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Nero - seit nahezu zwei Jahrtausenden ist dieser Name unvergessen, umweht ihn eine geheimnisvolle Aura. Dabei war der römische Kaiser keine große historische Persönlichkeit wie Cäsar, Friedrich der Große oder Napoleon, kein Baumeister eines Staates oder Reiches wie Augustus oder Karl der Große.

Es geht von ihm ein andersgearteter Reiz aus - und zwar die Faszination des Bösen, denn mit Nero verbindet sich die erste Christenverfolgung in Rom. Dazu kommen politische Morde, Ausschweifungen und nicht zuletzt der legendäre Brand von Rom, die ihn als Prototyp des wahnsinnigen Herrschers auszeichneten. Seitdem ist Nero einer der umstrittensten Regenten des alten Rom, ja einer der schillernsten Gestalten der Weltgeschichte.

Nach seinem 2008 erschienenen Bestseller-Bildband "Caesar" stellt der Althistoriker Stephan Elbern nun das Leben dieses eigenwilligen Kaisers in allen Facetten vor. Zunächst schildert er den dornigen Weg Neros, des einstigen Muttersöhnchens, zur Thronfolge. Dabei ließen Gerüchte über eine angebliche Geisteskrankheit Nero kaum als römischen Kaiser erscheinen. Die erste Bluttat, um seine Herrschaft zu festigen, war schließlich auch die Ermordung der Mutter.

Der Autor geht dann ausführlich auf Neros Innen- und Außenpolitik ein, die auf die Wahrung des römischen Imperiums ausgerichtet waren. Anschließend zeigt er Neros Entwicklung vom Kaiser zum Künstler, die in einer Reise nach Griechenland, dem Land seiner Träume, gipfelte. Doch nach und nach schwand Neros Rückhalt bei den Bürgern, beim Militär und beim Senat. Dazu kam das geradezu klägliche Versagen in den letzten Wochen seiner Regierungszeit, was dann 68 n.Chr. mit dem Selbstmord endete.

Stephan Elbern ist mit seinem neuen Buch ein differenziertes Bild des römischen Kaisers gelungen. Dabei bezieht der Autor die zahlreichen bildlichen Darstellungen (Münzen, Statuen, Gemälde und Grafiken), die in den zurückliegenden zwei Jahrtausenden von Nero entstanden sind, in seine Betrachtungen mit ein. Die Kunstwerke aus allen Epochen sind eine wunderbare Ergänzung des informativen Textes, der sich durch eine gute Lesbarkeit auszeichnet. Zudem gefällt das kurzweilige Buch durch eine interessante Gestaltung mit zahlreichen Infokästen und vielen Zitaten.

Bisher war unser Nero-Bild vor allem durch die Filmverkörperung von Peter Ustinov und durch den Roman "Quo vadis?" des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz geprägt, nun versuchen die knapp 200 Seiten behutsam und doch fachwissenschaftlich den römischen Kaiser einmal neu zu betrachten.

Manfred Orlick
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am 25. September 2010
Schon 2008 hatte der Autor des vorliegenden Buches mit einem Band über "Cäsar. Staatsmann, Feldherr, Schriftsteller" die widersprüchliche Biographie eines römischen Kaisers nachgezeichnet und dafür von vielen Seiten die Anerkennung der Kritiker erfahren.

Nun legt er in der gleichen Aufmachung, ebenfalls im Zabern-Verlag, eine Biographie von Nero vor, einem Kaiser, der durch seine Christenverfolgungen zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt ist. Doch wie schon in der Cäsar-Biographie zeichnet Stephan Elbern auch bei der Darstellung des Lebens und Wirkens von Nero ein differenziertes Bild.

