Aus der Amazon.de-Redaktion
Jule ist neun und macht sich nicht viel aus der Schule, und, ehrlich gesagt, die Schule macht sich auch nicht viel aus ihr. Warum soll sie denn dann ausgerechnet auch noch regelmäßig zum Unterricht gehen? Viel lieber verbringt sie die Tage mit ihrem Papa. Der ist in letzter Zeit, seit er keine Arbeit hat, sehr traurig. Darum heitert ihn Jule bei ihren Spaziergängen ein wenig auf. Mama hat mit dem neuen Baby im Bauch genug um die Ohren und Jules vier andere Schwestern halten sie auch ganz schön auf Trab. Jule wiederholt bereits ihre Klasse, das ist kein Wunder. Wenn ihre neue Lehrerin, Miss Hamble, sie lesen lässt, fallen ihr immer neue Tricks und Kniffs ein, sich vor den verhassten Buchstaben zu drücken. Bis zu dem Tag, als die Geburt des Babys bevorsteht und niemand da ist. Jetzt muss Jule allein für ihre Mama den Diabetes-Wert ablesen. Und es ist lebenswichtig, dass sie dabei keinen Fehler macht.
Karen Hesse erzählt sehr warmherzig von den Schwierigkeiten beim Lesenlernen und packt dabei auch ein tabuisiertes Thema an, den Analphabetismus. Denn auch Jules Vater kann nicht lesen. Doch Jule lässt sich nicht unterkriegen, sie nimmt den Kampf mit den Buchstaben auf und wird ihrem Vater, der auch mit dem Lesen auf Kriegsfuß steht, zeigen, dass dies gar nicht so schwer ist. Eine leicht lesbare, sehr unterhaltsame Geschichte einer reichlich ungewöhnlichen, doch sehr sympathischen Familie. --Manuela Haselberger
Pressestimmen
›Jo, das bin ich!‹ ist kein Problembuch, auch wenn es um viele Probleme geht – unter anderem Armut, Schulschwierigkeiten, Analphabetismus, Wahrheit und Lüge. (...) Positiver als manch anderes Buch und besser geschrieben als die allermeisten, spricht dieser Titel Kinder ebenso sehr an wie Eltern, die das Glück haben, es in die Finger zu bekommen.
Der Mut dieser energischen Heldin ist ansteckend. Karen Hesses bewegende Geschichte einer Familie, die mit scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, steckt voller kleiner Triumph-erlebnisse.