Wie ein feines und leises Musikstück einer jungen Frau zum Alptraum wird, das erzählt die Autorin in einem sehr zurückhaltenden, respektvollen und dankenswerter Weise auf Effekte verzichtenden Stil. Was poetisch und zart beginnt, erweist sich als Marter für Alina. Und ganz wie in Händels Stück, nimmt die Geschichte im Verlauf auch an Fahrt auf. Zurück bleibt der Leser mit dem Wunsch und der Vorstellung, es möge sich für die junge Frau von nun alles zum Besseren wenden, auch wenn klar ist, dass dieses Trauma niemals überwunden wird. Vielen Dank für diese mutige Geschichte, die das Thema 'Missbrauch' so sanft angeht, dass dessen ganze Brutalität erst recht fühl- und spürbar wird.