Kurzbeschreibung
Die Gestalt Johann Nestroys, die literarische wie die theatergeschichtliche, wird heute vor allem den Sprachliebhaber fesseln. Vielleicht war Nestroy, der Komödiant, größer als Nestroy, der Possendichter; leidenschaftlich bejahende und auch ablehnende bis haßerfüllte Augen- und Ohrenzeugen dieses zweifellos einzigartigen histrionischen Phänomens könnten eine solche Annahme nahelegen. Da uns aber Nestroys Schauspielkunst nicht im lebenden Bild oder in der Tonwiedergabe, sondern nur im berichtenden, meist verzerrenden Wort der Zeitgenossen überliefert ist, halten wir uns, wo immer möglich, an den Dichter selbst, der uns gleichfalls durch das Wort, nur eben aus erster Hand, gegenwärtig wird.
Über den Autor
Otto Basil, 1901 in Wien geboren, starb 1983 in seiner Geburtsstadt.
Seine ersten Gedichte veröffentlichte er mit 18 Jahren, seine frühe erzählende Prosa gilt allgemein als verschollen. Die NS-Zeit verbrachte er, mit Publikationsverbot belegt, in der Inneren Emigration. Unmittelbar nach der Befreiung vom Nationalsozialismus gab er die kurzlebige, doch bedeutende Kulturzeitschrift «Plan» heraus, die Ausgangspunkt einer ganzen Generation österreichischer Schriftsteller war.