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Nestroy zum Vergnügen. "Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang"
 
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Nestroy zum Vergnügen. "Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang" [Taschenbuch]

Jürgen Hein
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 5,00  
Taschenbuch, 1995 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: 1.Aufl. (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150094097
  • ISBN-13: 978-3150094099
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 9,8 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 685.959 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Johann Nestroy
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Zum Vergnügen? Von wegen! Dafür, dass in dieser Sammlung von kurzen Sätzen und Extrakten vor allem aus den Possen von Johann Nestroy eine ganze Menge Ärger steckt, Ärger über die Menschen, hier nur zwei Beispiele: 'In diesen Badeorten wird einem überall der Genuss der gesunden Natur durch den Anblick kranker Menschen verleidet.' - 'Er is grad´ so ehrlich, dass man ihn nicht aufhängen kann.' Und auch sonst ist Nestroy, ausgewählt von Literaturwissenschaftler Jürgen Hein, nicht nur zum Vergnügen, sondern auch zum Nachdenken." -- Frankfurter Neue Presse

Über den Autor

Johann Nepomuk Nestroy, 7. 12. 1801 Wien - 25. 5. 1862 Graz. Der Sohn eines Hof- und Gerichtsadvokaten studierte nach seiner Gymnasialzeit (1811-16) ab 1817 in Wien Philosophie, anschließend 1820-21 zwei Semester Jura, wurde jedoch dann - nachdem er bereits auf Liebhaberbühnen aufgetreten war - Sänger und Schauspieler. Nach seinem Debut als Sarastro in der 'Zauberflöte' erhielt er ein Engagement als Bassist am Deutschen Theater in Amsterdam (1823-25), 1825-31 spielte er in Brünn, Graz und Preßburg, seit 1831 in Wien: bis 1839 am Theater an der Wien, dann am Leopoldstädter Theater (1848 umbenannt in Carl-Theater), das er 1854 pachtete und als Direktor leitete. 1860 trat er zurück und zog nach Graz.
Hier war er 1827 zum ersten Mal als Dichter einer Lokalposse hervorgetreten ('Der Zettelträger Papp'). Seit seinem Engagement in Wien übernahm er immer mehr Sprechrollen, die er für sich selbst schrieb. Er verfasste über 80 Stücke, die auf den verschiedensten Quellen beruhen (Komödien, insbesondere Vaudevilles, Romane, Novellen), aber durch den Witz ihrer Dialoge, durch das virtuose Spiel mit der Sprache und durch die philosophierenden, kommentierenden Couplets die Vorlagen vergessen machen, wenn sie nicht ausdrücklich wie 'Tannhäuser' (UA 1857), 'Lohengrin' (UA 185

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uwe-Jens Has TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Diese kleinen Reclam-Vergnügungs-Bändchen lese ich immer beim Zahnarzt.
Kein Scherz! Sie sind praktisch, man kann schnell dieses oder jenes Bonmot
aufschnappen, kurz im Wartezimmer rumkucken und es , ganz wichtig, noch mit
in das Behandlungszimmer nehmen, denn da muss man auch oft endlose Minuten warten
bis der Arzt schliesslich doch noch aus seinem zweiten Behandlungszimmer kommt.

Wie es der Zufall will, schlage ich eine Seite auf, wo steht:

Zartheit ist das Wesentlichste an der Stärke des Weibes.

So, jetzt kommt die Zahnärztin und muss mit so einem kleinen Faustkeil
einen Zahn eskamotieren. Der will aber nicht so recht..

Durch den Wiener Dialekt den man beim Lesen quasi mithört, immer an
Qualtinger denken, oder an Josef Meinrad, ist die Ablenkung vom Zahn-
ungemach noch grösser, man denkt garnicht an die Angst und da freut
sich der Zahnarzt, weil dessen grösste Angst sind die ängstlichen
Patienten. Mittlerweile gehe ich gern zum Zahnarzt. Es ist sehr
bequem, man liegt da , muss nichts tun. Und der Arzt macht
seinen qualifizierten Job. Es ist sogar angenehm, die handwerkliche
Routine zu beobachten.

Gibt's kan Eisenbahn,
Gibt's kan Luftballon,
der mi aussiführet aus dera Welt?

D E R N Ä C H S T E B I T T E !

Oh, das bin ich.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862) war ein österreichischer Schauspieler, Sänger, Dramatiker und Satiriker. Seine umfassenden Interessen führten zu fantasievollen Wortgebilden und Ideen, sie greifen das Gegensätzliche und Volkstümliche auf und erhellen durch das Bizarre Momente der Klarheit. Der böse Geist Lumpazivagabundus oder "Das liederliche Kleeblatt" ist ein bekanntes, von ihm verfasstes Stück für das Alt-Wiener Volkstheater. Durch seinen komisch witzigen Darstellungsstil, seine umwerfende Sprachgewandtheit und seinen Sarkasmus bringt Nestroy als Darsteller die Zuschauer damals regelmäßig zu (lachenden) Jubelstürmen.

Dieses Büchlein gibt einen ersten Einblick in Nestroys Welt, dem Volk aufs Maul geschaut und trefflich zum Ausdruck gebracht, z.B. durch " 's moralisieren ist leicht, wenn man die Welt vom grünen Talgrund aus betrachtet, ich aber schau sie vom Gipfel der kahlsten aller Felsen, vom Kulimnationspunkt alles Elends an, und in dieser Vogelperspektiv' haben die bausbackigsten Sentenzen eine hohle, nichtige Gestalt."

Er ist ein Melancholiker, ein Grantler mit sich und der Welt. "Mir war der verlorene Sohn schon immer verächtlich, aber nicht deswegen, weil er ein Schweinehirt war, sondern weil er wieder nach Hause gekommen ist." Auch dies wenig optimistisch: "Wohlgeboren ist das dümmste Wort, denn jeder Sterbliche ist Wehgeboren."

In Gesellschaft sollte man es so handhaben: "Große Neuigkeiten muss man haarklein erzählen." Für ihn sieht es meist so aus: "Unter hundert Einwohnern gibt es immer einen Geizhals, fünf Säufer, einen Gelehrten, fünft Gescheite und 88 Verliebte." Oder das: "Er ist grad so ehrlich, dass man ihn nicht aufhängen kann."

Über Geld fabuliert er: "Das Geld ist der Punkt, den Archimedes suchte, um die Welt zu bewegen." Geld redet keinen Unsinn: "Das ist das größte Vorrecht einer Million, dass man damit so dumm daherreden kann, als man will, und doch was gilt."

Ein vergnüglich heiteres, leicht melancholisches Brevier!
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