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Nepal: Allein zwischen Himmel und Erde
 
 
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Nepal: Allein zwischen Himmel und Erde [Broschiert]

Winfried Lühr-Tanck
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Broschiert: 152 Seiten
  • Verlag: Wishbohn Verlag; Auflage: 1 (15. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939545082
  • ISBN-13: 978-3939545088
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 164.965 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aufnahmen von Landschaften und Menschen in Nepal. Ohne Neugier, ohne Begeisterung für die Vielfalt dieser Welt, ohne die Bereitschaft Strapazen auf sich zu nehmen, ja, ohne den Mut ins “kalte Wasser“ zu springen, macht man das nicht! Mit einem Buch hat alles angefangen! Es war 1990, in der Zeitung las ich die Besprechung einer Neuerscheinung “Fahrradabenteuer im Himalaya“, im Untertitel “5000 km über das Dach der Welt“. Ich war begeistert und kaufte das Buch. In meinem Kopf entstand spontan die Idee, eine ähnliche, nicht ganz so extreme Tour zu unternehmen. Schnell wurde klar, für mich reichen 1000 km, von Kathmandu nach Lhasa. Einmal im Leben zwischen den höchsten Bergen der Welt unterwegs sein, zum Anfassen nah neben mir, einmal Kathmandu und Lhasa sehen, das saß plötzlich tief in meinem Kopf. Seitdem sind fast zwanzig Jahre vergangen, die Tibet-Politik Chinas – Touristengruppen nur unter Aufsicht - machte die Reise unmöglich. Allein mit dem Fahrrad durch Tibet, das sollte nicht sein. 1989 fand das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking statt, die Machthaber waren gereizt und voller Angst. Im Frühjahr 1990 reiste ich per Eisenbahn durch China, damals gab es dort jede Menge “verbotene Orte“, dazu zählte auch Tibet, die für Touristen nicht zugänglich waren, insbesondere für Solo-Touristen. Im Sommer 2008 las ich dann in der Zeitung, dass Tibet nun auch für Einzelreisende zugänglich ist. Man benötige zwar neben dem Visum für China ein Permit für Tibet, aber das würde man in China überall bekommen. Jetzt gab es kein Halten mehr! Ende September 2009 saß ich im Flieger, mein Fahrrad im Gepäck. Und warum nun Nepal? Kurzfristig hatte China die Einreisebedingungen für Tibet geändert, plötzlich war ein Guide notwendig. Wieder war es die Angst der Machthaber, am 1. Oktober 2009 sollte der 60. Jahrestag der Volksrepublik gefeiert werden, Demonstrationen in Tibet schienen nicht ausgeschlossen. Natürlich sollte kein Tourist solche Bilder mit nach Hause nehmen und in der Welt verbreiten. Beinahe bin ich der chinesischen Regierung dankbar und meiner Dickköpfigkeit. Mit einem Guide vor meiner Nase? Nein, so wollte ich Tibet nicht bereisen! Wie heißt es so schön: „Jedes Ende trägt einen neuen Anfang in sich“ - und welch einen Anfang! Nepal!

