Den pädagogischen Wert von Schießgeräten aller Art möchte ich hier und jetzt weder diskutieren noch schönreden.
Wer solche Spielzeuge nicht im Kinderzimmer finden möchte, sollte jetzt sofort mit der Suchfunktion nach geeignetem Material Ausschau halten und nicht einfach diese Rezension als nicht hilfreich abstrafen, bloß weil wir unterschiedlicher Meinung sind.
Allen Zeitgenossen, die einen diabolischen Spaß an der ein oder anderen Ballerei im Freundes- oder Familienkreis haben, sei der NERF Vortex Nitron hiermit wärmstens empfohlen.
Auspacken:
In der überraschenderweise nicht zu großen Kiste ist alles hübsch übersichtlich verpackt.
Die Einzelteile machen einen soliden Eindruck, sind aber teilweise etwas unsauber bemalt.
Eine Anleitung liegt bei, aber wer so ungeduldig ist wie ich, kriegt die gut passenden Teile auch ohne vorherige Lektüre zusammengesetzt.
Noch die Batterien (6 Baby- und 2 Microzellen) rein, das Magazin mit den Discs füllen, laden, und schließlich doch mal lesen, warum nichts geht.
Erste Versuche:
Nur wenn der Schiebeschalter auf der Oberseite ganz vorne sowie ein Magazin eingesetzt ist, kann man mit dem unteren Abzug den Motor starten und mit dem oberen Abzug die Discs einzeln oder im Dauerfeuer fliegen lassen.
Und sie fliegen wirklich weit. 10 Meter und mehr sind kein Problem; die Flugbahn verläuft relativ gerade ohne einen übermäßigen Bogen.
Die Discs prallen aufgrund ihres Dralls immer nach rechts ab, was beim Geballere im Zimmer sehr hilfreich sein kann, wenn das potenzielle Opfer Deckung sucht. Ist die Deckung nämlich seitlich offen, hagelt es trotzdem Treffer.
Anschleichen ist jedoch schwierig, weil die Geräusche des Motors den Gegner zeitig vorwarnen.
Für eine offensive Attacke ist der Nitron jedoch gut geeignet, denn durch die große Reichweite ist der Nitron-Träger eindeutig im Vorteil.
Nachteile:
Man muss noch weiter laufen als bei den NERFs mit Schaumgummipfeilen, um die Scheiben wieder einzusammeln.
Oder man braucht haufenweise Ersatzmagazine.
Das "Zielfernrohr" leuchtet hübsch grün mit einem netten Wechseleffekt, ist aber absolut witzlos weil, es die Sicht behindert.
Am Besten einfach weglassen, dann spart man auch noch die zwei AA-(Micro)Batterien.
Fazit:
Geeignet zur innerfamiliären Konfliktbewältigung auf spielerische Art und zum Stressabbau im Allgemeinen.
Das Tragen einer Schutzbrille würde ich aber dringend empfehlen.