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Nerven

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Produktinformation

  • Darsteller: Eduard Winterstein, Lia Borre, Erna Morena, Paul Bender
  • Künstler: Helmar Lerski, Robert Reinert
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Englisch, Französisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Infoprogramm
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 12. September 2008
  • Produktionsjahr: 1919
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen 1 Kundenrezension
  • ASIN: B001EICCWQ
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 67.665 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)
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Produktbeschreibungen

s/w, Stummfilm

In seinem 1919 in München gedrehten "Monumental-Film" Nerven versucht Robert Reinert "den Zündstoff, den Krieg und Not im Menschen erzeugt" haben, als "nervöse Epidemie" zu beschreiben, "die die Menschen befallen hat und zu allerhand Taten und Schuld treibt". Geschildert werden die Schicksale verschiedener Personen aus unterschiedlichen sozialen Schichten: Im Mittelpunkt stehen der Fabrikbesitzer Roloff, dessen Glauben an den technischen Fortschritt zerbricht, der Lehrer Johannes, in Volksversammlungen soziale Reformen fordert, und die sich zur Revolutionärin wandelnde Marja, die zum bewaffneten Kampf gegen die Herrschenden aufruft. Das Filmmuseum München hat Robert Reinerts von der Zensur verstümmelten Filmklassiker aufwendig rekonstruiert, der Elemente des expressionistischen Stummfilms der 20er Jahre vorwegnimmt und ein einzigartiges Zeitdokument darstellt.

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Top-Kundenrezensionen

Format: DVD Verifizierter Kauf
Es ist nicht leicht zu sagen, wem man diesen Film bzw. diese DVD empfehlen sollte. Bei vielen alten Stummfilmen kann man jemandem sagen: ›Wenn Du Verständnis mitbringst für die besondere Ästhetik des Stummfilms, dann wirst Du bei diesem Film wahrscheinlich Freude haben, denn er erzählt auf eine einmalige Weise eine noch heute beeindruckende Geschichte.‹ Im Fall von Robert Reinerts »Nerven« von 1919 mag man eine solche Empfehlung kaum aussprechen. Zu abstrus scheint die Story, zu exaltiert der schauspielerische Stil. Und doch hat dieser Film etwas an sich, das man sich nicht entgehen lassen sollte, sofern man filmhistorisch interessiert ist. Das filmhistorische Interesse scheint mir aber eine unabdingbare Voraussetzung zu sein.

1919 lag Deutschland in vielerlei Hinsicht am Boden, und seine internationale Reputation war auf einem Tiefpunkt. Ausgerechnet in diesem Jahr erwarb sich der deutsche Film erstmals internationale Anerkennung, und zwar mit zwei Beiträgen: Robert Wienes »Das Cabinet des Doktor Caligari« und Ernst Lubitschs »Madame Dubarry«. Robert Reinerts »Nerven« aus dem gleichen Jahr kann zwar nicht annähernd den gleichen Erfolg und Einfluss aufweisen, aber in gewisser Weise ist auch er auf der Höhe seiner Zeit und das in mancher Hinsicht vielleicht sogar mehr als die anderen beiden Filme. Im Hinblick auf die Erzählabsicht und die Erzählform steht »Nerven« dem Wiene-Film deutlich näher. Er gehört in die Tradition, die später (vielleicht etwas irreführend) unter dem Titel ›Expressionismus‹ zusammengefasst wird. Mit Lubitschs Film hat Reinerts Werk nichts gemein, – es ist geradezu anti-Lubitsch.

Was das Pathos der Erzählung und des Schauspielstils angeht, ist »Nerven« typisch expressionistisch.
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