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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein eingelöstes Versprechen, 13. März 2007
"Funeral" war 2004 der Überraschungserfolg der Indieszene und katapultierte Arcade Fire binnen kürzester Zeit aus der Obskurität in die Bekanntheit. Gemeinsame Auftritte mit David Byrne,Daavid Bowie und U2 zeugen vom Status, den die Band innerhalb kürzester Zeit erreicht hat. Und dass die England-Daten der aktuellen Tour noch vor Veröffentlichung der neuden CD innerhalb von Minuten ausverkauft waren - Tickets wurden auf eBay um mehrere Hundert Pfund gehandelt - spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Stellt sich nur die Frage: kann die Band die mit "Funeral" gemachten Versprechen einlösen und wird "Neon Bible" dem Hype gerecht?
Die Antwort auf beide Fragen ist eindeutig ja. War "Funeral" bei aller Brillianz noch in manchen Facetten uneinheitlich und etwas zaghaft, so präsentiert sich "Neon Bible" wie aus einem Guss. Geblieben sind die großen Melodien zwischen Verzweiflung und Euphorie, die kryptischen Texte, die zur freien Assoziation einladen, weiters die herzzereissenden Stimmen von Win Butler und Regine Chassagne, die ausgefuchsten Arrangements und die Verwendung von überraschenden Instrumentierungen. Dazu gekommen ist eine gehörige Portion Selbstbewußtsein und eine Produktion, die den anspruchsvollen Kompositionen endlich gerecht wird, sowie ein lässiges Flirten mit dem Mainstream.
Die CD stellt ein Gesamtwerk dar, aus dem nur einige Tracks herausgehoben werden sollen:
"Black Mirror" erröffnet den Songzyklus und fasst Arcades Fire´s Weltsicht, eine Art verzweifelt-optimistisches "Hope against hope", gut zusammen. "Keep the Car Running" wäre als erste Singleauskopplung wohl logischer gewesen - zugänglicher und tanzbarer sind AF selten. Nach dem ruhigen "Neon Bible" folgt die orgel-getriebene Hymne "Intervention", die wohl das passende Gegenstück zu "Wake up" von "Funeral" darstellt. Bei "(Antichrist Television Blues)" schimmert dann ein gewisser Springsteen-Touch durch (AF haben sein "Dancing in the Dark" live bereits mehrmals gecovert). "No Cars Go" ist ein Remake von der EP und kommt hier endlich in einer diesem großartigen Ohrwurm würdigen Produktion daher. "My Body is a cage" beschließt den Reigen, wieder mit der Kirchenorgel und einer grandios-intensiven Gesangsleistung von Win Butler.
Fazit: Wer auf der Suche nach unkonventioneller, intensiver Musik ist, kann hier nur zugreifen. Arcade Fire werden noch ganz, ganz groß.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie nicht anders zu erwarten..., 6. März 2007
..ein grandioses Album von Arcade Fire. Es ist zwar anders als der Vorgänger "Funeral", ausgeloteter, ausgewogener, weniger spektakulär (zumindest beim ersten Hören)aber es erfüllt die hohen Erwartungen. Durch die Aufnahmesessions in einer Kirche klingt die ganze Platte sehr sakral, eine Orgel kommt regelmässig zum Einsatz, und einige Songsstrukturen erinnern regelrecht an Gospel.
Überhaupt wirken die Songstrukturen, als hätten Arcade Fire das perfekte Pop-Album aufgenommen, um es dann mit allerlei kompositorischen Wendungen und akustischen Kniffe als solches unkennlich zu machen. Gleichzeitig ist das gesamte Album immer unruhig und in Bewegung wie eine unruhige Meeresoberfläche, es passiert immer was.
"No cars go", welches noch von der Arcade Fire-EP bestens bekannt ist, ist hier neu arrangiert worden, und dient dem "Funeral"-Fan sozusagen als Anker und Stütze zum besseren Verständnis des gesamten Albums.
Das Artwork der Limited Deluxe Edition ist meines Erachtens sehr gelungen. Statt wie bei der normalen Edition, wo die CD in einem dieser heutzutage allgegenwärtigen und inflationär verwendeten Pappschuber steckt, gibt es hier einen eleganten Karton; das Cover ist ein "Wackel-Bild". Dazu gibt noch 2 Daumenkinos, das CD-Booklet, und natürlich die CD, welche in einer wie ein Photo-Negativ wirkenden Plastikhülle steckt.
Mancher mag solche Gimmicks nicht besonders schätzen, doch der Sammler freut sich, und der Fan übers das optische Konzept ohnehin.
Fazit: es gibt leider nicht mehr viele Bands heutzutage, die neue, spannenden Musik erschaffen und länger als ein Album lang Relevanz habe. Arcade Fire haben allerspätestens jetzt bewiesen, dass sie in einem Atemzug mit Radiohead werden können.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eins der besten Alben des Jahres bis dato, 11. Mai 2007
Orgelklänge, Streicher, Bläser, Gospelgesänge und unheimlich viel Pathos. So kommt Neon Bible daher.
Ich muss sagen, für mich eines der besten Alben des Jahres bis dato. Trotz seiner opulenten Art eine sehr unprätentiöse Kampfansage an den Rock-/Indie-Einheitsbrei und nebenbei munterer Gegenpol zu lustigem Gedudel á la Kooks & Co. (wobei die auch nicht schlecht sind!!). Aber Arcade Fire geht einen ziemlich coolen Weg, vor allem mit den schweren Texten, die tatsächlich nach sowas wie einer Message klingen. Ernsthaft.
... und das Cover könnte auch ein Album der Buggles von 1982 zieren oder irgendwas von Peter Gabriel.
Fazit: einfach nur cool.
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