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Neoliberalismus (Campus Einführungen)
 
 
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Neoliberalismus (Campus Einführungen) [Broschiert]

Gerhard Willke
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 209 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (15. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593372088
  • ISBN-13: 978-3593372082
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 457.007 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Gerhard Willke
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

18.11.2003 / Rolf Döbeli, getAbstract.com: Das Pro und Contra eines Phantoms "Dieses Buch bietet fast alles, was man von einer guten Wirtschaftslektüre erwarten kann: Es ist informativ, nicht zu lang und vor allem fesselnd geschrieben. Und das ist gerade bei einem wirtschaftspolitischen Thema eher die Ausnahme."

18.11.2003 / Financial Times Deutschland: Argumentation in Fäustlingen "Ein intellektueller Schlagabtausch gibt dieser Einführung ihren Reiz."

17.01.2004 / Die Tageszeitung: Ach, Neoliberalismus "Willke verteidigt klug und eingängig den Kapitalismus - und enthüllt nebenbei ebenso einleuchtend dessen Schwächen."

25.10.2004 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Die List der liberalen Idee "Der Autor schildert mit Tiefgang und Prägnanz alle wesentlichen Bestandteile des liberalen Paradigmas."

Financial Times Deutschland, 18. November 2003

"Ein intellektueller Schlagabtausch gibt dieser Einführung ihren Reiz."

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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Die Einführung von Gerhard Wilke hat Stärken und Schwächen.

Vorzüge: Der Autor nähert sich dem Thema zunächst, indem er nicht nur die Kritiker zitiert. Dieses sollte meines Erachtens eine Mindestanforderung an ein Buch sein, die derzeit viele der Neoliberalismuskritiker einfach nicht erfüllen.

Der nächste Vorzug ist, dass er, obwohl dem Marktsystem ausdrücklich freundlich gesinnt, wie er mehrfach betont, auch eigene Kritik am Neoliberalismus vorbringt. Das macht ihn etwas glaubwürdiger als manch neoliberale Propaganda, wie sie innerhalb der "Sabine-Christiansen-Ökonomie" üblich geworden ist.

Nachteile: Das Buch weist keine gute Gliederung auf, Willke geht sehr unsystematisch an das Thema heran. Eine Einteilung in "Rahmenbedingungen, Neoklassik, Monetarismus, Angebotsökonomie", wie sie etwa Jürgen Kromphardt in seinem Standarkwerk "Konzeptionen und Analysen des Kapitalismus" macht, fehlt. Die Begriffe tauchen immer wieder mal auf, einzig Neoklassik wird näher erläuert, eine klare Abgrenzung sei "nicht möglich". Das ist schlechterdings nicht wahr. Trotz unscharfer Begriffsverwendung in der Öffentlichkeit und offensichtlichen Überschneidungen der Grundbegriffe des Neoliberalismus müssen diese zuerst dargelegt werden.

Zweiter Nachteil: Auswahl der Hauptvertreter

Willke beschränkt sich hier auf Milton Friedman und Friedrich August von Hayek. Diese sind in der Tat von herausragender Bedeutung. In einer 200-seitigen Einführung erwarte ich aber mehr als die bloße Nennung anderer Hauptvertreter, so erwarte ich etwa eine Einordnung des "ersten Neoliberalen" Ludwig von Mises, Buchanan (den er zwar ständig zitiert, aber nicht einordnet), Nozick, u.a.

Eine klare Unterscheidung der Ordoliberalen (Väter der "Sozialen Marktwirtschaft"), fehlt ebenfalls; sie werden lediglich schwammig umschrieben. Das es in der Politikwissenschaft allerdings einen Streit darüber gibt, ob der Ordoliberalismus überhaupt dem Neoliberalismus zuzuordnen ist, weil dieser dem Staat eine wichtige Rolle zumisst, darf in einer Einführung diesen Umfangs m.E. nicht verschwiegen werden.

Dritter Nachteil: Umgang mit Kritik

Von Seite 147-196 widmet er sich der zahlreich vorhandenen Kritik am Neoliberalismus. Hier macht er sich die Sache etwas zu einfach. Er sucht sich lediglich die pauschalisiertesten Vorwürfe der "leichtesten" Gegner aus, ordnet sie teilweise falsch ein (Noam Chomsky ist gewiss kein Kommunitarier), und lässt die wichtigsten - wie Michel Foucault - einfach ganz aus. Damit hilft er weder seinen neoliberalismuskritischen, noch den -sympathisierenden Lesern; beide Fraktionen wollen zunächst einmal einen möglichst umfassenden Überblick. Unter der Überschrift "Das Elend der Neoliberalismuskritik" präsentiert der Autor sein 15seitiges Fazit, hier bezieht er ziemlich ungeschminkt Stellung FÜR den Neoliberalismus. Ich finde eine aufrechte Stellungnahme immer besser als die eigene Position zu verheimlichen und "Objektivität" vorzugaukeln. Dummerweise macht der Klappentext dieses Buches aber genau das: "Gerhard Willke bietet erstmals eine objektive Darstellung der neoliberalen Ansätze...".

