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Im Netz der Zauberer. Eine andere Geschichte der Familie Mann
 
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Im Netz der Zauberer. Eine andere Geschichte der Familie Mann [Taschenbuch]

Marianne Krüll
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: Korr., erw. Ausgabe. (1. Dezember 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596113814
  • ISBN-13: 978-3596113811
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 179.096 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marianne Krüll
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Was für eine sonderbare Familie sind wir! Man wird später Bücher über uns - nicht nur über einzelne von uns - schreiben«, ahnte Klaus Mann bereits 1936. Jetzt, da neben den Werken auch Briefe und Tagebücher von Thomas, Heinrich, Erika und Klaus Mann vorliegen, dazu die Erinnerungen anderer Familienmitglieder, ist dieses »Später« erreicht, um ihre erlebten und Literatur gewordenen Geschichten im Vergleich mit- und zueinander kritisch zu beleuchten. Die Soziologin und Familienforscherin Marianne Krüll folgte in ihrer, auf langjährigen intensiven Forschungen basierenden Biographie der Familie Mann den Fäden des Netzes, in dem sie alle verstrickt waren. Ihr Ausgangspunkt ist der Selbstmord von Klaus Mann, den sie vor dem Hintergrund des Generationen umspannenden Gewebes von Schuld, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Tod betrachtet. Sie legt dar, wie Erfolg und Scheitern, Selbstverwirklichung und Selbstvernichtung auf unterschiedlichste Weise von den Mitgliedern dieser Familie gelebt wurden.

Der Autor über sein Buch

Die bislang umfassendste Familienbiographie der Manns.
"Im Netz der Zauberer" ist von 1991 bis Ende 2000 ungefähr 90 000 mal verkauft und in fünf Sprachen (Italienisch, Französisch, Spanisch, Brasilianisch/Portugiesisch, Japanisch) übersetzt worden.

