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Nette Aussichten
 
 
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Nette Aussichten [Gebundene Ausgabe]

Edward St Aubyn , Dirk van Gunsteren
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 1 (21. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832180249
  • ISBN-13: 978-3832180249
  • Originaltitel: Some Hope
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 288.545 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Edward St. Aubyn
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Witz, Biss und Tempo. [ ]. Diese Party ist das starke Finale der packenden Trilogie. KÖLNER STADT-ANZEIGER Der von der Kritik stürmisch gefeierte Autor entlarvt wieder die snobistische englische Gesellschaft bei einer Party böse, ironisch, stellenweise zynisch. NEUE PRESSE Eleganter, stellenweise atemberaubend eisiger Stil. NDR KULTUR Ein wahres Lesevergnügen. [ ] So elegant wie scharfkantig [ ] St. Aubyn hat sich in diesem Buch einer besonderen Herausforderung gestellt. Nicht über Dämonen zu schreiben, sondern über Zuversicht, Zukunft. Keine einfache Aufgabe für einen, der so lustvoll wie eisig seziert. DEUTSCHLANDRADIO Weltgewandt und tiefenscharf ist dieser Roman die Antithese zum Kitsch konventioneller Fürstenromane. WIENERIN Wirklich verführerisch flimmert sie, diese literarische Mischung aus Snobismus, Schmerz, stilistischer Eleganz und Klasse Oberklasse versteht sich. WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE Der Autor kehrt zu seiner Höchstform zurück. [ ] Als Gesellschaftssatire in der Tradition des frühen Aldous Huxley ist 'Nette Aussichten brillant und streckenweise urkomisch. NZZ St Aubyns Prosa ist ebenso scharf, wie seine Figurenzeichnungen scharfsinnig sind. [ ] Ohne Larmoyanz und mit viel britischen Sinn für Pointen. [ ] Ein großartiger Roman. HANNOVERSCHE ALLGEMEINE

Kurzbeschreibung

Adel vergiftet - der dritte Roman von Englands brillantestem Stilisten
Eine englische Gartenparty im Februar, bei der degenerierte Herzöge, adelsgeile Emporkömmlinge, abgehalfterte Popstars und heiratswütige Pfarrerstöchter aufeinanderprallen. Ausgerechnet vor der Kulisse dieses Jahrmarkts der Eitelkeiten vertraut Patrick Melrose erstmals einem Freund sein übermächtiges Kindheitstrauma an. Das gesellschaftliche Großereignis wird zur aberwitzigen Folie, vor der die Abgründe des Menschlichen nur umso deutlicher werden. Gekonnt nutzt Edward St Aubyn seinen Witz, lockt uns mit der spielerischen Eleganz und Leichtigkeit seines Stils auf gefährliches emotionales Glatteis, nur um uns mit der nächsten Pirouette schon wieder zum Lachen zu bringen. Die Brillanz dieses Autors macht ehrfürchtig staunen, seine Klugheit und Traurigkeit lassen einen nie wieder los.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zum Einstieg in diese Rezension müsste ich eigentlich Oscar Wilde zitieren. Die Schwierigkeit ist nur, dass ich mich nicht für ein konkretes Zitat entscheiden kann. Wie wäre es hiermit: »Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: es stimmt.«
Oder: »Die Öffentlichkeit hat eine unersättliche Neugier, alles zu wissen außer dem Wissenswerten.« Und dann hätte ich noch das hier: »Zum Glück ist das Denken, in England wenigstens, nicht ansteckend.«

"»Zu schade, dass du nicht mitkommen kannst«, sagte David Windfall zu seiner Frau und steckte für alle Fälle zwei Kondome in die Innentasche seines Smokingjacketts.
»Viel Spaß, Darling«, stöhnte Jane und konnte es kaum erwarten, bis er endlich aufbrach.
»Ohne dich wird's wenig Spaß machen«, sagte David und fragte sich, ob zwei Kondome reichen würden.
»Sei nicht albern, Darling - wenn du erst unterwegs bist, wirst du gar nicht mehr an mich denken.«
David machte sich nicht die Mühe, dieser nur allzu wahren Feststellung zu widersprechen.
»Ich hoffe, morgen geht's dir wieder besser«, sagte er stattdessen. »Ich rufe dich gleich morgen früh an.«
»Du bist ein Engel«, erwiderte seine Frau. »Fahr vorsichtig.«"