Was an diesem Buch besonders beeindruckt, ist die Darstellung eines Querschnittes von Nerodarstellungen quer durch die Kunst- und Kulturgeschichte, die den Blick auf den Menschen Nero veranschaulichen und eine ganz wunderbare Ergänzung darstellen zu den Texten über sein Leben.
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am 31. Juli 2011
Wer kennt sie nicht, die Szene, in der Peter Ustinov als Nero mit der Kithara in der Hand dem brennenden Rom zusieht und den Untergang der Stadt besingt. So stark war und ist der Einfluss dieses Filmes auf unser Bild von Nero, dass sogar die hier vorliegende Biographie mehrmals darauf Bezug nimmt. Ausgehend von der Erkenntnis, das Filme sehr stark die Wahrnehmung historischer Persönlichkeiten beeinflussen können, unternimmt der Autor den erfolgreichen Versuch, die Person wieder ins richtige Licht zu rücken: als einen römischen Kaiser, dessen Neigungen immer sehr stark dem Künstlertum zuneigten, und dieser Neigung nach der Ermordung seiner Mutter freien Lauf lies. Und es war diese ausgelebte Neigung, die schließlich zu seinem Untergang geführt hat: für den konservativen Senat, dessen Mitglieder durchwegs aus alten Geschlechtern stammten, war es unerträglich, dass ein römischer Kaiser selbst vor Publikum auftrat, Lieder sang und sich als Schauspieler und Wagenlenker versuchte. Die zunehmende Entfremdung Neros von den Grenztruppen tat ihr übriges, und zeigt, dass ein römischer Kaiser nicht gegen das Militär regieren konnte.

Stephan Elberns Biographie ist damit sehr ausgewogen und er rückt das Bild von Nero an die richtige Stelle. Dabei handelt es sich bei dem Buch nicht um eine wissenschaftliche Biographie, die sie auch gar nicht sein will. Reich bebildert ist das Buch eine sehr gute Einführung in das Leben von Nero. Einen Stern Abzug bekommt das Buch von mir allerdings, weil ich es als sehr vom Ende des Kaisers her geschrieben sehe. Mehrmals spielt der Autor auf den Tod des Kaisers an, ja stellt sogar das Kapitel über seinen Tod an den Beginn des Buches. Meines Erachtens färbt diese Herangehensweise auf die übrige Darstellung ab, interpretiert die Handlungen und Entscheidungen des Kaisers also immer auf seinen Tod hin. Ob der damit gezeichnete Weg Neros hin zu seinem Tod wirklich so zwangsläufig war, muss wohl von einem anderen Historiker geklärt werden.
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am 17. Februar 2015
Selbst rund 2000 Jahre nach seinem Tod gilt Nero immer noch als Inbegriff des caesarischen Größenwahns. Eine Beurteilung, die nicht völlig fair ist. Der fünfte Kaiser Roms mag zwar nach heutiger Definition ein infantiler Schurke gewesen sein, doch ein brandgefährlicher Irrer, wie etwa sein Vorvorgänger Caligula, war er kaum.
Neros negative Sonderstellung fußt vor allem auf der unter seiner Herrschaft verstärkt einsetzenden Christenverfolgung, die ihm von der christlich geprägten Geschichtsschreibung nie verziehen wurde. Selbiges gilt für senatorische Historiker, deren Unmut sich Nero wegen seiner fortgesetzten Missachtung und Demütigung des Senats zuzog (obwohl er doch bei weitem nicht so viele Senatoren aburteilen ließ, wie sein Adoptivvater Claudius).
Stephan Elbern interpretiert nun in seinem Buch "Nero - Kaiser, Künstler, Antichrist" (Verlag Philipp von Zabern) all die mehr oder weniger tendenziösen Überlieferungen dem heutigen Stand der Forschung entsprechend. Er geht hierbei allerdings nicht so weit wie Massimo Fini, der in Nero einen verkannten Menschenfreund zu erkennen glaubt.
Nach einer kurzen Einleitung, in der die Entstehung des römischen Kaisertums beschrieben wird, widmet sich der Autor Neros Aufstieg, Herrschaft, Privatleben und Nachwirkung. Der Schreibstil ist allgemein verständlich und sehr flüssig. Aufgelockert wird der Text durch kleine "Infokästchen" und etliche Bilder, für deren angeblich hohe Qualität sich der Autor sogar im Vorwort bedankt. Damit habe ich allerdings so meine Schwierigkeiten, denn das verwendete Papier entpuppt sich als recht ungünstig für Fotos. Auch aufgrund des relativ kleinen Buchformats geht manch Detail verloren. Doch sei es drum, dem Lesevergnügen tut dies keinen Abbruch.

