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Was ist das Selbst, was ist eine Person, was ist die Persönlichkeit? Um zunächst diese Begriffe zu klären, sieht sich der Autor in Philosophie, Psychologie und Religion um. Er vermittelt einen detaillierten Einblick in Menschenbilder und Vorstellungen über Selbst und Persönlichkeit aus der Sicht verschiedener Zeiten, Wissenschaften und Perspektiven. Ebenso gründlich geht er weiter vor, wenn er die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung darstellt und nachvollziehbar macht. Wie funktionieren Synapsen überhaupt? Was hat es mit unserem Gedächtnis auf sich, und wie lernen wir? Wie sehen die Hirnmechanismen unserer Emotionen aus? Welche Erkenntnisse lassen sich aus psychischen Störungen ableiten?
Wer wir sind, das ist nicht nur genetisch vorgegeben. Denn die Erfahrungen, die wir in der Welt machen, bestimmen, wie unsere genetische Ausstattung sich entfaltet. Dieser heute weit verbreiteten Ansicht schließt sich auch Ledoux an. Um am Ende aber ganz deutlich seine umstrittene These zu wiederholen: Wer sind Sie? Sie sind Ihre Synapsen. Aus ihnen besteht Ihr Selbst. Ein Buch voller Informationen, aber auch mit jeder Menge Zündstoff für Diskussionen. -- Gabi Neumayer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Extrem kompetent, jedoch durchaus auch einseitige Sichtweise,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Netz der Persönlichkeit: Wie unser Selbst entsteht (Taschenbuch)
LeDoux revolutionierte die Neurowissenschaften mit bahnbrechenden Arbeiten zur Funktionsweise des Mandelkerns, der Amygdala. Dort findet emotionales Lernen statt, d.h. beispielsweise wird dort Furcht vor bestimmten Orten und Situationen gelernt. Von den neurobiologischen Grundlagen bis hin zu psychiatrischen Erkrankungen reicht dabei die Palette. LeDoux erzählt anschaulich, jedoch nicht oberflächlich, was andererseits heisst, dass man streckenweise etwas "geistiges Sitzfleisch" braucht. Einseitig ist das Buch, da der Autor als "Amygdalaloge" eine sehr neurobiologische Betrachtungsweise hat. Wen das nicht stört, bekommt ein hochinformatives Buch von einem der Stars der Neuro-Szene. Mir gefiel das besser, als einer, der sich in zu vielen Ansätzen verzettelt. Persönlichkeit wird somit neurobiologisch interessant erklärt, andere Betrachtungsweisen sind nicht Thema des Buches.
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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
500 seitiger Wissenschaftskrimi,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das Netz der Persönlichkeit. Wie unser Selbst entsteht (Gebundene Ausgabe)
Joseph LeDoux lehrt am Center for Neural Sciens an der New York University und schaffte es, einen internationalen Bestseller über Neurologie zu schreiben. Genauer gesagt, über unsere Gefühle. Sein neues Buch ist noch dicker als "Das Netz der Gefühle. Wie Emotionen entstehen", dafür noch spannnender und aktueller. Gleich in der ersten Zeile tritt er mit der Tür ins Haus und behauptet: "Wir sind unsere Synapsen." Ein solcher Satz ruft nach einer Erklärung. Und die liefert er uns in 11 Kapiteln und auf 500 Seiten, häppchenweise und leicht verdaulich. Allerdings lässt sich die Komplexität des Gehirns nicht beliebig reduzieren. Irgendwann muss man seine eigenen Hirnzellen und sein Vorstellungsvermögen aktivieren. Wer Gehirnforschung à la Wochenzeitschrift will, muss weiterhin mit nichtssagenden Floskeln drittrangiger Wissenschaftsjournalisten leben. Wer sich auf das Abenteuer Gehirn einlassen will, für neue Sichtweisen bereit ist und von alten Denkmustern ablassen kann, wird von LeDoux reich belohnt. Wie das Zusammenspiel von Trillionen Schaltstellen im Gehirn funktioniert, welche gewaltige Koordinationsleistung schliesslich dazu führen, dass unser Gehirn so feuert, dass wir "Ich" sagen können, ist das neuste Abenteuer der Wissenschaft. Religiöse Menschen mit fundamentalistischem Einschlag werden die verabreichte Kost allerdings ebenso ungeniessbar finden wie überzeugte Freudianer. Der Anhang ist 85 Seiten dick und enthält die Anmerkungen, eine fantastische Bibliografie sowie ein ausführliches Register. Hätte LeDoux jedes Kapitel noch mit einer Zusammenfassung enden lassen, könnte man von einem perfekten Wissenschaftbuch für Fachleute und interessierte Laien sprechen.
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42 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wissenschaftlich korrekt aber unglaublich dröge...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Netz der Persönlichkeit. Wie unser Selbst entsteht (Gebundene Ausgabe)
... fand ich dieses Buch über die Funktionsweise des Gehirns.Zwar wird man akribisch genau über die elektronischen, chemischen und biologischen Vorgänge an der Schaltstelle der Neuronen informiert, aber es ist schon erstaunlich, wie wenige Schlüsse für die Praxis und das tägliche Leben der Autor aus all den detailierten wissenschaftlichen Einzelerkenntnissen zu ziehen wagt. Genauso, wie z. B. ein Automobil mehr als seine Bauteile und deren Funktion ist, besteht meiner Meinung nach die Persönlichkeit des Menschen nicht nur aus seinen Synapsen und deren Funktionsweise - seien diese auch noch so genau analysiert. Ich finde, der Autor hätte im Laufe seines dicken Buches einmal konkret darauf hinweisen können, was es eigentlich bedeutet, daß in unserem Gehirn an den Synapsen die Elektronen einzeln passieren und ausgewertet werden. Wir haben also eine kleine Quantenmaschine im Kopf. Ledoux hätte ruhig zwischendrin erklären dürfen, daß die Hirnzellen mittels der im Buch so ausführlich beschriebenen Mechanismen sogenannte verwickelte Hierarchien aufbauen, die nicht rein logisch mit 1 und 0 wie ein Siliziumcomputer arbeiten. Hier sind stattdessen quantenphysikalische Prinzipien am Werk, die auch eine hochinteressante Erklärung für das Bewußtsein und den menschlichen Geist bieten können. Aber der Autor wagt leider nichts sondern bleibt immer schön brav im begrenzten Rahmen seines Expertentums. Wer lediglich wissen will, wie Neurotransmitter und die Übertragungswege zwischen Hirnzellen funktionieren, mag mit dem Buch bestens bedient sein. Wer sich jedoch darüber hinaus fragt, wie denn nun das Netz der Persönlichkeit und der Geist zustandekommt, sollte sich noch ein paar zusätzliche Bücher mit mehr psychologischem Ansatz beschaffen und ergänzend noch etwas über Gedächtnis und Bewußtsein lesen. Ich muß auch an den Graphiken in dem Buch einiges bemängeln. Sie sind so dröge wie der Text: sehr abstrakt mit Pfeilen und Abkürzungen, aber sie erklären sich zur Gänze nur über den mehrzeiligen Untertitel, und sie sehen sich überdies noch meistens sehr ähnlich. Sowas kann kein Mensch im Kopf behalten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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