Mein Fazit: Ich gebe dem Buch trotzdem zwei Sterne, weil es eines der wenigen ist, dass sich dem Thema von befürwortender Seite nähert. (Wenn man von den üblichen Einführungen in die VWL einmal absieht). Es ist immer wichtig, die Möglichkeit zu haben, neben all der neoliberalismuskritischen Literatur eine Gegenmeinung zu lesen. Für diese sollten aber gewisse Mindestansprüche wie klare Formulierung und ein Mindestmaß an Ausgewogenheit gelten, die Willke allzu oft nicht erfüllen kann. Für mich war das Neoliberalismuskapitel in Jürgen Kromphardts "Konzeptionen und Analysen des Kapitalismus" (2004) informativer. Und dort liess sich zusätzlich bei Bedarf zurückblättern, wenn Klassiker wie Adam Smith oder David Ricardo genannt wurden.

Anbei noch der Inhalt:

Siglen 9

Einleitung 11

1 Das neoliberale Projekt: Vorrang für den Markt 28

1.1 Hintergründe des neoliberalen Projekts 28

1.2 Der Markt als Koordinationsmechanismus 34

1.3 Wettbewerb als Anreiz- und Sanktionssystem 57

1.4 Die Tendenz zum Gleichgewicht 60

1.5 Gemeinwohl als »Nebenwirkung« des Marktes 67

1.6 Der Staat im liberalen Paradigma 84

1.7 Der Mensch im liberalen Paradigma 90

1.8 Der Kern des neoliberalen Projekts 106

2 Die Wegbereiter des neoliberalen Projekts 107

2.1 Friedrich August von Hayek 109

2.2 Milton Friedman 128

3 Brennpunkte der Neoliberalismuskritik 147

3.1 Wider den neoliberalen »Ökonomismus« 147

3.2 Wider das Wüten der Marktkonkurrenz 156

3.3 Wider Egoismus und Profitstreben 163

3.4 Wider die »Furie der Deregulierung« 170

3.5 Wider eine neoliberale Globalisierung 177

3.6 Zusammenfassung: Das Elend der Neoliberalismuskritik 184

Literatur 196

Glossar 205
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Gerhard Willke versucht in seinem Buch "Neoliberalismus" mit den gängigen Vorurteilen der der Globalisierungs- und Neoliberalismuskritiker aufzuräumen.
Insbesndere der ertse Teil "Das neoliberale Projekt" schildert sehr sachlich die Vorteile der Marktwirtschaft. Willke zeigt aber auch dessen funktionale Grenzen z.B. bei Olgopolbildung auf.
Daneben erläutert er Hayek und Friedmann sowie die historischen Paradigmenwechsel der ökonomischen Theoriebildung.
Im dritten Teil "Brennpunkte der Neoliberalismuskritik" setzt er sich mit teilw. polemischen Vorurteilen der Neoliberalismus Kritik auseinander und widerlegt diese. Allerdings hätte er es mit sachlicher Kritik, die vereinzelt auch bei Wilke auftaucht etwas schwerer gehabt zu argumentieren.
Insgesammt setzt er sich zu wenig mit den von ihm erkannten Grenzen des Neoliberalismus auseinader. Offensichtlich scheinen für Willke immernoch alle Teinehmer auf den Märkten ausreichend zu konkurieren und die Märkte insgesammt unter dem Paradigma der Gleichgewichtsneigung zu funktionieren.
Neben den wirklich gut ausgeführten sachlichen Argumenten im ertsen Teil, denen sich nicht einmal ein Linker wie ich entziehen kann, erscheint der Rest des Buches von liberaler Ideologie etwas eingefärbt zu sein, ohne sich mit wahrer Kapitalismuskritk und dessen Fehlern im System auseinander zu setzen. Dies gelingt ihm in seinem Buch über "John Maynard Keynes" besser. Insgesamt dennoch ein sehr sachliches und informatives Buch.
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Dieses Buch bietet fast alles, was man von einer guten Wirtschaftslektüre erwarten kann: Es ist informativ, nicht zu lang und vor allem fesselnd geschrieben. Und das ist gerade bei einem wirtschaftspolitischen Thema eher die Ausnahme. Wirtschaftsprofessor Gerhard Willke zeigt eindrucksvoll, dass auch solche Themen ein wahrer Lesegenuss sein können. Sein Buch gibt einen umfassenden Einblick in die aktuelle Diskussion über den Zustand der Marktwirtschaft. Pointiert beschreibt Willke, was den Neoliberalismus eigentlich kennzeichnet und was ihm vorgehalten wird. Ausführlich legt er die Argumente der Neoliberalismuskritiker und ihre Widersprüche offen. Aber er zeigt auch die Grenzen des uneingeschränkten Wettbewerbs auf. Willkes Stärke liegt dabei vor allem in den historischen Betrachtungen. Bei seinen Darstellungen bedient sich der Wirtschaftswissenschaftler einer sehr klaren Sprache. Leichte Schwächen offenbart das Buch nur bei der Gliederung, die auf den Leser etwas willkürlich wirkt. Wir sind der Meinung: Für alle Leser, die einen schnellen Überblick über den Neoliberalismus und dessen Pro und Contra erhalten wollen, ist das Buch sehr zu empfehlen.
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