Ein Buch, wie ich es liebe!
Ein altes Cottage, frisch renoviert, wird in der Gegenwart von einer Person bezogen, die in diesem Haus ein altes Tagebuch findet und es beginnt zu lesen.
Der Sprung zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit.
Die ruhige Erzählweise, der langsame Fluß der Geschichte. Wunderschön geschrieben.
Ein bisschen ähnelt die Geschichte dem Buch „Das Haus der Schwestern". Auch hier wird in Rückblenden die Geschichte zweier Schwestern erzählt, deren gemeinsames Schicksal die Nachfahren bis in die Gegenwart beeinflussen.
In „Nells geheimer Garten" gibt es nur zwei Zeitsprünge, so dass sich der Leser in jede Phase lange und gemütlich einlesen kann. Ein häufiger Wechsel bleibt aus und man muss nicht ständig im Geist hin-und herschalten.
Ein liebevoll geschriebener Roman, mit sehr gut gezeichneten Charakteren, die zwischen den Buchseiten zu leben beginnen. Jede Person wächst einem ans Herz.
Im letzten Drittel wird das Ende ein wenig vorhersehbar, dass tut der Spannung und dem Spaß am Lesen jedoch keinen Abbruch.
Winzige Feinheiten fehlten mir, z.B. eine genauere Erklärung zu den Todesumständen von Nell, die Frage, wie Ellis nun wirklich zu ihrem Namen kam und ob Laura die Wahrheit weiß?
Aber das hindert mich nicht, 5 Sterne zu vergeben!