Fazit: Zwar darf man sich auf ca 170 Seiten keinen absolut lückenlosen Überblick erwarten, für den Durchschnittsleser wird der Informationsgehalt aber völlig ausreichen. Seine mittlerweile nur mehr 10 Euro Kaufpreis ist dieses gelungene Buch allemal wert.
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Inhalt (gekürzt)

- Vorwort
- Einführung
- Prolog
- Das Kaiserreich ist der Friede - Die Anfänge des Prinzipats
- Machtgier oder Überlebensangst - der aufstieg der Agrippina
- Optima mater - ein Muttersöhnchen wird Kaiser
- Zwischen Mutter und Lehrer
- Unreife Ideen oder demokratisches Programm - Neros Innenpolitik
- Wahrung des Imperiums - Die Außenpolitik des Kaisers
- Kulturelle Blüte - Kunst und Literatur unter Nero
- Wer war Nero wirklich? - Privatleben und Persönlichkeit
- Ein Kaiser als Künstler
- Der Brand Roms
- Der Widerstand des alten Roms
- Ein Künstler im Land seiner Träume - Neros Reise nach Griechenland
- Ende mit Schrecken
- Chaos und Neubeginn - Das Vierkaiserjahr
- Der kaiserliche Antichrist - Neros Bild im Wandel der Zeit
- Anhang
- Glossar
- Ausgewählte Literatur
- Anmerkungen
- Abbildungsnachweis
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am 11. September 2010
Ungeachtet aller Bemühungen moderner Historiker um ein differenzierteres Bild lebt der römische Kaiser Nero als Muttermörder und blutrünstiger Christenverfolger im allgemeinen Bewusstsein fort. Sein Leben und Nachruhm - vom christlichen Verdikt gegen den kaiserlichen Antichrist bis zur Darstellung durch Peter Ustinov (Quo vadis) - wird hier nachgezeichnet. Vom Aufstieg des willensschwachen Werkzeuges in den Händen der ehrgeizigen Mutter zur eigenständigen und eigenwilligen Persönlichkeit, von der keineswegs erfolglosen Regierungstätigkeit zur - immer dominanteren - künstlerischen Karriere als Schauspieler und Wagenlenker, von den Leidenschaften
seines Privatlebens bis zum kläglichen Tod von eigener Hand. Nero - Imperator wider Willen und Künstler aus Berufung! Ein tolles, fundiert recherchiertes Buch, mit hervorragenden Abbildungen aus 2000 Jahren Nero-Rezeption. Außerdem interessant gestaltet, mit Infokästen udn vielen Zitaten.
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am 28. Juni 2013
Nero der bestialische Kaiser, so sehen viele Autoren Nero. Hier wird die Vierschichtigkeit der Person Nero beleuchtet. Das Buch ist nach meiner Meinung lesenswert, weil es versucht die Person zu beschreiben.
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am 8. Mai 2014
Dieses Buch gibt einen wirklich guten und facettenreichen Überblick über den römischen Kaiser. Ich habe diese Buch für eine Hausarbeit und ein Referat benutzt und kann es wirklich außerordentlich empfehlen, was den Informationsgehalt und die Aufbereitung der relevanten Aspekte, welche diesen Kaiser betreffen. Diese werden realistisch und weder relativierend, noch verteufelnd dargestellt. Eine gute Wahl!!!
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