Auf vier DVDs erscheint die erste Staffel der kanadischen TV-Serie "Neon Rider" aus dem Jahre 1989/90. Die Serie war wohl recht erfolgreich, da sie fünf Staffeln lang gelaufen ist. Mir sagt sie aber rein gar nichts! Beim Cover dachte ich erst an den seligen Michael Landon ("Unsere kleine Farm", "Ein Engel auf Erden"), da Hauptdarsteller Winston Rekert auch so eine schlimme 80er-Jahre Fönmatte trägt und ohne diese Zotteln eher wie der ältere Bruder von Colin Farrell wirkt. Rekert spielt sympathisch den erfolgreichen Psychologen und Buchautor Michael Terry der das Stadtleben und versnobte Partys inklusive seiner Frau satt hat und deshalb spontan aussteigt. Als er seine Eltern auf dem Land besucht und dort als Lehrer aushilft, bekommt er Ärger mit schwierigen Teenies. Deshalb hat er dann die Idee auf einer Farm in den Rocky Mountains die er zufällig besucht, ein Camp für Teenies zu eröffnen. Diese will er dort auf den rechten Weg zurück bringen.
Mit einem franko-kanadischen Koch, einer resoluten Vorarbeiterin, einem jungen Indianer und einer netten Sozialarbeiterin (in der Stadt) steht ihm eine bunte Truppe als Hilfe zur Verfügung.
Ganz ehrlich gesagt klingt und wirkt die ganze Sache sehr konstruiert und bieder. Es ist eine "Gutmenschen- Serie" die auch das ZDF erdacht haben könnte. Der Songtext des Vorspanns beschäftigt sich lustigerweise auch mit dem Teeniethema und bei jeder Folge ist quasi der Fall der Woche, ein anderes Problemkind an der Reihe. Wer auf solche Serien und drollige Achtziger Jahre Frisuren und Outfits steht, kann mit "Neon Rider" (warum eigentlich dieser Titel?) Spaß haben. Ich habe zwar nie kapiert, was der gute Michael da so macht außer Landarbeit um die Kids umzuerziehen, doch unterhalten wird man schon.
Leider ist das Bild wie bei vielen alten Serien nicht überarbeitet worden und sehr milchig. Dafür ist der Preis für die 10 Folgen und den Pilotfilm aber nicht zu hoch. Extras fehlen leider völlig.