Eine bitterböse und zynische Zustandsbeschreibung ist das, was der Autor uns hier präsentiert: Er nimmt die englische Oberklasse gehörig auf die Schippe, und das zugleich Traurige an der ganzen Sache ist die Tatsache, dass all das zwar eine rein fiktive Geschichte ist, die Wirklichkeit vermutlich aber genauso aussieht. Bei Sonnys Geburstagsfeier, die er zusammen mit seiner Frau Bridget ausrichtet, trifft sich alles, was in und um London herum Rang und Namen hat. Sogar Prinzessin Margaret weilt unter den Gästen! St Aubyn versammelt zahlreiches Personal, anfangs schwirrt dem Leser auf Grund der vielen Namen und Beziehungen zueinander schier der Kopf. Auf der Party bilden sich Gruppen, es wird geplauscht und über jedes noch so interessante oder geschmacklose Thema diskutiert. Dass da nicht jeder mit jedem im Reinen sein kann, ist klar: Hinterm Rücken wird gelästert, was das Zeug hält, Ränke werden geschmiedet und die Charaktere halten sich mit ihren Meinungen selten zurück. Verlogen bis in die hinterste Ecke sind sie, neidisch und sensationslüstern und vor allem auch berechnend. Nichts geschieht ohne Hintergedanken, jeder Satz hat einen ganz eigenen Impuls. Man weiß schließlich nie, wer einem später noch einmal nützlich sein könnte.

"Sie hatte ewig gebraucht, um darüber hinwegzukommen, dass Patrick sich von ihr getrennt hatte. Nicht, dass sie ihn besonders gemocht hätte - es war nicht ihre Art, Menschen zu mögen, die sie benutzte, und wenn sie aufhörte, sie zu benutzen, wäre es natürlich absurd gewesen, sie zu mögen -, aber sich einen neuen Liebhaber zu suchen war so öde."

Der Autor selbst spickt diese Szenen immer wieder mit bissig-bösen Seitenhieben und streut Details über die Figuren ein, die sie endgültig entstellen. Zwischen den teils wirklich herrlich urkomischen Wortwechseln ist aber auch stets noch etwas Platz für ein wenig Philosophie, ein bisschen Weltanschauung und private Probleme, denn nicht alle, die St Aubyn hier antreten lässt, sind aus demselben Holz geschnitzt. Es gibt auch Ausnahmen, Menschen, die zwar irgendwie trotzdem dazugehören, die aber hinter ihrer Schöne-Welt-Fassade trotzdem noch verletzbar sind und denen die Affektiertheit ihrer »Freunde« gehörig gegen den Strich geht.
Alles in allem ist dies ein wunderbar kurzweiliger Roman, der uns einen amüsanten und geistreichen Einblick in das Leben der »oberen Zehntausend« bietet. Charmant geschrieben, und manchmal wirklich zum Brüllen komisch.
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Böse - bitterböse 13. Februar 2012
Von Thaila
Format:Taschenbuch
Nette Aussichten ist der letzte Teil einer Trilogie um Patrick Melrose. Patrick ist Angehöriger der britischen Upper Class. Sein Vater, ein Sprössling einer der ältesten Familien Englands, ist ein Sadist, der die Mutter demütigt und Patrick als Kind missbraucht. Als Erwachsener betäubt Patrick sein Trauma mit Drogen.

Im dritten Band nun stellt sich Patrick seiner Vergangenheit. Seine Drogensucht hat er einigermaßen in den Griff bekommen und zum ersten Mal erzählt er seinem besten Freund ausgerechnet auf einer Party auf einem mondänen Landsitz mit royaler Beteiligung vom Missbrauch durch seinen Vater. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Patrick in der Lage so etwas wie einen Schlussstrich zu ziehen.

Der erster Teil der Reihe ist grandios und gehört zu dem bedrückensten und eindringlichsten, dass ich in letzter Zeit gelesen habe. Der zweite Band hingegen fiel ziemlich stark ab. Zum Glück knüpft der dritte Band wieder an den Anfang an, indem St Aubyn das tut, was er am besten kann: über die englische High Society schreiben. Die Welt, die er beschreibt, ist absolut albtraumhaft. Missgunst, Ennui und ein unglaublicher Sobismus verbergen sich kaum unter einer dünnen, hauchdünnen Schicht von Schicklichkeit. In dieses Welt, die von Kaltherzigkeit geprägt ist, ist Kindesmissbrauch eigentlich nur eine logische Konsequenz.

Diese Beschreibungen könnten albtraumhaft zu lesen sein, wenn St Aubyn nicht gleichzeitig so viel Humor hätte. Ein bitterer, ein tiefschwarzer Humor ist es allerdings.
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