesitz aus den Armen eines Warlords reißen. Diese ungewöhnliche Aufgabenstellung lässt aufmerken, weckt hohe Erwartungen beim Leser, bei der Leserin. Bilder stehen vor Augen: Die Gesetzlosigkeit, das Leid, das Grauen in einem Land, das vor über 20 Jahren den Zusammenbruch seiner rechtlichen und politischen Strukturen erlebt hat und dessen Bevölkerung seither der Willkür vor allem islamistischer Banden ausgeliefert ist. Geografischer Kristallisationspunkt dieses Dramas sowie der Handlungsort des Buches ist die Hauptstadt Mogadischu. Wie nun kann eine einzelne Frau in diesem Land ohne Hoffnung ihr Ziel erreichen? Die Frage zieht sich durch das ganze Buch und stellt sich stets neu, da die Strategie der Hauptdarstellerin zwar angedeutet wird, doch nicht nachvollziehbar ist. in den einzelnen Unternehmungen, sich ein soziales Netz zu knoten, wirkt sie entrückt und nicht an diesem schrecklichen Ort. Und was sie erlebt, ist nicht glaubwürdig, es ist umständlich und weitschweifend konstruiert. Ein Grunddilemma, an dem die Geschichte von Anfang an leidet. Schwache Figuren zudem ' die Frauen gut, die Männer schlecht und böse. Schiere Ungläubigkeit entsteht am Ende, als sich die Geschichte auflösen soll. Kann es sein, dass eine Theateraufführung für fünfundzwanzig geladene Gäste den Schluss und Höhepunkt der Rückeroberung bildet? Ist sie wirklich deswegen zurück nach Somalia gegangen? Netze: Roman
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Suhrkamp warum ? 23. Januar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ein so grottenschlechtes Buch wie dieses habe ich noch nie gelesen.
Dieses Buch ist Schund, sonst nichts.
Mein Deutsch-Lehrer in der 11. Klasse hätte mir einen Aufsatz in dieser billigen Art schwer enttäuscht um die Ohren gehauen, nachdem er doch über Jahre daran gearbeitet hatte, mir zumindest die fundamentalen Kriterien in puncto Literatur zu vermitteln.

Was uns Farah mit den 'Netzen' präsentiert, fasziniert mich in seiner Schlechtheit so sehr, dass ich weiter und weiter lesen muß, es nicht aus der Hand legen kann, nur um zu sehen, welche Klischees, welche Konstrukte er dem Leser auf der nächsten Seite wohl wieder zumuten wird.

Ich komme aus dem Kopf-Schütteln buchstäblich nicht heraus, die Peinlichkeiten, die Banalitäten, die haarsträubenden Zufälle, die Farah bedienen muß, um seine Cambara auf ihrem Weg von Somalia, über Kanada, und zurück nach Mogadischu zu begleiten, lassen mich Seite um Seite, immer noch eine und noch mal eine weiterlesen, momentan bin ich auf Seite 213, ich kann es immer noch nicht weglegen, ein besseres Beispiel für ein schlechtes Buch gibt es nicht.

Man muß, um einem Buch wirklich gerecht zu werden, immer wieder andere Betrachtungsweisen und Blickwinkel einnehmen, um das Werk als ganzes beurteilen zu können, ohne eventuell einen ganz bestimmten Aspekt außer Acht gelassen zu haben.
Bei Farah gibt es außer einem Thema, dabei einem großen, nichts, er ist völlig unfähig, einen Roman zu schreiben.

Die 'Netze' strotzen vor Widersprüchlichkeiten, ob Farah auch Khat kaut, weiß ich nicht, was ich weiß, ist, daß er auf jeder neuen Seite schon nicht mehr weiß, was er auf der davor verzapft hat.

Cambara steckt in einem tiefschwarzen Ganzkörper- Zelt, eine Wortschöpfung, die dem Autor offensichtlich so gefällt, dass er nicht müde wird, sie immer und immer wieder zu strapazieren, nimmt sich vor, bei nächster Gelegenheit einen leichteren Tschador zu kaufen, ist im nächsten Augenblick zuhause, kocht das Abendessen für einen Trupp schwer bewaffneter Rebellen, die sie 24 Stunden zuvor noch gar nicht kannte, und als sie am nächsten Morgen das Haus verläßt, trägt sie genau diesen Tschador.