Meine Familienbiographie der Manns ist nicht nur eine Fundgrube für Neuinterpretationen von Werk und Person der großen Schriftsteller Heinrich, Thomas und Klaus Mann, sie wirft auch Licht auf die vielen Personen - vor allem die Frauen - die in dieser Familie im Schatten geblieben sind.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es wurde an verschiedenen Stellen angegeben, dass dieses Buch einen besonders guten Überblick über die Familie Mann darstelle - das ist wahr, ansonsten aber kann ich an dem Buch wenig Gutes finden. Marianne Krüll schreibt sehr klar und verständlich (auf der sprachlichen Ebene) - inhaltlich ist jedoch vieles ziemlich verworren und mutet teilweise wie ein psychologisch abstruser Trivialroman an. Die Verstrickungen, die die Autorin überall sehen will, kann ich manchmal beim besten Willen nicht erkennen. Sie ist ganz süchtig nach diesem Netz, das sie zu sehen glaubt, und beschwört es ständig wie einen Geist herauf, dass es schon fast okkult anmutet. Dieser verzweifelte Wunsch, in allem eine logische Folge von Familienverwicklungen zu sehen, wirkte auf mich doch allzu unseriös. - Der Ansatz des Buches ist interessant, aber leider eben schlecht ausgeführt. Die Behauptung, dass Heinrich Mann mit seinen Werken die eigene Schwester Carla in den Selbstmord getrieben habe, wirkt einfach nur störend, ebenso wie der häufige Gebrauch des "Verführens", welcher alles dramatisiert und merkwürdig lüstern darstellt - wodurch leider einige interessante Ideen es Buches verblassen. Als Einstieg in die Familie Mann durchaus empfehlenswert, ansonsten sollte man eher die Finger davon lassen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mit Vorsicht zu genießen 22. Januar 2003
Format:Taschenbuch
Wer sich für die Familie Mann interessiert, der sollte dieses Buch lesen - allerdings mit gebotener Vorsicht. Die Autorin liefert eine Fülle neues Material und wirft interessante Gedanken auf, wie es auf die verschiedenen Mitglieder der Familie gewirkt haben muß, sich von den schriftstellernden Söhnen, Brüdern, Vätern und Onkeln mehr oder weniger unverhüllt und interpretiert in deren Werken wiederzufinden. Aber Marianne Knüll schießt dabei über ihr Ziel hinaus - und zwar manchmal ganz gewaltig. Es fällt auf, dass die Autorin, die für sich in Anspruch nimmt, gerade die Frauen der Familie aus dem Schatten zu holen, diese besonders in ihr Interpretationsschemen presst. So stellt sie Carla, die Schwester von Heinrich und Thomas, die sich mit 29 Jahren vergiftete, als eine in hohem Maße fremd beeinflußte Frau dar, die sich vor allem von ihrem Bruder Heinrich in den Zwiespalt zwischen Heiliger und Hure hat drängen lassen und daran gescheitet ist. Carlas Briefe, in denen sie freimütig und teilweise auch humorvoll über ihr wechselndes Liebesleben berichtet, lassen jedoch keinen solchen Schluß zu. Auch der jüngere Bruder Viktor berichtet, wie souverän seine schöne Schwester schon als junges Mädchen mit ihren zahlreichen Bewunderen umging. Marianne Knüll wirft der Familie Mann vor, sie sei mitschuldig am Selbstmord von Klaus, weil sie diesem von Jugend an einen Todestrieb eingeredet habe. Genau solch einen immanenten Trieb hängt sie aber in ihrem Buch Carla Mann an. Überhaupt werden die Frauen von der Autorin in ein noch engeres Korsett gepresst, als es die damalige Zeit tat. Marianne Knüll schreibt, den Schwestern Julia und Carla sei im Gegensatz zu den Brüdern nicht der Ausweg offen gestanden, die problematischen Unterströmungen in der Familie schreibend zu verarbeiten. Warum? Es gab Schrifstellerinnen (wenn auch nicht viele) wie die mit der Familie befreundete Riccarda Huch. Beide Mädchen haben zaghafte literarische Ansätze unternommen, die Mutter schrieb auch(wenn sie auch nicht veröffentlichte). Der Mutter, die nach dem Tod ihres Mannes nach München zog und gerne Gesellschaften gab, wird unterstellt durch ein Leben, das haltlos zwischen Konvention und Zügellosigkeit schwankte, den Kindern seelische Probleme mit auf den Lebensweg gegeben zu haben. Auch das bleibt unverständlich. Es gibt keinen Hinweis auf einen Skandal in Julia Manns Leben, wenn sie für manchen Moralapostel auch zu freimütig mit ihren Gästen geflirtet haben mag. In den Boheme-Kreisen, in denen sich die Familie bewegte, war es ein Verdienst als charmante Gastgeberin zu gelten. Im Grunde tut Marianne Knüll mit ihren Protagonisten genau das, was sie Heinrich und Thomas Mann unterstellt. Sie interpretiert ihre Leben, wie es ihr für die Linie ihres Buches passt. Doch trotz dieser gravierenden Problemen ist die Lektüre spannend und vieles von dem Gesagten hochinteressant.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Liest sich wie ein Roman 27. November 1998
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mein Lieblingsbuch. Mit tiefer Einsicht und Mitgefuehl erzaehlt die Autorin die vielen Geschichten der verschiedenen Mitgliedern der Familie Mann. Vielleicht zentral ist die Beziehung zwischen dem verdrueckt-schwulen Vater, Thomas, und dem oeffentlicht-schwulen Sohn, Klaus, aber es gibt eine Menge andere Erzaehlungen und Beziehungen von fast eben so viel Interesse. Ein Beispiel (von vielen) ist die Geschichte von Thomas Schwester, Karla, die Schauspielerin wurde und ihr Weg ins Buergertum nicht wieder finden koennten; wie ihr Neffe Klaus beging sie Selbstmord. Oder die Geschichte von Frau Dohm (Katia Manns Grossmutter) die streng ueberzeugte Feministin und Pazifistin war; durch seine Herablassung zur alten Dame zeigt die Autorin ihre beruehmteste Figur in keinem schoenen Licht. Die Autorin beschreibt die Faeden die ihren Charackter zusammenbinden in einer Stimme die zugleich scharfsichtig und verstaendnisvoll ist. Ich empfehle dieses Buch jedem Leser und jeder Leserinnen die sich fuer Thomas Mann, oder dem Zerfall des deutschen Buergertums des 19 Jahrhundert interessieren -- oder die, die nur etwas wirklich schoen Geschriebenes lesen wollen. Marianne, noch eins, bitte.
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