Das Buch "Nennen wir ihn Anna" fiel mir in einem Geschäft in die Hände. Ich habe es gekauft und erstmal angelesen. Beim lesen fiel mir die besondere Stilrichtung auf, in der das Buch geschrieben ist.
Das Buch wurde aus der Sicht von Micke in der Ich-Form geschrieben und aus Sicht von Anders in der Du-Form( etwas verwirrend).
Erst kapierte ich nicht, warum der Autor dieses Buch in diesem Stil geschrieben hat, aber nach und nach kommt man dahinter.
Das Buch beginnt damit, dass der schüchterne und zurückhaltende Schüler Anders Roos von der Schulpsychologin in das Sommercamp der Schule geschickt wird, wo es schon bald zu massiven Mobbing-Attacken seitens einer Gruppe Jugendlicher kommt, mit denen er das Zimmer teilt. Niemand greift wirklich ein, ausser dem bulligen Arbeitsleiter, der von allen Bigg genannt wird, auch der Campleiter wird auf die Zustände, die in Bude 3 herrschen aufmerksam und greift durch, doch die Attacken hören nicht auf.
Anders flüchtet sich regelrecht in die Arme von Micke dem Sportleiter, von dem er sich Hilfe erhofft.
Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass Anders nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause massive Probleme hat, denn sein Vater ist ein elitärer Kapitän, der seinen Sohn für einen Schwächling hält und in mit seinen "behinderten" Brüdern vergleicht.
Als die Probleme von Anders über Hand nehmen, beginnt auch Micke sich zurückzuziehen, ein folgenschwerer Fehler, der mit dem "Frei"Tod von Anders endet.
Fazit: Nennen wir ihn Anna ist ein erschütterndes und spannend erzähltes Buch über einen Jungen der sich nicht wehren konnte und dem zum Schluss weder sein vermeindlicher Freund noch seine Mutter zur Seite stand.
Wer also ein spannend erzähltes Buch zum darin versinken sucht, dem lege ich diese fantasische Buch ans Herz.