Ziel ihrer Rückkehr nach Somalia ist es, einem der berüchtigten 'Warlords' dieser Tage den ehemaligen Familienbesitz wieder zu entreißen, sie hat an diesem Ort zwar selber nie gewohnt, weiß anfangs nicht einmal, wo in Mogadischu sich dieses Anwesen überhaupt befindet ,kann überhaupt keine persönliche Beziehung dazu haben, schlägt dennoch alle Warnungen aus, um sich ganz allein ihren Weg durch eine vom Bürgerkrieg gebeutelte Stadt zu suchen, in der Mord, Vergewaltigung und so weiter an der Tagesordnung sind, wie auf den Seiten davor immer wieder beschrieben.
Am Tor des ehemaligen Familienbesitzes trifft sie eine hochschwangere Frau, ganz offensichtlich eine Bewohnerin, Mißtrauen hin oder her, 10 Minuten später putzt Cambara die Küche dieser Frau.
Die Kinder, für die diese Frau des 'Warlords' verantwortlich ist, sind nicht zuhause, nachdem Cambara die Küche der Aufständischen geputzt hat, ist die Schwangere so erleichtert, daß sie sich hinlegt, obwohl eine ihr völlig fremde Frau im Haus ist, und sie die Ehefrau eines der rivalisierenden Clan-Oberhäupter ist.
Die Kinder kommen heim, es ist vorher seitenlang vorgestellt worden, was der Bürgerkrieg aus Somalia gemacht hat, daß es eine einzige prägende Ober-Eigenschaft in allen Leuten gibt, nämlich das Mißtrauen, und für diese Kinder ist es, auf einmal, von einem Tag auf den anderen völlig selbstverständlich, daß in ihrem 'Warlord'-Zuhause nicht die Mutter sie empfängt, sondern eine völlig fremde Frau.
Worauf sie sich dann von dieser völlig fremden Frau Geschichten erzählen lassen und nicht genug davon bekommen können.

An diesem Buch stimmt nichts, es stimmt kein Anschluß, wie man es beim Film nennt, die Ungereimtheiten sind das einzig Verläßliche, es können keine Charaktäre entstehen, weil jeder auf jeder neuen Seite etwas anderes von sich gibt, etwas, was mit der Seite davor überhaupt nicht vereinbar ist.
Nicht einmal vereinbar unter dem Aspekt des Widerspruches, der in uns allen liegt, und dem man geneigt ist, angesichts des brisanten Themas durchaus Rechnung zu tragen.

Cambara gerät am nächsten Tag, erneut auf dem Weg zum ehemaligen Familien-Anwesen, von einem auf den anderen Moment in einen Sandsturm, es wird eindrücklich beschrieben, daß ihre Augen völlig gerötet sind, sie fast nichts mehr erkennen kann, dann, nicht einmal einen Punkt, nur ein Komma weiter, beobachtet sie in höchster Konzentration einen Falken auf einem Telegraphenmast.
Und findet, in all dem Sturm, dem Sand, dem Chaos, dem Dreck um sie herum, nichts weniger als ein Bündel von Papieren auf dem Boden, unter all dem anderen Müll, erkennt sofort die Brisanz dieses Fundes, ohne einen Blick hinein werfen zu können, denn schon naht die Gefahr in Form von 4 schwerbewaffneten Jugendlichen, die auf nichts anderes, als Stunk, Unterwerfung, Gewalt, Zerstörung, Vergewaltigung aus sind.
Natürlich gelingt es ihr in kürzester Zeit, die 4 Rebellen zur Aufgabe zu bewegen, es kommt dann ja auch noch dieses andere Rebellen-Kommando und die bringen sie dann, standesgemäß mit dem Auto zu ihrem Ziel, dabei hütet sie immer, beinahe panisch, das Bündel von Papieren unter ihrem Tschador, das sie unbedingt an sich nehmen musste in dieser Wüste der Zerstörung, Gewalt und der Hoffnungslosigkeit einer gescheiterten Revolte.

Es kommt noch dreister:
Bevor sie wieder in die Küche der schwangeren Rebellin kommt, konnte sie doch noch einen Blick in den Inhalt ihres Zufallsfundes werfen und , natürlich, es handelt sich um Dokumente, die genau ihren 'Warlord' schwer belasten.
Was sie die ganze Zeit über krampfhaft unter ihren Kleidern verborgen gehalten hat, in der tiefen Überzeugung, etwas eminent Wichtiges gefunden zu haben, vergißt sie dann jedoch, einfach so, auf dem Küchentisch der 'Warlord-Frau'.

Weiter ging`s nicht.
Bei mir nicht.
So einen Mist habe ich noch nie in meinem Leben gelesen.

Dieses Buch ist eine nahezu ideale Fundgrube für einen Literatur-Studenten, der nach einem Thema für seine Doktorarbeit sucht.
Ein besseres Beispiel für Schund, für Trivialität in der Literatur gibt es nicht. Da kann sich einer abarbeiten, eine derartige Stoff-Fülle wird er in keinem anderen Einzel-Werk finden.

Bleibt die Frage, warum so etwas von Suhrkamp verlegt wird. Suhrkamp
!?
Ich habe gerade eben das Buch noch einmal in die Hand genommen und dabei gelesen, was ich fast schon wußte:
Natürlich hat Farah bereits irgend einen Literaturpreis bekommen, es gibt so viele, daß für jeden Autor auf der ganzen Welt ausreichend viele vorhanden sind.

Das ist mehr als nur bedauerlich, weil sich aus dieser Fülle von Ehrenbezeigungen keine Qualität mehr ableiten läßt.

Noch einmal zu Suhrkamp:
Ist es möglich, dass ein einziger, unfähiger, Lektor ein Buch wie dieses über die Übersetzung bis zur Veröffentlichung bringen kann, ohne dass eine zweite Person im Verlag gegenliest?
Offensichtlich!
Ich habe mich in den letzten Jahren viel befaßt mit der Literatur Nordafrikas, Arabiens, des nahen und mittleren Ostens.
Hier sind Schätze zu bergen in einer Fülle, von der die deutsche Gegenwartsliteratur nur träumen kann.

Warum also so ein einfältiges Traktat ??
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