"Dächer der Welt" - mein Beitrag zur Nepal-Hilfe"Dächer der Welt" ist der Titel einer neuen Buchreihe. Die Bände der Reihe haben ein gemeinsames Merkmal, sie beziehen sich auf Regionen der Welt, die abseits der normalen Erreichbarkeit durch Straßen, Bergbahnen oder sonstiger Verkehrsmittel gelegen sind. Da, wo die Technik keine Unterstützung bietet, hilft nur die menschliche Kraft und der Wille, dorthin vorzudringen. Damit definiere ich ein wesentliches Merkmal dieser Bände, sie beschreiben Trekkingtouren im Hochgebirge. Welche Region kommt den beschriebenen Attributen näher, als die des Himalaya. Sicherlich ist der Himalaya z.Zt. eines der attraktivsten Gebiete für Trekker. Nepal hat nun das Glück, den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest, sein Eigen nennen zu dürfen. Da der Mount Everest wirklich der Bezeichnung "Dach der Welt" am nächsten kommt, beginnt die Buchreihe auch in Nepal und führt den Leser in den Everest Nationalpark.
Vor unserer Reise nach Nepal hatte ich mir fest vorgenommen, ein ausführliches Reisetagebuch zu führen, damit sich diese einmalige Tour jeder Zeit nachvollziehen ließe. Dies habe ich auch ganz konsequent durchgehalten. Während dieser Tour wurden dann die Dinge, die man zuvor in den Hochglanzbroschüren gelesen hatte zur Realität. Wie man all die Orte und Ziele erreicht und wie man sich dabei fühlt hatte uns aber zuvor niemand gesagt. Jedes Ziel hat seinen Preis. Dieser Preis wurde nun durch die körperliche Belastung und die ganz persönlichen Grenzen definiert. Hochglanz und Realität wurden also miteinander verglichen und ergaben unser Bild, Nepal, seine Mensche und die Natur zu erleben. Die Erlebnisse, Erfahrungen und Gefühle haben sich in meinem Tagebuch ganz unverblümt wiedergespiegelt. Immer wieder ist uns während der Tour bewußt geworden, daß unsere Vorstellung vor dem Trekking eine ganz andere war, als sie während der Tour erlebt wurde. Niemand hat uns das zuvor gesagt, obwohl wir es zur Vorbereitung und Entscheidung gerne gewußt hätten. Diesen Gedanken logisch zu Ende gedacht, ergab dann meinen Entschluß, das Tagebuch als Trekkingbericht, sehr sorgfältig mit Bildmaterial angereichert, zu publizieren.
Beruflich bin ich den neuen Medien gegenüber, somit auch dem Internet, positiv eingestellt und ich habe mir gedacht, diesen Bericht auf eine eigene Homepage zu bringen. Gesagt, getan, im Oktober letzten Jahres war es so weit. Die erste Suchmaschine lieferte die gewünschten Ergebisse, wenn man nach "Nepal + Reisebericht" gesucht hat. Nebenbei habe ich unseren Bericht auch als gedruckte Ausgabe für unser ganz privates Bücherregal mit einer Spiralbindung produziert. Diesen habe ich dann auch auf unserem Trekker-Treff, Monate nach unserer Tour, stolz präsentiert. Jeder, der das gedruckte Exemplar gesehen und gelesen hat, bat mich um eine Kopie, denn das Internet ist doch nicht für alle zugängig und ein Stück Papier erlaubt doch, mit mehr Muße und in einer Umgebung seiner Wahl, in die Erlebnisse abzutauchen. Der nächste Entschluß wurde gefaßt - daraus wird ein Buch.
Ich habe als Zielgruppe für dieses Buch diejenigen definiert, die genau wie wir, die wir vor der Entscheidung gestanden haben, in ein unbekanntes Land, eine unbekannte Kultur reisen zu wollen, jedoch nicht zu wissen, was sie erwartet. Die persönliche Erfahrung steht im Vordergrund der Berichterstattung. Für Andrea und mich stand mit unserer ersten Reise nach Nepal fest, das war nicht die letzte Reise in den Himalaya. Um die zukünftigen Erfahrungen nach gleichem Muster, oder besser, zu dokumentieren stand dann auch fest, die Tourenberichte in einer Buchreihe zu verewigen.
Eine Buchreihe ist erst dann attraktiv, wenn auch wirklich eine Sammlung mehrerer Werke existiert. Für den Band 2 wird unsere Reise im Frühjahr 2001 den notwendigen Füllstoff liefern. Diesmal geht es in die Annapurna-Region. Sie gehört wohl zu den best erschlossenen Regionen im Himalaya. Diese Trekkingtour bewegt sich nicht in der Höhe, die wir zuvor im Everest Gebiet erlebt haben, ist jedoch deshalb so interessant, weil man auf relativ kurzer Strecke, viele Vegetations- und Klimastufen erleben kann. Vom subtropischen Pokhara bis zum wüstenhaften Gebiet um Muktinath. Unsere Söhne Simon und Martin, mittlerweile 11 und 13 Jahre alt, werden uns auf diese Reise begleiten. Damit werden wir auch bestimmt auf manche Frage unserer Leser eine Antwort geben können, wie man als Familie so eine Reise planen und erleben kann.
Band 3 wird erst im nächsten Jahr entstehen und uns ebenfalls in eine Himalayaregion führen. Die Reise soll nach Pakistan und das Karakorum gehen. Abenteuer am K2, Trekking in Eis und Schnee pur.
Aus unserer ersten Reise nach Nepal sind meiner Frau und mir klar geworden, daß wir in eine Entwicklungsland gereist sind und an allen Ecken Not und Elend herrschen. Wir haben uns dem Verein "Freunde Nepals e.V." angeschlossen, der eine Reihe unterstützungswürdiger Projekte in Nepal unterhält. Es sind nachweislich stattliche Erfolge erzielt worden. Lesen Sie selbst auf der Homepage der Freunde Nepals nach.
Meine Idee ist nun, die Autorenleistung in den Dienst der guten Sache zu stellen. Ich habe mich entschlossen, ab dem 2. Band der Reihe, die Verkaufserlöse zweckgebunden an den Verein "Freunde Nepals e.V." zu spenden. Mit dem Co-Autoren-Konzept hoffe ich natürlich auch, daß sich auch andere Autoren an dieser Aktion beteiligen. Diese Bände werden natürlich werblich auf dem Buchdeckel hervorgehoben (Sticker "Autoren & Leser helfen Nepal"). Ich hoffe, daß viele Autoren und Leser diese Aktion unterstützen und die Reihe "Dächer der Welt" kräftig anwachsen wird. Lassen Sie uns damit einen Begriff für Humanität und menschenwürdiges Leben schaffen. Bitte sprechen Sie mich an: juergen.richterich@t-online.de Weitere Bände können u.U. auch schon entstehen, wenn ich mich nicht nur auf die eigene Autorenleistung stütze. Mein Konzept und Angebot geht dahin, das sich andere schreibfreudige Trekkingfans beteiligen. Nicht nur über Nepal und den Himalaya. Da es so viele gute und interessante Bereichte im Internet gibt, die es Wert wären, als Buch publiziert zu werden, biete ich diesen interessierten Autoren die notwendige Plattform "Dächer der Welt".