Wenn man sich an der "Nemo"-Single orientiert, kann das neue Album nur famos werden. Mit dem Vorab-Track von "Once" kommen Nightwish bombastischer denn je durch die Boxen, mit einem umwerfenden, symphonisch ausgefüllten Sound. Der Song hat alles, was die Band so außergewöhnlich macht: Lyrische Klavierparts, plain gehaltene Strophen, Breaks, Chorstellen, der unbeschreibliche Bass von Marco Hietala, der seit dem Vorgängeralbum "Century Child" überzeugt, und natürlich Tarja Turunens lyrischer wie powervoller Gesang, dem so wie so keine Beschreibung gerecht wird. Der erhabende Refrain kommt mit starker Melodie, umwerfender Sounddichte, herrlichen Backing Vocals- Arrangements und schweren Gitarren gewohnt gut an und setzt sich sofort im Ohr fest.
Fürs neue Album haben Nightwish mit dem London Session Orchestra zusammengearbeitet, das auch schon die Soundtracks zu "Lord Of The Rings" und "Harry Potter" eingespielt hat. Sie wirken bei 9 von insgesamt 11 Songs mit. Und einen ordentlichen Vorgeschmack gibt es nun schon mit einer zusätzlichen balladenhaften Orchester-Version von "Nemo". Den imposanten Unterschied zu Standard-Streichern aus dem Computern vernimmt man sofort. Wunderbar, wie erhaben der Chorus wird, und welch eine Wirkung beim Zusammenspiel von Orchester und Solo-Gitarre entsteht.
Mit "Live to Tell The Tale", einem flotten Song mit ordentlichem Drive und anspruchsvoller Dramatik, ist zudem ein exklusiver Track auf der CD vertreten, den es auf dem Album nicht geben wird.
Und noch einen Kaufanreiz gibt es: Das "Nemo"-Video (mpeg-Format) zeigt die Band in einer mysteriösen und düsteren computergenerierten Atmosphäre in einer verschneiten Berglandschaft.