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Netze und Netzwerke. Archäologie einer Kulturtechnik, 1740 - 1840
 
 
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Netze und Netzwerke. Archäologie einer Kulturtechnik, 1740 - 1840 [Broschiert]

Sebastian Gießmann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 114 Seiten
  • Verlag: Transcript; Auflage: 1., Aufl. (April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899424387
  • ISBN-13: 978-3899424386
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 13,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.219.414 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Netzwerke, fein gesponnen als Kulturtechnik für Leute von heute, haben Konjunktur. Daß die Sozialutopie der Vernetzung von Raum und Zeit sich nicht selbst verwirklicht, sondern zu einer veritablen Kanalisierung des Denkens geführt hat, ist die Pointe einer kleinen Studie von Sebastian Gießmann über den Aufstieg des Netzwerk-Denkens." Christian Holtorff, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2006

Kurzbeschreibung

Netzwerk-Wissen ist der Schlüssel zur Kulturtheorie des 21. Jahrhunderts. Gibt es eine Geschichte der Netze und Netzwerke, die den modernen Vernetzungen und Entnetzungen auf die Spur kommen kann?Der Aufstieg des Netzwerk-Denkens beginnt mit den naturhistorischen Ordnungsverfahren des 18. Jahrhunderts. Im Umfeld der französischen Juli-Revolution von 1830 nehmen Netzwerke erstmals ihre heutige Gestalt an. Das Netz - le réseau - ordnet das Wissen über die Natur und prägt die Bauweise von Kanalisation, Telegrafen und Eisenbahn. In der frühsozialistischen Bewegung des Saint-Simonismus entsteht zeitgleich das erste Programm zur globalen Vernetzung - als Utopie einer gerechteren Welt.Ob naturwissenschaftlich, technisch oder sozial: Der Blick auf die Geschichtlichkeit des Netzwerk-Wissens ist unverzichtbar für das Verständnis von Moderne und Gegenwart.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Im Spiegel vergangener Zeiten: Eine brilliante Kulturgeschichte der Netzwerke, 11. Mai 2006
Von 
Anke Hübel (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Netze und Netzwerke. Archäologie einer Kulturtechnik, 1740 - 1840 (Broschiert)
Gute Bücher über Netzwerktheorie und zur Netzwerkgesellschaft gibt es wie Sand am Meer. "Netze und Netzwerke" hebt sich wohltuend davon ab, auch wenn es ein - offenbar obligatorisches - Theoriekapitel enthält. Stark ist das in

eleganter und verständlicher Wissenschaftsprosa geschriebene Buch in der historischen Erzählung. Im Mittelpunkt steht v.a. Frankreich zwischen 1740 und 1840. Man schaut in einen Spiegel und ist verblüfft: Die Selbstverständlichkeit unseres "Netzwerk-Wissens" ist historisch gewachsen.

Besonders spannend lesen sich die Ausführungen zu biologischen Ordnungssystemen des 18. Jahrhunderts, die im Zeichen des Netzes funktionierten. Wer die entsprechenden Abbildungen sieht, wird ob der Nähe zu heutigen Netzwerkvisualisierungen erstaunt sein.

Gleiches gilt für die beginnende Dezentralisierung in Kanalisationstechnik,Telegrafie und Eisenbahn. Auch das erste (französische) Vernetzungsprogramm von 1832 ist ein Fundstück ersten Ranges für kulturhistorisch interessierte Leserinnen und Leser.

Ein Manko hat das Büchlein allerdings: Es ist zu kurz. Man wünscht sich aus Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft bald mehr zur Geschichte der Netzwerke im 19. und 20. Jahrhundert.

Anke J. Hübel, Kulturwissenschaftlerin / Kunsthistorikerin (M.A.)
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