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Peter Finch spielt einen alten Hasen im Fernsehgeschäft, einen sogenannten Anchorman, der aufgrund von schwachen Quoten gefeuert wird. Die Reaktion seines Charakters besteht darin, dass er ankündigt, er werde sich in zwei Wochen live im Fernsehen umbringen. Finchs Charakter verfällt daraufhin (trotz himmelhoch steigender Quoten) dem Wahnsinn, er schießt permanent Haßtiraden auf das Medium ab, das ihn zu einer Berühmtheit machte. Faye Dunaway spielt eine frigide, quotenbesessene Produzentin, die dem Erfolg voller Hingabe kaltblütig hinterherjagt; William Holden gibt einen verheirateten Manager, der sie im Rahmen seiner aufkommenden Midlife-Krise aufzutauen versucht. Während alledem zwingt Chayefsky (durch Finch) den Zuschauer, das mittlerweile berühmt gewordene Mantra "Ihr könnt mich alle am Arsch lecken - ich lass' mir das nicht länger gefallen!" immer wieder zu wiederholen, mit der Absicht, die Menschlichkeit von jenem Medium wiederzuerlangen, das sie uns zu rauben versucht. --Jeff Shannon
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wir machen kein seriöses Programm ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Network (DVD)
Howard Beale ist seit Jahren Nachrichtensprecher und soll aufgrund rückläufiger Quoten gefeuert werden. Darauf hin macht er seiner Wut Luft - und wird damit prompt zum Star... Die Howard-Beale-Show ist geboren, aber auch deren Erfolg kann nicht ewig andauern. Da kann nur noch ein Attentat im Studio Abhilfe schaffen...Sehr bezeichnend ist beispielsweise der Ausspruch des Programmchefs während einer Konferenz: "Wir machen kein seriöses Programm. Wir sind ein Nuttensender. Wir müssen nehmen, was wir kriegen!" Als Sidney Lumets beißende Satire 1977 in die deutschen Kinos kam, gab es hierzulande noch kein Privatfernsehen. Demzufolge reagierte die Kritk nur mit Abwehr ("Gnadenlos überzogen..."). Doch 26 Jahre später ist der Film aktueller denn je. Sicher ist er eine Satire, aber garantiert nicht mehr außerhalb jeglicher Vorstellungskraft. Peter Finch (1916-1977) erhielt für die Darstellung des Howard Beale posthum seinen ersten Oscar - verdientermaßen! Die Qualität der DVD ist hervorragend (vor allem, dass sie endlich vorliegt), wenn auch außer dem Trailer kein Zusatzmaterial vorhanden ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
erschreckend aktuell - erschreckend lustig,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Network (DVD)
Dieser Film ist, dies sei vorangestellt, trotz seines fortgeschrittenen Alters, erstaunlich aktuell. Der alternde Fernsehmoderator - Peter Finch - beschliesst sich aufgrund der Kündigung, die ihm das "Network" ausgesprochen hat, vor laufender Kamera zu erschiessen. Tatsächlich steigen von nun an die Einschaltquoten und Peter Finch wird diese "Ich schiess mich tot-Nummer" jetzt jeden Abend zelebrieren. Mit wechselndem Erfolg und verschiedenen Sendeformaten. Einzig sein Freund, gespielt von William Holden, beschliesst ihn aus diesem "lärmenden Nichts" zu befreien. Was hier als grotesker Ausgangspunkt erscheint, entwickelt sich schnell zu einer spannenden, lustigen und letzten Endes erschreckend real wirkenden Geschichte über den Verfall menschlichen Anstandes aus Gründen der Geldgier. In der Rolle des skrupellosen Managers sowie der Fernsehmacherin brillieren Robert Duvall und Faye Dunaway. Natürlich ist die Geschichte ausgedacht, aber vieles, um nicht zu sagen, fast alles wirkt erschreckend zeitnah. Keine Idee, und sei sie noch so geschmacklos oder auch einfach nur dämlich, findet den Weg ins Fernsehen. Das war schon damals so und (leider) wird es auch immer sein. Daneben wird klar, was wir schon immer vermutet haben, das Fernsehen ist nur ein Sprachrohr für "höhere Ideen", die uns hier allabendlich mitgeteilt werden. Der alltägliche Wahnsinn eben. Nebenbei sei noch angemerkt, dass Peter Finch eine Lektion über die "freie Wirtschaft" in Form einer sechsminütigen Monolog-Rede erteilt bekommt, die ihresgleichen in der Filmgeschichte sucht. In besagter Rede wird deutlich gemacht, wie unser Wirtschaftssystem tatsächlich funktioniert. Hatten wir bisher gedacht, unsere Wirtschaftsunternehmen sind in so etwas wie eine Demokratie eingebettet, werden wir hier eines besseren belehrt. Und verdammt: es ist ja wahr..... Wenn Sie den Film gesehen haben, werden auch Sie Lust verspüren, den Kopf aus dem Fenster zu strecken und zu rufen: "I'm mad as hell, and I'm not going to take that anymore (Ihr könnt mich alle am Arsch lecken, ich lass mir das nicht länger gefallen)." Die deutsche Syncronisation ist sehr gut, das englische Original absolut empfehlenswert. Ein Klasse Film von Sydney Lumet. Unbedingt 5 Punkte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das einzige, was diesen Film alt erscheinen lässt...,
Rezension bezieht sich auf: Network (DVD)
...sind die Telefone mit Wählscheibe. Der Rest hat inhaltlich an aktueller Brisanz nichts verloren. Mit viel rhetorischer Intelligenz (alleine die Platzierung des "kantigen Mannes mittleren Alters" ist grandios), Bosheit und einem brillianten Ensemble erzählt Sidney Lumet in "Network" die Geschichte eines um Einschaltquoten ringenden Fernsehsenders. Man kann sich vorstellen, dass die Schauspieler, allen voran das Dreamteam Dunaway, Duwall, Holden und Finch, ihre wahre Wonne beim Lesen des Skriptes gehabt haben müssen und das sieht man Ihrem Spiel auch an. Rundum ein "Evergreen" der Mediensatire. In einem Atemzug mit "Wag the dog". Brilliant!
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