Über den Autor

Winfried Lühr-Tanck (Geburtsname Schmidt) wurde am 11.Oktober 1951 in Wattenscheid im Ruhrgebiet geboren. Sein Leben nahm mit Schule, Studium, sieben Jahre langer “wilder Ehe“ und schließlich, seit 1981, mit “richtiger Ehe“, seinen Lauf. Aus dieser Ehe sind drei Töchter hervorgegangen, inzwischen sind sie erwachsen. Zwanzig Jahre lebte er in Göttingen und hat dort Physik studiert. Die Grundlagenforschung im Bereich Festkörperphysik war einige Jahre lang sein Thema. Schmunzelnd erzählt er noch heute, dass er „Löcher in Metallen gezählt“ habe. 1989 verschlug es ihn nach Glücksburg an der Ostsee, wo ihn eine neue berufliche Aufgabe erwartete, die Entwicklung von Wärmebildkameras. Später führte er einen Spielzeugladen, von der Modelleisenbahn bis zur Sandschaufel reichte das Sortiment. Vor ein paar Jahren machte er sein Hobby zum Beruf und arbeitet jetzt als freischaffender Fotograf. Seine ersten Fotos machte er bereits im Alter von sechs Jahren, damals noch auf Rollfilm mit einer Box-Kamera, die er auch “Taubenuhr“ nannte - das Ruhrgebiet lässt grüßen. Heute sind es mehrere Digitalkameras, mit denen er arbeitet, Laptop und Beamer haben den Diaprojektor ersetzt. 1985 nach seiner ersten Rajasthan-Reise hielt er seine Diavorträge noch in Überblendtechnik mit zwei Projektoren. Heute sind es Diashows, die auf dem Rechner komponiert werden. Ganz allein fremde Länder zu erkunden, das faszinierte ihn schon seit seiner ersten Rajasthan-Reise. Inzwischen ist er mit der Transsib bis nach China gefahren und hat in Lesotho Afrika entdeckt. In Italien, Polen und Deutschland ist er mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Winfried Lühr-Tanck sagt, „das Fremde liegt manchmal vor der Haustür“. Er musste bis nach Nepal reisen, um auf die Idee zu kommen ein Buch zu schreiben.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hörleser
Ein sehr persönliches Buch, das auch eigene Blicke eröffnet, ein Reisebericht, der auch Reiseführer ist.
Mir hat es sehr gefallen und ich empfehle es unbedingt weiter!

Die Reise beginnt mit vergeblichen Grenzübertrittsverhandlungen und mit uneinsichtigen chinesischen Beamten und führt dann statt einer Reise durch Tibet mitten nach Nepal.
Das ist das eigentliche Abenteuer: nicht die Reise zu führen, die man vorhatte, sondern eine andere, unverhoffte.

Um es gleich am Anfang zu sagen: Winfried Lühr-Tanck führt auch durch die Stätten der globalisierten Tourismusindustrie mit all ihren Annehmlichkeiten wie warmem Duschwasser, erlesenen Weinen und westlichen Speisen inmitten einer kargen Region. Er schätzt natürlich diese heimatlichen Annehmlichkeiten, wie wohl jeder auch nach langwiereigen Anstrengungen.

Der Schatz seiner Beschreibungen erschließt sich aber aus seinem Gegenentwurf, nämlich der offenen und neugierigen Begegnung mit den Menschen des Gastlandes, erfahren mit dem Fahrrad und unvoreingenommenem Blick, manchmal unter großen Mühen.
Besonders intensiv fand ich die Beschreibung seiner Begenung mit Kindern, die wohl das erste Mal in ihrem Leben ein paar Tage lang etwas anderes erleben durften als die Enge ihrer Tradition. Im glücklichsten Fall werden sie einen Fuß in diese Tür stellen und ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen.

Seine Schilderung von wunderlichen Begegnungen und Ereignissen führt zu Fragen, warum zum Beispiel ein Europäer die beschwerliche Reise zu einem buddhistischem Mönch auf sich nimmt, der mitten im unzugänglichen Hochland in einem Kloster lebt?
Wie geht man mit vermutlichen Straßenräubern um, die bis an die Zähne bewaffnet sind, wie mit abweisend gesinnten Behörden?

Manchmal ist auch der Autor der Exot in den Augen bestorganisierter Trekkingtourer mitten in einem exotischen Land.

Winfried Lühr-Tanck begegnet aber auch Gleichgesinnten und tatsächlich schildert er eine Begegnung, die sein Leben nachhaltig beeinflußt.

Es ist bei allen Ereignissen immer wieder die sehr einfühlsame Beschreibung der wunderbaren Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen, die er in den Mittelpunkt stellt und zumindest bei mir das eigene Fernweh erweckt.

Ein Buch, das Lust auf mehr macht!
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