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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Kreuzbrave Fleißarbeit ohne Pfiff,
Von
Rezension bezieht sich auf: Nero (Taschenbuch)
Wer von Kaiser Nero (54-68) vielleicht nur weiß, dass er seine Mutter Agrippina ermorden ließ, dass er als Schauspieler auftrat, und dass er nach dem großen Brand Roms die Christen verfolgte, der kann dem vorliegenden Bändchen zusätzlich entnehmen, dass Nero sich der Getreideversorgung der römischen Bevölkerung persönlich annahm, dass er den Frieden des Reiches an den kritischen Punkten sicherte, und dass er schließlich auch noch die handelspolitisch wichtige Durchstechung des Isthmus von Korinth in Angriff nahm.Der Band umfasst zehn Kapitel auf 125 Seiten. Der Text ist trotz hohen Informationsgehalts gut lesbar. Allerdings gebricht es dem Autor an ausreichender Kraft der Gestaltung, um einen spannenden Text zuwege zu bringen. Zudem fehlt es fast völlig an Eleganz der Darstellung. Bei der Lektüre hatte ich den Eindruck, eine biedere und sehr fleißige, stilistisch aber anspruchslose Seminararbeit vor mir zu haben. Nur an wenigen Stellen finden sich aparte Formulierungen, die mich zum Schmunzeln brachten. Hingegen stieß ich auf Darlegungen kryptischen Charakters, insbesondere im Zusammenhang mit erotischen Begebenheiten. Diese Ausführungen ließen mich ziemlich ratlos zurück. Was soll bitte der nicht weiter aufgeklärte Leser von der "skurrilen Heiratszeremonie der Messalina mit C.Silius" halten oder weiter hinten im Buch von den "eigenartigen Hochzeitsfeierlichkeiten des Princeps mit dem schönen Pythagoras"? Klartext, der dem Leser des 21. Jahrhunderts auf diesem Gebiet doch zuzumuten ist, wäre hilfreich gewesen und zudem historisch interessant. Schließlich hat der Autor die Druckfahnen nicht mit höchstmöglicher Sorgfalt durchgesehen. Das zeigt sich u.a. daran, dass er nicht weniger als achtmal die Namen Tigranes und Tiridates verwechselt; der Kenner der Materie weiß, dass der eine gewissermaßen der Antipode des anderen ist. Kurzum, es handelt sich um ein fleißig erarbeitetes, kreuzbraves, auch informatives, aber doch mit Mängeln behaftetes Opusculum. Daher würde ich das Büchlein gewiss nicht als Lektüre über Nero wählen, sondern nur einen Text, der Satz für Satz schlüssig durchdacht und brillant formuliert ist, sodass er den Leser zugleich erhellt und erfreut - und ihn zu weiterer Beschäftigung mit dem Thema animiert. Ein jüngeres Beispiel für diese Adelsklasse von Publikationen ist meiner Ansicht nach die Nero-Biographie von Gerhard H. Waldherr. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Na ja...,
Rezension bezieht sich auf: Nero (Taschenbuch)
Von einer gut 120 Seiten langen Biographie über Nero erwarte ich mir nicht unbedingt Unterhaltungswert und natürlich auch keine Vollständigkeit. Sorgfalt und Korrektheit sollten aber eigentlich selbstverständlich sein, aber gerade daran mangelt es bei diesem Buch. Die Strukturierung ist alles andere als glücklich; der Autor konnte sich offenbar nicht entscheiden, ob er eine thematische oder chronologische Gliederung vornehmen will und vermengt nun beides; dadurch kommt es zu mancher Wiederholung, während andere Punkte wohl vergessen werden; so bleibt der grausige Tod der Poppaea unerwähnt. Besonders peinlich: Mehrfach werden die armenischen Thronanwärter Tigranes und Tiridates verwechselt - verständlich, aber eigentlich sollte ein Lektorat, das diesen Namen verdient, solche Pannen verhindern; gleiches gilt etwa für die zweimalige Datierung von Neros 'Regierungserklärung' auf das Jahr 51 statt 54. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass dieses Buch in aller Eile und eher Nebenbei erstellt wurde. Als Übersicht und erster Einblick in das Thema ist das Bändchen dennoch zu gebrauchen
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
zu empfehlen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Nero (Taschenbuch)
Nero dürfte neben Caesar, Kleopatra und Alexander dem Großen eine der antiken Gestalten sein, von denen im Prinzip jeder gebildete Mensch schon einmal etwas gehört hat. Wenn Ihr Wissen zum Leben dieses römischen Kaisers über Peter Ustinov, brennende Christen und die Tötung von Ehefrau und Mutter nicht hinausgeht, sollten Sie hier mit dem Lesen beginnen. Auch mir hat das Büchlein als Begleitlektüre zu einem ProS über Nero an der Uni sehr geholfen. Wer sich seinen romanhaften Nero nicht verderben lassen will, sollte vielleicht die Finger davon lassen. Jürgen Malitz hat eine kritische Lebensskizze verfasst. Mehr Nero aus wissenschaftlicher Sicht gibt es bei Gerhard Waldherr.
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